Réti 1, 2. Bundesliga Zone A (Ost)

 

Schachbund SGM-Seite

Spiellokal: Altersheim Kluspark, Asylstr. 130, 8032 Zürich 

Mannschaftsleiter: Kaspar Kappeler, kasparkappeler@bluewin.ch

Rangliste

Schlussrangliste
1 Valais 11 38½
2 Tribschen 11 32
3 Réti 1 9 29
4 Zürich SG
8 27½
5 Payerne 7 28
6 Schwarz-Weiss Bern
4 25½
7 Zürich Sihlfeld
3 23
8 Baden 3 20

 

7. Runde

Springer Sihlfeld 1 2064 3.5:4.5 Réti 1 2166
Philipp Aeschbach 2314 ½:½ Jonas Wyss 2214
Urs Martin Egli 2043 ½:½ Carmi Haas 2190
René P. Meier 2081 ½:½ Kaspar Kappeler 2268
Hugo Kalbermatter 2151 0:1 Roland Levrand 2147
Daniel Kuchen 2088 0:1 Daniel Borner 2203
Werner Aeschbach 2047 ½:½ Christoph Schmid 2102
Peter Schaudt 1836 ½:½ Rubén Porras Campo 2153
Hermann H. Koch 1950 1:0 Karl-Iversen Lapp 2049

 

Mit einem knappen 4.5-3.5 Sieg im kleinen Derby gegen Zürich Sihlfeld verabschieden wir uns aus der diesjährigen SGM-Saison. Im Schlussklassement können wir noch einen Platz gewinnen und schnappen uns den dritten Platz vom Derbykonkurrenten Nr 1 (der SG Zürich) und sind somit das beste Zürcher Team einer überaus starken Westgruppe!

Die Partien des Wettkampfs begannen zäh. Wenig Dynamik kam aus den Eröffnungen. Mit einer Ausnahme: Iversen begann seine Partie etwas gar flott. Dies vermutlich aufgrund meiner Aussage vor der Runde, dass es bis auf die Platzierung um nicht mehr um viel gehe. Nach einem Bauern wurde von ihm munter noch die Qualität ins Geschäft gesteckt. Der Gegner liess sich wenig beeindrucken, konsolidierte seine Stellung und gewann. Rubén hatte mit seinem königsindischen Aufbau Kompromisslosigkeit signalisiert. Nach vielen Abtauschen war aber schliesslich er es der das Remis offerierte. Jonas hatte gegen ein verkorktes Englisch ein taktisches Motiv zugelassen, welches aber am Ende nur zu Vereinfachungen führte. Auch hier war ein Remis unumgänglich.

Als erster konnte Daniel punkten. Bereits mit guter Kontrolle über den Damenisolani begann er den Druck zu erhöhen. Dass er dadurch aber gleich einzügig eine Dame serviert bekam, geschieht auf Zweit- Bundesliganiveau äussert selten. Auch zum Erstaunen seines Gegners. Die nächste Kuriosität ereignete sich bei Roland. Der Gegner gratulierte ihm zum Sieg auch wenn bei weitem noch nicht alles klar war. Dabei übersah er ein Damenrückzug auf ein Schach welches den in der Luft hängenden Turm überdeckt hätte. Somit lagen wir aus dem Nichts mit einer Länge vorne.

Carmi hatte mehr vom Spiel. Er schnürte seinen Gegner auf den letzten drei Reihen regelrecht ein. Trotz etlichen Versuchen den Gegner zu Fehlern zu verleiten, kam er nicht weiter. Dabei hatte er zu einem Zeitpunkt sogar Glück nicht ausgekontert zu werden. Remis. Ich hatte gegen eine Verschärfung der Stellung nichts einzuwenden. Der Bedenkzeitverbrauch stieg bei beiden dadurch allerdings rasant an. Nach der unvermeidlichen Zeitnot stand eine ungewöhnliche Stellung mit je drei verbundenen Freibauern(!) auf dem Brett. Remis durch Zugwiederholung. Christoph war schliesslich der Spieler, welcher die letzten Züge der Saison ausführte. Dies wie bereits im letzten Jahr. Analog dazu in einem nicht zu gewinnenden Turmendspiel.

Vielen Dank an alle die bei Réti 1 diese Saison im Einsatz standen!

