Réti 5, II/b

Altersheim Kluspark, Asylstr. 130, 8032 Zürich 

ML: Bernhard Burkhardt, Witikonerstr. 323, 8053 Zürich, Tel. P. 078 / 646 56 35

Spieldaten

5. Runde Réti 5 spielfrei

Rangliste

Schlussrangliste
1. Réti 5 8 19½
2. Zimmerberg 2 6 17½
3. Wollishofen 5 4 15½
4. Langnau 2 2
5. Phönix 0 1

5. Runde

Réti 5 spielfrei.


4. Runde

Phönix 0 0:6 Réti 5 1524
Michael Kölliker 0 0:1 Jörg Lauber
1587
Roger Kunz 0 0:1 Michael Schmutz 1504
Jutta Sobernheim 0 0:1 Michel Brand 1629
Hanspeter Bühler 0 0:1 Franco Keller 1626
Doris Werner 0 0:1 Lluis Uso 1380
Carla Thoma 0 0:1 Hannah Minas 1415

 

Die für uns letzte Runde der ZMM führte uns zum Schachclub Phönix. Der hatte in den bisherigen Spielen noch keinen Brettpunkt erspielt, so dass ich mit einem Sieg rechnete. Dass aber noch vor Abschluss der Eröffnung Michael Schmutz, Franco Keller. Hannah Minas und Lluis Uso bereits eine Figur Vorsprung hatten, hatte ich nicht erwartet. Lluis verwandelte als erster diesen Vorsprung in einen Sieg. Unsere Novizin Hannah gab die Figur zurück. Es blieb ihr aber ein Mehrbauer, den sie sorgfältig auswertete. Franco und Michael führten die Partie gradlinig zu Ende. Einen etwas grösseren Widerstand hatten Michel Brand und Jörg Lauber zu überwinden. Beide gewannen erst gegen Ende des Mittelspiels die Oberhand. Der sympathische Schachclub Phönix erwarb und erwirbt sich grosse Verdienste durch seine Kurse für Anfänger und Anfängerinnen. Neben den gegen uns spielenden waren noch ein gutes Dutzend weitere Clubmitglieder anwesend, was von einem lebendigen Clubleben unter der Leitung von Pius Hauser zeugt. Chapeau. Nicht alle Siege sind uns so leicht zugefallen. Wir sind stolz auf die erfolgreiche ZMM Saison, die uns den ersten Rang und damit den Aufstieg gebracht hat (wenn nicht noch eine Réti Mannschaft in die Klasse I absteigt und uns den Aufstieg verstopft). Ich danke allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.

- Bernhard 

3. Runde

Réti 5 1589 6:0 Langnau 2 1455
Yagiz Oezdemir 1612 1:0 Edi Lampacher
1594
Alexander Neu 1716 1:0 Peter Gubser 1562
Franco Keller 1626 1:0 Lolanda Brütsch 1403
Michel Brand 1629 1:0 Eberhard Schulz 1366
Grace Biasi 1568 1:0 Jan ten Pierick 1350
Uso i Lluis Cubertorer 1380 1:0 Gerhard Rosner 0

 

