Réti 1, 2. Bundesliga Zone A (201)

 

Schachbund SGM-Seite

Spiellokal: Altersheim Kluspark, Asylstr. 130, 8032 Zürich 

Mannschaftsleiter: Kaspar Kappeler, kasparkappeler@bluewin.ch

Rundendaten

Rd Datum
Begegnung  
1 11.11.2017 Réti – Payerne  
2 02.12.2017 Réti – Tribschen  
3 13.01.2018 Valais – Réti  
4 27.01.2018 Réti – Schwarz-Weiss Bern  
5 10.02.2018 Réti – Zürich SG  
6 24.02.2018 Baden – Réti  
7 17.03.2018 Zürich Sihlfeld – Réti  

 

 

3. Runde

Valais 1 2326 6:2 Réti 1 2176
Igor Khenkin 2575 1:0 Francesco Antognini 2308
Christian Bauer 2672 1:0 Jonas Wyss 2214
Spyridon Skembris 2407 1:0 Kaspar Kappeler 2280
Mihajlo Stojanovic 2511 1:0 Daniel Borner 2218
Judith Fuchs 2289 1:0 Roland Levrand 2171
Pascal Vianin 2196 0:1 Sharif Mansoor 2089
Eddy Beney 1970 ½:½ Vincent Lou 2131
Alexandre Zaza 1985 ½:½ Fabian Lang 1996

 

Für die dritte Runde reisten wir nach Sierre ins Wallis. Bei traumhaften Bedingungen wurden im Zug die Varianten geschliffen und Taktik geübt, um gegen das scheinbar übermächtige Team standhalten zu können. Am Ende der Runde hatten wir schliesslich die Gewissheit, dass die Equipe aus dem Wallis doch eine Nummer zu gross war. Gegen geballte Grossmeisterstärke kamen wir an den ersten 5 Brettern regelrecht unter die Räder.

Francesco stand gegen Igor Khenkin nach einer Nimzoindischen Verteidigung zunächst gut. Im Verlauf des Mittelspiels kam seine Stellung stärker unter Druck. Khenkin nutzte schliesslich eine Fesslung zu einem Figurengewinn. Jonas wurde von Christian Bauer bereits in der Eröffnung mit einer ungewöhnlichen Verteidigung konfrontiert. Daraus konnte Jonas keinen Profit ziehen und sah wie bereits nach der Eröffnung die Initiative beim Gegner lag. Sein König kam so stark unter Druck, dass er sich am Ende entschied sich sehenswert mattsetzen zu lassen. Ich hatte mir gegen Skembris eine gute Stellung erarbeitet, entschied mich in kritischer Stellung allerdings den falschen Läufer zu schlagen. Dies brachte mir zunächst zwar zwei Bauern ein. Im Endspiel musste ich diese allerdings wieder zurückgeben. Eine unpräzise Verteidigung führte schliesslich dazu, dass ich die Partie sogar noch verlor. Daniel hatte am vierten Brett gegen Mihajlo zu spielen, welcher uns im Vorfeld gefragt hatte ob es für uns in Ordnung wäre wenn er gegen uns spielt. Daniel ging mutig zu Werke, wurde von Mihajlo mit übersichtlichem Spiel aber ausgekontert. Roland hatte gegen die Frauengrossmeisterin Judith Fuchs zu spielen. Gegen die Pirc Verteidigung tauschte sie klassisch die schwarzfeldrigen Läufer ab und griff am Königsflügel an. Wie sich die Partie weiterentwickelte, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Auch Roland musste die Waffen strecken.

Eine starke Angriffspartie spielte Sharif. Nach der Larsen-Eröffnung konzentrierte er sich darauf mit der nötigen Übersicht den gegnerische König mattzusetzen. So einfach ist das! Gratulation! Vincent hatte die längste Partie, und drückte einmal mit nur noch einer Sekunde auf die Uhr. Das sich auf dem Brett befindende Damenendspiel ohne Zeit zu spielen war allerdings auch sehr schwer. Schade, dass er seine Chancen zuvor nicht nutzte. Remis. Fabian hatte am letzten Brett gegen einen Junior leichten Vorteil aus der Eröffnung. Die Begegnung endete noch vor der Zeitnot mit remis.

- Kaspar 

 

2. Runde

Réti 1 2170 4:4 Tribschen 1 2209
Jonas Wyss 2256 ½:½ Davide Arcuti 
2329
Kaspar Kappeler 2273 ½:½ Christoph Schild 
2317
Carmi Haas 2186 ½:½ Kevin Cremer 
2216
Roland Levrand 2162 0:1 Lubomir Kovac  
2277
Daniel Borner 2180 1:0 Werner Kaufmann 
2200
Rubén Porras Campo 2128 1:0 Daniel Lustenberger 
2212
Christoph Schmid 2130 0:1 Lukas Schwander 2146
Karl-Iversen Lapp 2045 ½:½ Frank Neubert  1978

 

Der umkämpfte Wettkampf gegen ein stark angetretenes Tribschen endete nach fast 6-stündiger Spielzeit unentschieden. Die turbulente Schlussphase hätte in beide Richtungen kippen können... doch der Reihe nach:

Das Spiel begann mit einem Schwarzremis am achten Brett von Iversen. In einem Vierspringerspiel spielte er das extravagante aber völlig vollwertige 4. ... Ld6. In einem ausgeglichenen Endspiel wurde remis vereinbart. Daniel konnte bei seinem Saisondebut gleich zuschlagen. Im Läuferspiel manövrierte er seine Springer prinzipiell zum Königsflügel und installierte einen auf f5. In bereits schlechterer Stellung griff dann sein Gegner fehl. Ich geriet aus der Eröffnung heraus sowohl auf dem  Brett und auf der Uhr unter Druck. Nach einem erzwungenen Bauernopfer musste ich zudem in den Damentausch einwilligen. In gewonnener Stellung verpasste mein Gegner dann aber den endgültigen k-o Schlag. Als sein Vorteil schwand bot er mir in meiner anhaltenden Zeitnot remis an. Eine Glanzvorstellung lieferte Rubén mit Schwarz spielend am sechsten Brett ab. In einem Königsinder fand er die Balance zwischen Angriffs- und prophylaktischen Zügen und gewann sehenswert im Angriff. Ein weiteres Königsindisch war Thema zwischen Christoph und dem Tribschener Lukas Schwander. In einer Sämischvariante steckte Lukas eine Figur ins Geschäft um gegen den in der Mitte gebliebenen König zu spielen. In der hochtaktischen Stellung wurde sein Mut belohnt. Christoph musste sich in einer spannenden Partie geschlagen geben.

Nun spitzte sich die Lage zu und wir lagen mit einem Sieg vorne. Mein Einschätzung zu den verbliebenen Begegnungen war: Jonas steht klar schlechter, Carmi steht besser und Roland steht schlechter. Roland hatte im Turmendspiel einen Bauern weniger der sich am entfernten Flügel befand. Zunächst verteidigte er sich gut. Dann wählte von zwei möglichen Plänen leider den falschen. Durch ein Zwischenschach verlor er dann ein entscheidendes Tempo und somit die Partie. Jonas konnte in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern mit zwei Minusbauern die Türme tauschen. Daraufhin erzwang er das Vorrücken der Bauern und blockierte sie. Die Festung war nicht mehr einzunehmen und die grandiose Rettung perfekt. Carmi hatte wie bereits in der ersten Runde eine gute Partie gezeigt und im Endspiel einen Bauer mehr. Im Gewinnsinne hatte er aber in der Zwischenzeit einiges riskiert und wäre beinahe noch in eine Springergabel gelaufen. Als das remis von Jonas feststand, wickelte er schliesslich ins remis ab. 4-4.

In der nächsten Runde geht’s ins Wallis auf Grossmeisterjagd

- Kasparnbsp]

 

 

1. Runde

Réti 1 2204 4½:3½ Payerne 1 2221
Francesco Antognini
2309 ½:½ Nicolas Grandadam
2304
Jonas Wyss
2256 0:1 Simon Stoeri 2317
Carmi Haas 2186 ½:½ Patrik Grandadam 2285
Kaspar Kappeler
2273 1:0 Theo Stijve
2181
Christian Wagner
2241 1:0 Alex Lienhard
2245
Christian Schmid
2114 ½:½ Florian Zarri
2162
Roland Levrand
2160 0:1 Stéphane Gendre
2156
Vincent Lou
2089 1:0 Noé Duruz
2118

 

Wir freuen uns über den ersten Doppelzähler der neuen Saison! Der 4.5-3.5 Schlussstand wiederspiegelt auch den Spielverlauf – Gegen das starke Team aus Payerne blieb es bis zur letzten Partie umkämpft und spannend.

Vor dem Wettkampf mussten wir kurzfristig auf Peter verzichten. Christian Wagner sprang in der Not ein. Bezeichnenderweise war er es dann auch, der uns in Führung brachte. In einer Karlsbader-Struktur, setzte er nach bekannten Mustern zum Minoritätsangriff an. Bei schlechterer Stellung verkalkulierte sich dann sein Gegner. Davor hatte Christoph ein souveränes Schwarzremis eingefahren. In der Zwischenzeit hatte Francesco am ersten Brett zwei Bauern abgeräumt. Sein Gegner spielte auf Kompensation gegen den weissen König. Das Spiel endete Remis, ohne zu wissen wie das genau ablief. Jonas hatte am zweiten Brett eine etwas bedrückte Stellung. Simon Stoeri hielt den Druck aufrecht bis Jonas fehlgriff und seine Stellung auseinanderfiel.

Nach der Zeitkontrolle waren noch 4 Partien am laufen. Während Carmi im Turmendspiel einen sicheren Sieg mit zwei Mehrbauern einzufahren schien, hatte ich in komplizierter Stellung meinen Gegner ausgetrickst und eine Figur gewonnen. Einzige Schwierigkeit bestand darin die zwei Mehrfreibauern des Gegners in Schach zu halten. Vincent Lou hatte am letzten Brett über weite Strecken eine ausgeglichene Partie geführt, so dass ein Remis zu erwarten war. Roland hatte seine schwierige Mittelspielstellung ins Endspiel gerettet. Leider konnte er dort seine Figuren zu wenig koordinieren und musste aufgeben. Währenddessen konnte Carmi keine Fortschritte erzielen und opferte einer seiner Mehrbauern. Ob die Stellung danach noch gewonnen ist, steht vermutlich im Dvorecki. Carmi musste sich allerdings nach einer starken Vorstellung am dritten Brett doch mit einem Remis begnügen. Im Gegenzug setzte aber Vincent aus heiterem Himmel Matt. So dass ich am Ende den Mannschaftssieg trotz schlechter Technik, ich liess eine beidseitige Damenumwandlung zu, einfahren konnte.

- Kaspar