- Kaspar 

 

6. Runde

Baden 1 2099 2.5:5.5 Réti 1 2192
Klaus Klundt 2367 ½:½ Francesco Antognini 2308
Jochem Snuverink 2344 1:0 Kaspar Kappeler 2280
Stefan Bouclainville 2173 0:1 Jonas Wyss 2214
Donjan Rodic 2121 ½:½ Daniel Borner 2218
Werner Brunner 2039 ½:½ Roland Levrand 2171
Matthias Saurer 2064 0:1 Rubén Porras Campo 2143
Yannick Suter 1981 0:1 Christoph Schmid 2107
Heinz Härdi 1703 0:1 David Uhlmann 2093

 

Die von Karl Wilhelm geführte Schachgesellschaft Baden trägt ihre Meisterschaftsspiele im Keller seines Hauses aus. Die engen Verhältnisse waren nur räumlich sichtbar, denn schon früh wurde der Wettkampf zu einer klaren Angelegenheit.

Francesco und Jonas gewannen in der Eröffnung einen respektive zwei Bauern. Christoph hatte mit Schwarz bereits die Initiative übernommen, Daniel schien erdrückenden Vorteil zu haben und auch Rubén hatte gegen einen Chebanenko-Slawen mehr vom Spiel. Als erster hatte aber Roland seine Partie beendet. Remis in total ausgeglichener Stellung. Danach liess sich Christoph einen vollen Zähler gutschreiben. Mit stets aktiven Zügen setzte er seinen Gegner unter Druck und gewann mit einem Fesselungsmotiv Material. Francesco versuchte seinen Mehrbauern zu verwerten. Da er auf der Uhr stark unter Druck geraten ist, führte er eine dreifache Stellungswiederholung zum Remis aus.

Es folgte die einzig kritische Phase im Wettkampf. Ich verlor durch eine Unachtsamkeit eine Figur und hätte mir die weiteren Züge ersparen können, denn der Sieg des Gegners war unumgänglich. Jonas hatte Mühe seine zwei Mehrbauern im ungleichfarbigen Läuferendspiel zu verwerten. Daniel war in starke Zeitnot geraten und verlor einen Bauern. Rubéns Angriff war in vollem Gange aber auch dort war aufgrund der knapp werdenden Zeit der Ausgang unklar. Zudem erhöhte er mit einem Turmopfer die Schlagzahl. Sein Gegner konnte seine Verteidigungskräfte nicht koordinieren und verlor schliesslich auf Zeit. Jonas hatte nach vielen Versuchen den richtigen Plan erspäht. Er liess sich nur kurz aus der Ruhe bringen, da sein Gegner zum wiederholten Male Remis anbot und er sich korrekterweise darüber beschwerte. Kleinlaut gratulierte sein Gegner ihm schliesslich zum Sieg. Daniel hatte nach der Zeitkontrolle ein unvorteilhaftes Turmendspiel. Das Remisangebot seines Gegners kam überraschend wurde aber dankbar angenommen. Somit war der Wettkampf gewonnen. David setzte mit seinem Sieg noch die Prise Klarheit drauf. Obwohl er eine Mehrqualität hatte, war seine Stellung stets unklar.

- Kaspar 

 

5. Runde

Réti 1 2204 3.5:4.5 Zürich SG 1 2228
Francesco Antognini 2308 1:0 Jonathan Rosenthal 2346
Kaspar Kappeler 2280 0:1 Marcel Hug 2349
Jonas Wyss 2214 0:1 Norbert Friedrich 2302
Monika Müller-Seps 2249 ½:½ Filip Daniel Goldstern 2241
Roland Levrand 2171 ½:½ Damien Vincent 2267
Daniel Borner 2218 0:1 Felix Csajka 2225
Christoph Schmid 2107 ½:½ Christian Issler 2043
Peter Pfister 2081 1:0 Boris Haufler 2053

 

In einer Runde in welchem es 2 grosse Überraschungen in der Westgruppe gab (Valais verliert erstmals, SW Bern verliert aufgrund zweier Forfaits gegen Zürich Sihlfeld) verlieren wir das Verfolgerduell gegen die SG Zürich knapp mit 3.5 zu 4.5. Den Partien nach zu urteilen hätten wir mindestens mit einem Remis belohnt werden müssen.

Roland und Christoph bekamen gleichzeitig ein Remisangebot. Während Roland das Angebot annahm, spielte Christoph weiter. Monika konnte gegen Goldstern den Sämisch-Aufbau umschiffen und spielte Sizilianisch mit vertauschten Farben und baldigem Remis. Vor der Zeitkontrolle entschieden sich gleich mehrere Partien. Jonas und Daniel verloren, Peter und Francesco gewannen. Den Sieg Francescos hatte ich dabei am Besten im Blickfeld. Mit akkurater Rechentechnik sicherte er sich sehenswert eine Mehrfigur, die er ohne Probleme verwertete.

