Réti 1, M/a

Altersheim Kluspark, Asylstr. 130, 8032 Zürich 

ML: Markus Räber, Buchfeldstr. 15, 6033 Buchrain, Tel. 079 / 621 49 54

Spieldaten

5. Runde Donnerstag 23.02.2012 Wollishofen 1 - Réti 1

Rangliste

Rangliste nach der 4. Runde
1. Wollishofen 1 8 19
2. Réti 1 7 15
3. Zimmerberg 1 3 10
4. Nimzowitsch2 3
5. Wettswil 1 2
6. Pfäffikon  1 9

4. Runde

Réti 1
2160 3½:2½ Zimmerberg 2102
Kaspar Kappeler
2281 ½:½ Felix Csajka
2260
Markus Räber
2250 ½:½ Gary Krähenbühl
2231
Roland Levrand
2206 1:0 Heinrich Tanner
2167
Roberto Schenker
2176 ½:½ Peter Hammer
2191
Pete Meier
2049 ½:½ Jean-Pierre Monsch
1961
Edmund Hofstetter
1997 ½:½ Dominik Popp
1802

 

Leider auch dieses Mal gestaltete sich die Rekrutierung der 1. Mannschaft sehr mühsam. Sehr zur Freude konnte ich aber auch einen neuen Spieler begrüssen: Roberto Schenker mit 2170 Velos. Seinen Einstand gegen Zimmerberg viel zwar kurz, aber erfolgreich aus: Remis mit Schwarz gegen Altmeister Peter Hammer. Auch Edmund Hofstetter gegen Dominik Popp und Pete Meier gegen Jean-Pierre Monsch sahen kein eigentliches Mittelspiel. Drei relativ schnelle Remispartien, aber schliesslich stand ja Kaspar Kappeler an Brett 1 mit einem Bauern mehr sehr angenehm.Roland Levrand stand auch sehr angenehm und wir einigten uns, dass er nach einem anstrengenden Arbeitstag in der Romandie (mit Krawatte!) ein Remis offerieren soll. Doch meines Erachtens völlig unerwartet willigte Heinrich Tanner nicht ein. Klar, Felix gegen Kaspar am Brett 1 stand wirklich schlecht, das kommunizierten einer seiner Teamkollegen offenkundig. Für den Betroffenen eher penibel, für den Rest aber amüsant. Zur Ehrrettung von Heinrich: Es gelang ihm im Verlauf der Partie wirklich eine Gewinnstellung herzuzaubern! Markus Räber an 2 mit Schwarz und Gary Krähenbühl kannten keine Furcht und sie schenkten sich nichts. Nach einem schlechten Zug (Sg5) stand dann aber Weiss klar besser, aber Taktiker Räber konnte wirbeln und am Schluss ein Dauerschach erzwingen. Da leider Kaspar seinen Mehrbauern nicht verwerten konnte, waren bereits fünf Punkteteilungen Tatsache. So musste in der Zeitnot die letzte Partie zwischen Roland und Heinrich den Wettkampf entscheiden.Und da hatte Reti die Göttin Fortuna auf seiner Seite. Heinrich stellte eine Figur ein und seine Zeit ging auch noch in die Binsen. Matchwinner somit Roland Levrand! Merci. Somit haben wir die Pleite gegen Nimzowitsch wettgemacht, und freuen uns auf den Showdown gegen Wollishofen; schliesslich möchten wir das Finalspiel bestreiten, und gewinnen! Dann hätte Reti bald alles gewonnen, neben SMM ! und Team – Cup und SGM (kommt noch….)
Träume sind nie verboten!

 

- Markus 

3. Runde

Wettswil 2049 1½:4½ Réti 1 2154
Sacha George 2246 0:1 Jonas Wyss 2281
Meinrad Schauwecker 2263 1:0 Kaspar Kappeler 2281
Philipp Aeschbacher 2099 0:1 Markus Räber 2250
David Klee 1909 0:1 Ruben Porras Campos 2056
Kaspar Köchli 2031 ½:½ Edmund Hofstetter 1997
Marcel Hess 1743 0:1 Roman Schnelli 2046

 

