Réti 960er Turnier

2011 / 2012

Turnierleitung: Jakob Nievergelt

 

Schlussrangliste
1. Daniel Lienhard

Martin Lachat

Roman Schnelli
2. Roland Levrand 3

Kari Hunkeler 3
3. Jakob Nievergelt

Richard Bisig
4. Jon Florin
5. Jörg Lauber 1

Ruedi Nievergelt 1

 

Nach 5 Runden (Schweizersystem) im Winter 2011/12 in der Pizzeria Ciaò fanden sich drei Spieler an der Spitze der Rangliste: Neben dem Sieger des ersten Fischerschachturniers, Roman, haben mit Daniel und Martin zwei Spieler der unteren Hälfte der ELO-Startliste 3,5 Punkte geholt. Da Roman grosszügigerweise auf den Ausstich verzichtete, ermittelten Daniel und Martin gleich nach der 5.Runde in einer 10-Minutenpartie den dritten Halter des Wanderpokals - auch ‚Pfeffermühle’ oder ‚Holzscheit’ genannt. Martin siegte in einer typischen 960er-Partie, die vorbildlich zeigt (s. unten), wie Pioniere für romantische Eröffnungsideen sich hier bestens austoben können.

 

Martin Lachat erhält von Präsi Roman Schnelli den Pokal

 

 

Die Anfangsstellung losten Martin (W) und Daniel (S) so aus:

W: Springer a1,c1; Läufer e1,h1; Türme d1,g1; Dame b1; König f1 (S: spiegelsymmetrisch).

Die Partie nahm folgenden Verlauf:

 

1.c4 c5 2. Dxh7 g6 3. Sab3 Lxb2 4. d4 Df4 5. Ld2 Df6 6. Lh6+ Tg7 7. Dh8 matt

 

Die „Theorie“ zu dieser Eröffnung ist noch zu schreiben: z.B. ist 1. ... c5 trotz sofortigem Bauernverlust vermutlich nicht der schlechteste Anfangszug. Hätte nämlich Daniel im 3. Zug den Läufer auf g7 gespielt (Drohung Th8 mit Damenfang) wären seine Chancen recht gut gewesen. Statt dessen ahmte er Martins sofortigen Bauernraub nach, was etwas zu romantisch scheint.