Réti an der SEM 2026 in Grächen – Tag 2
Am Sonntag galt es nun auch für die HT-Spieler ernst: Sie hatten heute ihre erste Runde, während die MT-Spieler bereits ihren zweiten Einsatz hatten.
Im HT1 spielen folgende Rétianer: Stefan Berger, Eugen Fleischer, Christoph Campora und Lluís Usó. Im HT3 spielen Herbert Meier und Danuel Jörger.
Stefan macht an der SEM 2026 dort weiter, wo er an der SEM 2025 aufgehört hatte: Mit Remisieren. Er hat inzwischen eine acht (!) Partien andauernde Serie an Remispartien an Schweizer Einzelmeisterschaften – ob dies ein Rekord ist, muss noch in den Statistikbüchern nachgeschlagen werden. Kann Stefan auch an der SEM 2026 alle Partien remisieren und den perfekten "Giri" durchziehen? Die kommenden Runden werden es zeigen.
Derweil gelang Lluís ein Prestige-Sieg gegen seinen ehemaligen (Schach-)Schüler Marco Nold. Weniger erfolgreich verlief der Turnierauftakt hingegen für Christoph, der einem stärker gewerteten Gegner unterlag. Das muss noch besser werden, wenn Christoph sein Glanzresultat aus dem Vorjahr wiederholen will!
Ferner im HT1 unterlag Eugen einer jungen Genferin nach langem Kampf. Herbert Meier remisierte im HT3 gegen Roman Weis, während Danuel Jörger einem jungen DSSPler unterlag.
Auch die Meisterturnier-Rétianer erlebten einen Tag mit gemischten Gefühlen. Während Anselm eine Siegposition gegen den jungen und ambitionierten Poyraz Canatar vergab, erlebte Vincent wie schon am Vortag einen "Blunder"-Albtraum: Nachdem er gestern seinen Turm stehen gelassen hatte, stellte er heute seine Dame einzügig ein! Sein erstes Turnier seit 2022 verläuft also noch gar nicht nach Wunsch. Besser lief es Ben: In einer wilden Partie setzte er sich gegen einen stärker gewerteten Gegner durch und holte seinen ersten Punkt! Damit ist er aktuell (nach GM Misha Stojanovic, der bei 2 Siegen steht) der beste Rétianer am Meisterturnier.
Im Titelturnier der Herren unterlag Daniel heute leider FM Moritz Valentin Collin. Und auch für Evgeny gab es einen Nuller; Er musste in der 2. Runde aber mit Nico Georgiadis schon zum zweiten Mal gegen einen Grossmeister spielen. Am Titelturnier der Damen genoss Nina heute einen spielfreien Tag, während Anna WIM Gundula Heinatz Bürki unterlag.
Wie man sieht gab es für die Rétianer in dieser Runde also einiges zu verarbeiten. Wie besser ginge das als bei einem angenehmen Znachtessen im Restaurant direkt am Grächener Bergsee! Nachdem wir den knapp 100 Meter umfassenden Aufstieg bewältigt hatten, belohnten wir uns mit einem leckeren Entrecôte oder einer Forelle direkt vom See. So lassen sich Siege genüsslich feiern; oder Niederlagen tröstend verkraften!

– Anselm
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