Da viele Weihnachtsessen und andere weihnächlichen Aktivitäten angesagt waren, gestaltete sich die Rekrutierung sehr schwierig. Obwohl im berühmt berüchtigten Türmli von Wettswil gespielt wurde. Speziell daran: Alle Stunden volle Anzahl Glockengeläut, alle halbe Stunden ein Glockenton!! Da weiss man immer, dass die Zeit vorgeschritten ist. Jedenfalls war ich sehr froh, dass Ruben und Edmund noch einspringen konnten. Recht herzlichen Dank.
Zum Start: 8 – 9 Glockenschläge: Jonas Wyss Partie hatte keine grossen Wogen angenommen. Ausgeglichene Eröffnung und wenig Material auf dem Brett. Kaspar im Katalanisch optisch besser, aber Meinrad mit vielen Tricks auf Lager
und sehr schnell spielen. Markus in seinem typischen Hackerstil (Gallaghers Variante im Königsindisch) mit Qualität gegen zwei Bauern. Rubens solider weisser Königsindischer Aufbau mit Angriffspotential auf der verkehrten Seite, nämlich Königsflügel. Edmund mit klaren Vorteilen in der Eröffnung, musste dann aber den hässlichen Zug Ke8-f8 machen, und dann war trotz materiellem Vorteil nicht ein klarer Gewinn ersichtlich. Roman hatte eine interessante französische Weissvariante auf dem Brett, welche dem Gegner einiges Kopfzerbrechen machte. 10 Glockenschläge: Markus gewinnt mit taktischen Finessen, wobei der Gegner stark erkältet und nicht mit allen Kräften ausgerüstet war. Roman konnte auch taktisch seine Gegner überspielen und der nackte schwarze König konnte am Schluss froh sein, dass das Fallblättchen ihn erlöste. Jonas konnte das remisverdächtige Endspiel clever Zug um Zug verbessern, bis er alle schwarzfeldrigen Bauern von Weiss knacken konnte. Chapeau. Dann erwischte es unser Pechvogel Kaspar: Wieder in guter Stellung kein Schlachtenglück, doch der Routinier Meinrad wusste auch in passiver Stellung, wie man die richtigen Register zieht. 11 Glockenschläge und starke Zeitnot: Ruben gewinnt nach einem schönen Königsangriff Material und stellt seinen Gegner in hochgradiger Zeitnot matt. Dann hatte noch Edmund noch ein gewonnenes Damenendspiel. Leider konnte der Gegner ihm einige Schachs abverlangen. Dem Gegner fiel dann die Zeit, und kurz darauf auch die von Edmund … Remis. Frage ist: Hätte der Mannschaftsleiter die Zeit beanstanden können? Wer weiss! Wenn ja, schlechter Mannschaftsleiter, wenn nein, bin ich froh! Schlussresultat 1.5 – 4.5 und alle Retianer kamen frohgesinnt nach Hause. Bis auf den Mannschaftsleiter: Der übersah die dreissiger Zone! Halleluja!

- Markus 

2. Runde

Réti 1 2202 4:2 Pfäffikon 2118
Jonas Wyss 2295 1:0 Patrik Hugentobler 2279
Kaspar Kappeler 2281 0:1 Benjamin Huss 2319
Markus Räber 2250 1:0 ff Manfred Gosch 2016
Roland Levrand 2206 ½:½ Stefan Wanner 2055
Peter Meier 2049 ½:½ Andreas Scheidegger 1929
Loren Wüthrich 2162 1:0 ff --- 0

 

Sowohl Lorenz, wie auch Markus (nach dem starken Zug 1.d4!) gewannen ihre Partien forfait, so dass es bereits nach wenigen Minuten 2-0 stand. Ein schnelles Remis ergab sich kurz darauf zwischen Pete und Andreas Scheidegger. Mit Weiss konnte er gegen die Tschigorin Verteidigung nichts herausholen und das Spiel verflachte nach einigen Zügen in eine ausgeglichene und zudem fast gähnend langweilige Position. Die Punkteteilung war die logische Konsequenz. Kurz vor der Zeitkontrolle liess ich in schlechterer Stellung ein entscheidendes Qualitätsopfer zu. Das Spiel hatte sich zuvor nach der Doppelfianchetto Eröffnung in ruhigen Bahnen entwickelt. Meine Strategie mit g5 um die schwarzen Felder zu kämpfen stellte sich in der Folge als zu verpflichtend heraus. Jonas hatte gegen die von Hugentobler bevorzugte Grünfeldverteidigung Vorteil in Form eines gedeckten Freibauern und eines im Abseits befindenden schwarzen Springer auf a5 erzielt. Er konnte diesen Vorteil in einen Qualitätsgewinn, auf Kosten des Freibauern ummünzen, allerdings ergab sich daraus eine zweischneidige Position. Nach zweifacher Stellungswiederholung entschied sich Jonas nach Besichtigung der Stellung von Roland kurz nach der Zeitkontrolle auf Gewinn zu spielen. Es zahlte sich aus. Hugentobler liess die Öffnung der f-Linie zu auf der der weisse Turm, nach dem die Damen getauscht wurden, schliesslich gewinnbringend eindrang. Roland hatte in seiner sizilianischen Eröffnung keine Probleme, er stand nach dem Damentausch sogar besser. Sein Gegner verstand es in der Folge aber besser seine Stellung zu verstärken, so dass Roland plötzlich in Probleme kam. Nach der forcierten Abwicklung in ein gleichfarbiges Läuferendspiel mit einem Turm konnte er sein Bauernminus wieder ausgleichen und kurz darauf auch die Partie in den Remishafen führen.