Bei ausgeglichenem Zwischenresultat waren nach der Zeitkontrolle nur noch Christoph und ich am spielen. Christoph wollte seine Angriffsposition mit einem Turmopfer krönen. Leider brachte er es einen Zug zu spät an, wo es durchgeschlagen hätte. So kämpfte er am Schluss um das Remis, was ihm auch gelang. Ich griff leider zu dem Zeitpunkt fehl, als ich den lästigen Druck im Mittelspiel endlich losgeworden bin und mich in ein harmlos aussehendes Turmendspiel gerettet hatte. Da ich dieses verlor blieb es bei der unglücklichen Niederlage.

- Kaspar 

 

4. Runde

Réti 1 2212 5:3 Schwarz-Weiss Bern 1 2150
Francesco Antognini 2308 0:1 Markus Klauser 2382
Jonas Wyss 2214 ½:½ Nicolas Curien 2222
Kaspar Kappeler 2280 1:0 Frank Salzgeber 2245
Ruben Garcia Garcia 2256 1:0 Samuel Schweizer 2123
Monika Müller-Seps 2249 1:0 Mathias Leutwyler 2124
Daniel Borner 2218 ½:½ Julian Turkmani 2101
Sharif Mansoor 2089 ½:½ Matthieu Rickly 1962
Peter Pfister 2081 ½:½ Lars Balzer 2038

 

Nach der 6-2-Klatsche im Wallis konnten wir mit einer starken Teamleistung eine Reaktion zeigen und Schwarz-Weiss Bern zuhause 5-3 bezwingen. Einzig Francesco musste sich am ersten Brett IM Markus Klauser geschlagen geben. Mit 5 Mannschaftspunkten liegen wir nun mit Tribschen und der SG Zürich auf dem geteilten zweiten Rang.

Den ersten Punkt sicherte uns Monika bei ihrem Comeback. Ihr Gegner hatte in Londoner Struktur sträflicherweise den schwarzfeldrigen Läufer auf g3 getauscht, was zwar ihre Bauern verdoppelte, Sie in der Folge aber zu einem gefährlichen Angriff auf der h-Linie nutzte. Peter hatte einen eher ungewöhnlichern Aufbau serviert gekriegt, konnte sich mit mutigem Spiel nach vorne ein zügiges Schwarz-Remis sichern. Ruben G sicherte sich gegen Samuel Schweizer schon früh die Oberhand und liess sich nicht mehr von der Siegesstrasse abbringen. Interessant war, dass er über mehrere Züge den Qualitätsgewinn ausliess und anstattdessen zu einem diskussionlosen Mehrbauern abwickelte. Ich konnte meinem Ex-Teamkameraden einen unschönen Doppelbauer auf der d-Linie anhängen. Durch das Erzwingen einer weiteren Schwäche am Königsflügel fiel seine Stellung wie ein Kartenhaus zusammen. Daniel stand die gesamte Partie über unbequem, konnte bei fortgeschrittener Spieldauer aufgrund eines unglücklich postierten Springers des Gegners genügend Gegenspiel für ein Remis erlangen.

Sharif sicherte uns schliesslich mit seinem Remis den Mannschaftssieg in einer unübersichtlichen Partie mit Figurenopfer und Turmangebot! Dies war bitter nötig, da unsere beiden Topbretter jeweils in schwierige Turmendspiele mit Minusbauer gelandet waren. Während Francesco seine Stellung nicht mehr halten konnte, bewies Jonas zum zweiten Heimspiel in Folge Zähigkeit im Endspiel und sicherte mit einer starken Verteidigungsleistung sein Remis und das 5-3 Schlussresultat.

- Kaspar 

 

3. Runde

Valais 1 2326 6:2 Réti 1 2176
Igor Khenkin 2575 1:0 Francesco Antognini 2308
Christian Bauer 2672 1:0 Jonas Wyss 2214
Spyridon Skembris 2407 1:0 Kaspar Kappeler 2280
Mihajlo Stojanovic 2511 1:0 Daniel Borner 2218
Judith Fuchs 2289 1:0 Roland Levrand 2171
Pascal Vianin 2196 0:1 Sharif Mansoor 2089
Eddy Beney 1970 ½:½ Vincent Lou 2131
Alexandre Zaza 1985 ½:½ Fabian Lang 1996

 

Für die dritte Runde reisten wir nach Sierre ins Wallis. Bei traumhaften Bedingungen wurden im Zug die Varianten geschliffen und Taktik geübt, um gegen das scheinbar übermächtige Team standhalten zu können. Am Ende der Runde hatten wir schliesslich die Gewissheit, dass die Equipe aus dem Wallis doch eine Nummer zu gross war. Gegen geballte Grossmeisterstärke kamen wir an den ersten 5 Brettern regelrecht unter die Räder.