Bernhard mit Genugtuung:“Roman schrieb in seinem Bericht zum Viertelsfinal im Teamcup, dass wir nette Leute seien und niemanden zu Null nach Hause schicken würden. Diesen präsidialen Verhaltenscodex las ich erst nach dem Wettkampf gegen Langnau 2, sonst hätte ich meine Leute etwas gebremst, was aber nicht leicht gewesen wäre.Denn Grace Biasi legte mit Weiss gegen Jan ten Pierick gleich los, widerlegte ein Figurenopfer des Gegners und hätte gleich noch einen Turm hinzugewinnen können. Das schien ihr dann doch zu direkt. Warum einfach gewinnen, wenn man es auch etwas komplizierter und erst noch schneller als alle Teamkollegen kann? Doch bald fielen uns die weiteren Punkte wie reife Früchte zu. Auch Michel profitierte von unkorrekten Opfern des Gegners. Er nahm sie kaltblütig an und gewann mühelos. Lluis Uso nützte einen Eröffnungsfehler von Gerhard Rosner aus, gewann noch vor dem Mittelspiel 2 Bauern und war nicht mehr zu gefährden. Alexandre Neu opferte mit Schwarz in der Eröffnung einen Bauern (oder war es ein Ein-steller?), konnte jedoch seine Figuren druckvoll gegen einen unrochierten König aufstellen. Sein Gegner hielt dem Druck nicht Stand, fand die beste Verteidigung nicht und verlor eine Figur und die Partie. Yagiz Oezdemir wickelte einen Abtausch der leichten Figuren und eines Turmes geschickt ab und erhielt dadurch einen Mehrbauern in Form eines gedeckten Freibauern. Nun glaubte sein Gegner den Freibauern mit dem Turm schlagen zu können. Hätte der deckende Bauer zurückgeschlagen, wäre Yagiz einzügig mit der Dame matt gesetzt worden. Er konnte aber mit der Dame den Turm fesseln und gleichzeitig das Mattfeld decken; sein Gegner gab auf. Die Partie, die wir Roman folgend hätten remis geben können war die von Franco gegen Jolanda Brütsch. Gegen Ende des Mittelspiels war eine ziemlich verknorkste Stellung mit ausgeglichenem Material entstanden. Franco hatte zwar viel mehr Raum und Jolanda konnte nur noch passiv agieren. Aber wie knackt man eine solche Stellung? Der kiebitzende Michel zeigte uns Zuschauern den Weg. Franco versuchte alles mögliche, fand aber den Weg von Michel nicht. Statt remis anzubieten, versuchte er es mit Gewalt, opferte eine Figur gegen zwei Bauern und schüchterte damit Jolanda derart ein, dass sie bald die Waffen streckte. Inzwischen weiss Franco, dass er in Zukunft solche Opfer besser unterlassen wird; aber Hut ab vor solchem Kampfes- und Siegeswillen.“

- Bernhard 

2. Runde

Wollishofen 5 1604 2:4 Réti 5 1622
Louis Wartmann 1656 0:1 Yagiz Oezdemir 1612
Albert Huguenin 1638 1:0 Alexander Neu 1716
Peter Maurer 1585 1:0 Michel Brand 1629
Christian Meier 1606 0:1 Jörg Lauber 1587
Francisco Serrano 1536 0:1 Grace Biasi 1568
Peter Turnheer 0 0:1 Lluis Uso Y Cubertor 1380

 

Bernhard zum Vorstoss nach ennet der Limmat: “Eine Freude für den Teamleiter: Alle Spieler waren frühzeitig da. Als letzter fehlte noch Michel. Der aber ist so zuverlässig, dass ich keinen Anlass zur Unruhe hatte. Jörg kommt meistens früh, verschwindet aber im letzten Moment, um dann pünktlich bei Spielbeginn wieder zu erscheinen. Lluis Uso spielte mit weiss einen korrekten Spanier. Sein Gegner Peter Thurnheer folgte vorerst der Theorie, wich aber bereits im 8. Zug mit d5 ab, was Uso umgehend bestrafte. Sein Mehrbauer landete auf f7 und entschied die Partie. Grace Biasi musste etwas länger kämpfen. Sie spielte mit Schwarz Sizilianisch und behandelte die Eröffnung ebenfalls besser als ihr Gegner Francisco Serrano. Zu Beginn des Mittelspiels eroberte sie einen Bauern später einen zweiten. Der zweite Mehrbauer rückte bedrohlich vor. Statt beide Türme über die einzige offene Linie ins entscheidende Schlussgefecht zu schicken, öffnete sie noch eine Linie vor ihrem König, was dem Gegner Gegenspiel brachte. Sie wehrte den Druck gelassen ab. Der zweite Punkt war geschrieben. Michel spielte mit Schwarz ebenfalls Sizilianisch. Gegen Ende des Mittelspiels war das Material ausgeglichen. Sein Gegner Peter Maurer hatte aber einen Doppelbauern, was Michel ein Übergewicht hätte geben sollen. Da spielte er einige etwas passive Züge und schon hatte sein Gegner die offene Linie mit den beiden Türmen besetzt. Michel war gezwungen, die Türme zu tauschen. Nun waren nur noch Bauern auf dem Brett, und da erwiesen sich wie oft im Endspiel die Doppelbauern nicht als Schwäche. Sie sperrten das Eindringen des Königs ab, während Peter Maurers König vorrücken und einen Bauern erobern konnte. Auch Yagiz Oezdemir spielte am ersten Brett mit Schwarz SizilianIsch. Schön wie er seine Figuren solide aufstellte und systematisch Druck auf der c-Linie aufbaute. Weiss konnte kein Gegenspiel entwickeln und musste sich auf die Ver-teidigung seines Bauern auf c2 konzentrieren. Als er ihn zum dritten Mal schützte, entging ihm, dass Weiss an Stelle des c-Bauern einen Springer erobern konnte. Nun hatten wir 3 Punkte und das Unentschieden auf sicher. Die Entscheidung führte Jörg Lauber - der einzige im Team mit Schweizerpass - herbei. Am Schluss des Mittelspiels erschien die Stellung als ausgeglichen. Beide Spieler hatten noch die Türme, den weissfeldrigen Läufer und einige Bauern auf dem Brett. Jörg führte das Endspiel genauer und konnte einen Bauern umwandeln. Unser Sieg war gesichert. Jörg übernahm die Teamleitung, da ich dringend von Wollishofen in die Pizzeria neben dem Klus Park wechseln musste. So konnte ich nicht mitverfolgen, wie Alexandre Neu mit Weiss in mindestens ausgeglichener Position noch vergab. Unseren Sieg konnte das nicht mehr gefährden.