- Kaspar  

1. Runde

Nimzowitsch 2 2086 3:3 Réti 1 2227
Regez Markus 2193 1:0 Wyss Jonas 2301
Drechsler Christoph 2216 1:0 Kappeler Kaspar 2276
Borner Daniel 2182 0:1 Räber Markus 2231
Koch Hermann 2025 1:0 Levrand Roland 2201
Ludin Hubert 1902 0:1 Kriste Vincent 2201
Schilling Andreas 1999 0:1 Wüthrich Lorenz 2153

 

Mit den sechs stärksten Spieler von Réti 1 (Eloschnitt 2227) war die Ausgangslage dieses Wettkampfs eigentlich klar. Aber manchmal kommt es anders, als erwartet - und der Gegner war auch nicht von schlechten Eltern (Eloschnitt 2086). Schliesslich spielten wir bei Karl dem Grossen und mit herrlichem Zürcher Trinkwasser. Nach rund 90 min stand der Wettkampf sehr vielversprechend für Reti. Einzig am Brett von Jonas sah die Stellung etwas dubios aus, und die künstliche Rochade raubte ihm ein paar wertvolle Tempos, um das grünfeldische Zentrum von Weiss zu attackieren. Die anderen fünf Spieler hatten sehr ansprechende Stellungen auf dem Brett, wobei Kaspar den grössten Vorteil für sich in Anspruch nehmen konnte. Noch vor der Zeitnot sicherte Vincent den ersten Punkt. Nach einer zweischneidigen Eröffnung opferte Hubert etwas unmotiviert die Qualität. Vincent opferte diese souverän zurück und erreichte ein gewonnenes Turm – Läufer – Endspiel mit Freibauer. 0:1. Roland fand mit seiner aktiven Stellung inkl. Läuferpaar keinen entscheidenden Angriff. In der Zeitnotphase verlor er dann ganz den Faden und verlor schlussendlich auf Zeit. Die Stellung wäre aber auch schwierig zu halten gewesen. 1:1. Markus konnte nach einer gelungenen Eröffnung gegen den amtierenden Coupe Suisse – Sieger (Herzliche Gratulation!) klaren materiellen Vorteil erzielen. Daniel hatte zwar noch einige Tricks auf Lager, aber alle wurden abgewehrt und das Turmendspiel mit zwei gegen null Bauern war hoffnungslos. 1:2. Jonas konnte dem Raum- und Entwicklungsvorteil von Markus nichts entgegensetzen. Er probierte zwar noch fleissig taktische Verwicklungen zu inszenieren, da aber sein König selber im Mittelpunkt des Feuers stand, war die Situation relativ hoffnungslos. 2:2. Lorenz an Brett 6 zeigte eine eindrückliche Leistung. Streng positionell mit dem Minoritätsangriff bekam er ein Übergewicht auf dem Damenflügel. Mit einen Mehrbauer und einer kompakten Bauernstellung gewann er das Turm – Springer – Endspiel souverän. Chapeau! 2:3. Nun schien der Sieg in Griffnähe. Kaspar hatte eine Figur mehr und der schwarze König stand im Kreuzfeuer. Leider verpasste Kaspar einige taktische Möglichkeiten und so kam es zur Zeitnotphase und dort passierte es: Kaspar griff fehl, stellte zwei Figuren ein und wurde vier Züge später mattiert. Schlussresultat 3:3.
Fazit: Dreimal in Führung liegend und doch nicht gewonnen! Remis spielen ist bei Reti 1 verboten J, hat der Mannschaftsleiter aber so explizit sicher nicht gesagt! Das reine Zürcher Wasser im Spiellokal hilft scheinbar dem Heimteam, bzw. Nimzo – Glücks – Doping! Immerhin war ich froh, dass Jonas rechtzeitig seine Partie beenden konnte, sonst hätte ich noch ins schöne Bündnerland düsen dürfen! Und bei Nimzowitsch ist auch ein Übel zu erkennen: Alle hauen nach dem Wettkampf ab. Der Spielleiter Heinz Vifian durfte alles selber versorgen. Nein, stimmt nicht. Reti half mit, das Spielmaterial zu versorgen. Ist das bei Reti auch so! Nein. Natürlich nicht! Schliesslich sind wir Schweizer Meister!
Zukunft: Reti 1 geht erhobenen Hauptes in die zweite Runde zu Hause gegen Pfäffikon. Glücksfee Caissa dürfte uns ein bisschen Hold sein! Oder haben wir auch ein Wässerchen auf Lager. (meine nicht Eichhof Lager!)

- Markus