Francesco stand gegen Igor Khenkin nach einer Nimzoindischen Verteidigung zunächst gut. Im Verlauf des Mittelspiels kam seine Stellung stärker unter Druck. Khenkin nutzte schliesslich eine Fesslung zu einem Figurengewinn. Jonas wurde von Christian Bauer bereits in der Eröffnung mit einer ungewöhnlichen Verteidigung konfrontiert. Daraus konnte Jonas keinen Profit ziehen und sah wie bereits nach der Eröffnung die Initiative beim Gegner lag. Sein König kam so stark unter Druck, dass er sich am Ende entschied sich sehenswert mattsetzen zu lassen. Ich hatte mir gegen Skembris eine gute Stellung erarbeitet, entschied mich in kritischer Stellung allerdings den falschen Läufer zu schlagen. Dies brachte mir zunächst zwar zwei Bauern ein. Im Endspiel musste ich diese allerdings wieder zurückgeben. Eine unpräzise Verteidigung führte schliesslich dazu, dass ich die Partie sogar noch verlor. Daniel hatte am vierten Brett gegen Mihajlo zu spielen, welcher uns im Vorfeld gefragt hatte ob es für uns in Ordnung wäre wenn er gegen uns spielt. Daniel ging mutig zu Werke, wurde von Mihajlo mit übersichtlichem Spiel aber ausgekontert. Roland hatte gegen die Frauengrossmeisterin Judith Fuchs zu spielen. Gegen die Pirc Verteidigung tauschte sie klassisch die schwarzfeldrigen Läufer ab und griff am Königsflügel an. Wie sich die Partie weiterentwickelte, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Auch Roland musste die Waffen strecken.

Eine starke Angriffspartie spielte Sharif. Nach der Larsen-Eröffnung konzentrierte er sich darauf mit der nötigen Übersicht den gegnerische König mattzusetzen. So einfach ist das! Gratulation! Vincent hatte die längste Partie, und drückte einmal mit nur noch einer Sekunde auf die Uhr. Das sich auf dem Brett befindende Damenendspiel ohne Zeit zu spielen war allerdings auch sehr schwer. Schade, dass er seine Chancen zuvor nicht nutzte. Remis. Fabian hatte am letzten Brett gegen einen Junior leichten Vorteil aus der Eröffnung. Die Begegnung endete noch vor der Zeitnot mit remis.

- Kaspar 

 

2. Runde

Réti 1 2170 4:4 Tribschen 1 2209
Jonas Wyss 2256 ½:½ Davide Arcuti 
2329
Kaspar Kappeler 2273 ½:½ Christoph Schild 
2317
Carmi Haas 2186 ½:½ Kevin Cremer 
2216
Roland Levrand 2162 0:1 Lubomir Kovac  
2277
Daniel Borner 2180 1:0 Werner Kaufmann 
2200
Rubén Porras Campo 2128 1:0 Daniel Lustenberger 
2212
Christoph Schmid 2130 0:1 Lukas Schwander 2146
Karl-Iversen Lapp 2045 ½:½ Frank Neubert  1978

 

Der umkämpfte Wettkampf gegen ein stark angetretenes Tribschen endete nach fast 6-stündiger Spielzeit unentschieden. Die turbulente Schlussphase hätte in beide Richtungen kippen können... doch der Reihe nach:

Das Spiel begann mit einem Schwarzremis am achten Brett von Iversen. In einem Vierspringerspiel spielte er das extravagante aber völlig vollwertige 4. ... Ld6. In einem ausgeglichenen Endspiel wurde remis vereinbart. Daniel konnte bei seinem Saisondebut gleich zuschlagen. Im Läuferspiel manövrierte er seine Springer prinzipiell zum Königsflügel und installierte einen auf f5. In bereits schlechterer Stellung griff dann sein Gegner fehl. Ich geriet aus der Eröffnung heraus sowohl auf dem  Brett und auf der Uhr unter Druck. Nach einem erzwungenen Bauernopfer musste ich zudem in den Damentausch einwilligen. In gewonnener Stellung verpasste mein Gegner dann aber den endgültigen k-o Schlag. Als sein Vorteil schwand bot er mir in meiner anhaltenden Zeitnot remis an. Eine Glanzvorstellung lieferte Rubén mit Schwarz spielend am sechsten Brett ab. In einem Königsinder fand er die Balance zwischen Angriffs- und prophylaktischen Zügen und gewann sehenswert im Angriff. Ein weiteres Königsindisch war Thema zwischen Christoph und dem Tribschener Lukas Schwander. In einer Sämischvariante steckte Lukas eine Figur ins Geschäft um gegen den in der Mitte gebliebenen König zu spielen. In der hochtaktischen Stellung wurde sein Mut belohnt. Christoph musste sich in einer spannenden Partie geschlagen geben.

