Magglingen mit GM Sebastian Bogner
Es ist etwas mehr als eine Woche her: Unser hauseigener Grossmeister Sebastian „Bogi“ Bogner sammelte Nils Miró Hoppe, Michael Klein, Ben, mich sowie weitere Schüler beim Treffpunkt am HB ein. Gemeinsam fuhren wir mit dem Zug nach Biel, wo wir den Bus nur knapp verpassten. Also machten wir uns zu Fuss auf den Weg zur Seilbahn, die uns schliesslich nach Magglingen brachte.
Oben angekommen waren wir in einer staatlichen Sportanlage untergebracht, die für uns angehende Spitzensportler natürlich ideale Bedingungen bot. Dort verbrachten wir eine Woche mit intensivem Training. Für die Fleissigen begann der Tag bereits um sieben Uhr mit einem Morgenlauf, gefolgt vom Frühstück um acht. Um neun Uhr startete dann das eigentliche Programm. Von Maroczy-Strukturen über Taktikaufgaben bis hin zu Endspielen und Trainingspartien arbeiteten wir uns durch ein anspruchsvolles Pensum, unterbrochen von einer eineinhalbstündigen Mittagspause. Kurz gesagt: Sebastian hat uns ordentlich „gegrillt“ – ganz seinem Ruf als Grillmeister entsprechend.
Nach rund sechs Stunden Schachtraining hatten wir jeweils Freizeit. An einigen Tagen stand uns eine Halle zur Verfügung, in der wir Fussball oder Völkerball spielten. Danach folgte das Abendessen, und ursprünglich waren Gesellschaftsspiele geplant – in unserer Gruppe fanden jedoch meist wieder Taktikaufgaben den grössten Anklang.
Zum Abschluss des Lagers gab es eine sehr anspruchsvolle Prüfung, bei der Michael mit 12,5 aus 24 das beste Resultat erzielte. Leider konnte Ben diese nicht mehr absolvieren, da er früher abreisen musste.
Zusätzlich wurde ein 3+2-Blitzturnier gespielt (wobei Sebastian mit nur 30 Sekunden ohne Inkrement antreten musste). Den ersten Platz sicherte sich Robert Weis (Schachclub Seebach, gemeinsam mit seinem Vater Roman angereist) mit 6 aus 7 Punkten; nur gegen Sebastian musste er sich geschlagen geben. Den zweiten Platz – ebenfalls mit 6 aus 7 – konnte ich erreichen. Meinen einzigen Punktverlust erlitt ich gegen Robert (ein unvorsichtiges „berührt – geführt“ kostete mich bereits in der Eröffnung den König), dafür gelang es mir als Einzigem, Sebastian zu schlagen.
Sebastian selbst belegte mit 5,5 aus 7 den dritten Platz – eine starke Leistung unter diesen Zeitbedingungen. Neben mir konnte ihm nur Nils ein Remis abringen.
Die weiteren Plätze:
4. Nils (3,5 aus 7)
5. Michael (3 aus 7)
6. Roman (3 aus 7)
7. Liam (1 aus 7) – ein noch eher neuer Spieler von Chessflyers
8. Klaus (0 aus 7) – Liams Grossvater aus Südtirol
Insgesamt war das Schachlager eine sehr lehrreiche und zugleich unterhaltsame Woche an einem wunderschönen Ort. Vielen Dank, Sebastian!
– Christoph