- Bernhard 

1. Runde

Réti 5 1590 3½:2½ Zimmerberg 2 1687
Alexandre Neu 1779 0:1 Alexander Brunschwiler 1773
Andreas Scheidegger 0 0:1 Hanspeter Giger 1765
Yagiz Oezdemir 1604 1:0 Hansjürg Pfister 1746
Franco Keller 1627 1:0 Richard Johnson 1705
Michel Brand 1589 1:0 Istvan Csajka 1666
Cubertorer Uso I 1350 ½:½ Daniel Selig 1467

 

Bernhard befriedigt: “Alexandre hatte es am ersten Brett mit einem soliden Spieler zu tun, kam aber keineswegs schlecht aus der Eröffnung heraus. Er besass das Läuferpaar und Raumvorteil. In der Brettmitte hatte er jedoch einen Isolani. Wird der zu einem Riesen oder einem Schwächling? Leider ging er verloren und genau diesen Mehrbauern verwertete sein Gegner. Nach dem aufregenden Bauernendspiel mit ungleichfarbigen Läufern von Peyman in Genf wollten auch die Réti 5er nicht zurückstehen: Sowohl Lluis als auch Andreas gerieten in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern allerdings beide mit einem Minusbauern. Dabei hatte Lluis zeitweise einen Bauern mehr allerdings später sogar zwei weniger. Schön dass er einen zurückgewann und Remis halten konnte. Andreas erreichte sein Endspiel nach einem spektakulären Schlagabtausch. Seine Dame wurde angegriffen. Statt sie in Sicherheit zu bringen griff er seinerseits des Gegners Dame an. Daraus resultierte ein Generalabtausch, der für Andreas mit einem Minusbauern endete, der aber nach der Meinung der Kiebitze auch zu Gunsten von Andreas hätte ausgehen können. Eine weitere Ungenauigkeit im Endspiel kostete einen zweiten Bauern und die Partie. Wer es noch nicht wusste: Michel und Franco spielen gerne Englisch und zwar gekonnt. Franco erhielt mit Schwarz schon früh ein Uebergewicht, welches er systematisch und fehlerfrei ausnützte. Bei Michel erschien die Stellung bis gegen das Ende des Mittelspiels ausgeglichen. Im Endspiel hatte er sein strategisches Ziel verwirklicht: zwei verbundene Freibauern, die den Sieg brachten. Yagiz feierte einen erfolgreichen Einstand. Natürlich freute mich der von ihm eroberte Punkt; aber noch mehr die Art wie er gewonnen wurde. Nämlich mit einem Damengambit, welches in Eröffnung fehlerfrei im Mittelspiel mit gutem Gefühl für kleine aber nachhaltige Verbesserungen gespielt wurde. Die Partie war vor dem Endspiel entschieden.*