Nun spitzte sich die Lage zu und wir lagen mit einem Sieg vorne. Mein Einschätzung zu den verbliebenen Begegnungen war: Jonas steht klar schlechter, Carmi steht besser und Roland steht schlechter. Roland hatte im Turmendspiel einen Bauern weniger der sich am entfernten Flügel befand. Zunächst verteidigte er sich gut. Dann wählte von zwei möglichen Plänen leider den falschen. Durch ein Zwischenschach verlor er dann ein entscheidendes Tempo und somit die Partie. Jonas konnte in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern mit zwei Minusbauern die Türme tauschen. Daraufhin erzwang er das Vorrücken der Bauern und blockierte sie. Die Festung war nicht mehr einzunehmen und die grandiose Rettung perfekt. Carmi hatte wie bereits in der ersten Runde eine gute Partie gezeigt und im Endspiel einen Bauer mehr. Im Gewinnsinne hatte er aber in der Zwischenzeit einiges riskiert und wäre beinahe noch in eine Springergabel gelaufen. Als das remis von Jonas feststand, wickelte er schliesslich ins remis ab. 4-4. In der nächsten Runde geht’s ins Wallis auf Grossmeisterjagd!

- Kaspar

 

 

1. Runde

Réti 1 2204 4½:3½ Payerne 1 2221
Francesco Antognini
2309 ½:½ Nicolas Grandadam
2304
Jonas Wyss
2256 0:1 Simon Stoeri 2317
Carmi Haas 2186 ½:½ Patrik Grandadam 2285
Kaspar Kappeler
2273 1:0 Theo Stijve
2181
Christian Wagner
2241 1:0 Alex Lienhard
2245
Christian Schmid
2114 ½:½ Florian Zarri
2162
Roland Levrand
2160 0:1 Stéphane Gendre
2156
Vincent Lou
2089 1:0 Noé Duruz
2118

 

Wir freuen uns über den ersten Doppelzähler der neuen Saison! Der 4.5-3.5 Schlussstand wiederspiegelt auch den Spielverlauf – Gegen das starke Team aus Payerne blieb es bis zur letzten Partie umkämpft und spannend.

Vor dem Wettkampf mussten wir kurzfristig auf Peter verzichten. Christian Wagner sprang in der Not ein. Bezeichnenderweise war er es dann auch, der uns in Führung brachte. In einer Karlsbader-Struktur, setzte er nach bekannten Mustern zum Minoritätsangriff an. Bei schlechterer Stellung verkalkulierte sich dann sein Gegner. Davor hatte Christoph ein souveränes Schwarzremis eingefahren. In der Zwischenzeit hatte Francesco am ersten Brett zwei Bauern abgeräumt. Sein Gegner spielte auf Kompensation gegen den weissen König. Das Spiel endete Remis, ohne zu wissen wie das genau ablief. Jonas hatte am zweiten Brett eine etwas bedrückte Stellung. Simon Stoeri hielt den Druck aufrecht bis Jonas fehlgriff und seine Stellung auseinanderfiel.

Nach der Zeitkontrolle waren noch 4 Partien am laufen. Während Carmi im Turmendspiel einen sicheren Sieg mit zwei Mehrbauern einzufahren schien, hatte ich in komplizierter Stellung meinen Gegner ausgetrickst und eine Figur gewonnen. Einzige Schwierigkeit bestand darin die zwei Mehrfreibauern des Gegners in Schach zu halten. Vincent Lou hatte am letzten Brett über weite Strecken eine ausgeglichene Partie geführt, so dass ein Remis zu erwarten war. Roland hatte seine schwierige Mittelspielstellung ins Endspiel gerettet. Leider konnte er dort seine Figuren zu wenig koordinieren und musste aufgeben. Währenddessen konnte Carmi keine Fortschritte erzielen und opferte einer seiner Mehrbauern. Ob die Stellung danach noch gewonnen ist, steht vermutlich im Dvorecki. Carmi musste sich allerdings nach einer starken Vorstellung am dritten Brett doch mit einem Remis begnügen. Im Gegenzug setzte aber Vincent aus heiterem Himmel Matt. So dass ich am Ende den Mannschaftssieg trotz schlechter Technik, ich liess eine beidseitige Damenumwandlung zu, einfahren konnte.

- Kaspar