Ein Réti-Quintett rockt das Engadin

Das kollegiale 17. Engadiner Pfingstopen endete mit drei Top-10-Plätzen für Réti.

Zum dritten Jahr in Folge fanden sich über das verlängerte Pfingstwochenende mehrere Rétianer in Zernez ein, um am traditionellen Engadiner Pfingstopen teilzunehmen. Das Turnier hat sich unter einem kleinen Réti-Trüppchen inzwischen einen Namen gemacht als sympathisches und lockeres Turnier, in dem die Kameradschaft manchmal ebenso wichtig ist wie die Kompetitivität am Schachbrett. Diesem Ruf wurde das Turnier auch in der diesjährigen Austragung gerecht; Unter den 50 Teilnehmenden wurde im Speisesaal des Hotel a la Staziun zwar zuerst mit harten Bandagen gekämpft, nach der Partie traf man sich dann aber im Garten des Wirtshauses bei sommerlichem Wetter bei einem kühlen Getränk zur Partieanalyse. Ein wahres Wohlfühlturnier für Plauschspieler und Ambitionierte zugleich!

Die Stimmung unter den fünf teilnehmenden Rétianern wurde weiter aufgeheitert durch mehrere sportliche Spitzenresultate. Gleich drei Réti-Kämpfer schafften es in die Top 10 – zwei davon völlig unerwartet. Bester Rétianer wurde mit 4 Punkten aus 5 Runden Ben Kondzic: Er erreichte als Startnummer 25 den 4. Schlussrang! Auf dem Weg zu diesem Glanzresultat besiegte er unter anderem die beiden Bündner Schwergewichte Andri Arquint und Christoph Moggi. Nur in Runde 3 musste er sich nach hartem Kampf der Startnummer zwei Dario Bischofberger geschlagen geben. Dank dieser tollen Leistung überquert Ben nun erstmals die 1900-Elo-Marke, herzliche Gratulation!

Ebenfalls knapp in den Preisrängen, und ebenfalls mit 4 aus 5, klassierte sich Anselm Schönbächler auf Schlussrang 6. Er startete mit drei Siegen aus den ersten drei Runden, verlor dann aber gegen die Startnummer drei FM Nikolas Schenk-Pogan, ehe er in der Schlussrunde den Nimzowitscher Yven Kius niederringen konnte. Anselm war als Startnummer 8 ins Turnier gestartet und konnte den damit verbundenen Erwartungen also komplett gerecht werden.

Ferner in den Top 10, auf Platz 9, landete WCM Ena Bangerter. Die U20-Réti-Juniorin war als Startnummer 31 gestartet und verlor die Startrunde gegen Thomas Held. Dann drehte sie aber auf und gewann die folgenden drei Runden allesamt (unter anderem gegen Andri Arquint in Runde 4), ehe sie in der Schlussrunde Manuel Dietiker ein Remis abringen konnte. Mit 3½/5 sicherte sie sich so diskussionslos den Preis für die beste Dame.

Weniger erfolgreich – zumindest resultatmässig – verlief das Turnier für Lluís Usó und Christoph Campora. Beide blieben mit 2/5 und den Schlussrängen 34 bzw. 38 etwas hinter ihren eigenen Erwartungen zurück.

Aber Resultat hin oder her: Das 17. Engadiner Pfingstopen war ein voller Erfolg und es würde nicht überraschen, wenn es auch nächstes Jahr wieder einige Rétianer nach Zernez verschlagen würde...

 

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Die drei erfolgreichsten Réti-Spieler am 17. Engadiner Pfingstopen: Ena, Ben und Anselm

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