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SMM 780

2010


SMM 6. Runde 2. KORR




Team Réti 1 780

Réti 1 - Nationalliga B Ost
Altersheim Kluspark, Asylstrasse 130, 8032 Zürich
Teamleiter: Roman Schnelli, Kolbenacker 24, 8052 Zürich
P 044 941 85 35, N 078 754 30 55
roman©schnelli.com

Spieltag: Sonntag


Runde 1:

Baden2155-Réti 124231: 7 
Stefan Bouclainville2238-Vadim Milov 26700 : 1
FF0-Florian Jenni25290 : 1
Udo Düssel2271-Mihajlo Stojanovic25630 : 1
Donjan Rodic2114-Severin Papa24330 : 1
Werner Brunner2144-Thomas Pähtz2355½:½
Helmut Eidinger2095-Peyman Mohajerin23700 : 1
Daniel Giudici2128-Matthias Gantner22380 : 1
Panayotis Adamantidis2094-Markus Kauch2225½:½


Adrian, wohlwollend :Das Team Réti 1, mit einem ELO-Durchschnitt von >2400 das stärkste je existierende Réti-Team, spielte am Sonntag gegen Baden 1, den Aufstiegskandidaten des letzten Jahres. Diesem starken Réti-Team war Baden nicht gewachsen. An Brett 2 gewann GM Florian Jenni bereits nach dem Zug e4, da er forfait gewann. Als nächster erledigte sich unser zweiter Topspieler GM Vadim Milov seiner Aufgabe und gewann gegen Bouclainville virtuos-solid. Danach kehrte eine kleine Pause ein bis es dann Schlag auf Schlag ging: zuerst remisierte Thomas Pähtz gegen Brunner, dann gewann Peymann Esfahani wie üblich in seiner bestechenden Art gegen Eidinger und Markus Kauch remisierte gegen Adamantidis. Auch unser neuer Spieler Matthias Gantner gewann nun seine Partie solide. Severin Papa brachte gegen Rodic ebenfalls einen ganzen Punkt in den Scherme. So warteten wir noch auf das Resultat unseres dritten Grossmeisters Mihajlo Stojanovic, dessen Partie zwar am längsten dauerte, doch positionell schon längstens entschieden war. So begann Réti 1 seine Saison in der Nationalliga B mit einem diskussionslosen 7:1 Sieg.“

Runde 2:

Réti 12365-Engadin 121743½ : 3½
Vadim Milov 2671-Atlas Valery24270 : 1
Florian Jenni2537-Wyss Jonas2294½:½
Mihajlo Stojanovic2552-Benedict Hasenohr2243½:½
Severin Papa2426-Dimitry Atlas2259½:½
Lorenz Wüthrich2108-Samuel Nogler2012½:½
Matthias Gantner2254-Toni Preziuso2072½:½
Adrian Siegel2008-Christian Binggeli19150 : 1
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auch Roman las es vor Tische anders: „Réti 1 erreicht nur Unentschieden
Am Sonntag fehlen zum Spielbeginn 2 Spieler, in einer Blitzaktion kann ein Spieler ersetzt werden, das andere Brett muss forfait gegeben werden. Nur dank dem Missgeschick von Engadin, dessen Spieler5 Minuten nach Ablauf der Respektfrist eintrifft, geraten wir nicht frühzeitig ins Hintertreffen. Die Begegnung steht aber trotzdem für uns unter einem schlechten Stern. Am ersten Brett erzielt Vadim einen souveränen Sieg. Jonas Wyss und Benedict Hasenohr spielen an den Brettern 2 und 3 je ein Unentschieden gegen unsere GM Florian und Mischa heraus. Auch Severin kommt am 4. Brett leider nicht über das Remis hinaus. Lorenz kämpft am 5. Brett um den vollen Punkt, kann aber trotz schönem Spiel den Sack nicht zumachen. Matthias und Toni Prezusio näherten sich in langsamen Bahnen dem Unentschieden und Adrian musste sich am 8. Brett schliesslich dem Dauerdruck ergeben.Mit diesem Unentschieden hat sich die Ausgangslage etwas verschlechtert. Gegen Mendrisio ist ein Sieg Pflicht „

SMM 2. Rd. Jenny

Runde 3:

Réti 12402-Bodan123156 : 2
Vadim Milov 2671-Alfred Weindl23651 : 0
Mihajlo Stojanovic2552-Frank Zeller24471 : 0
Florian Jenni2537-Dieter Knödler23421 : 0
Thomas Pähtz2350-Theo Hommeles 2410½:½
Peyman Mohajerin2373-Marcel Wildi 2273½:½
Severin Papa2426-André Fischer22281 : 0
Matthias Gantner2254-Andreas Modler22611 : 0
Ruben Porras Campo2051-Michael Schmid 21970 : 1


Réti 1 3. Runde

Roman, zufrieden: “Nachdem die SMM-Woche für Réti bislang alles andere als glücklich verlief, hoffte der Schreibende, dass sich wenigstens die 1. Mannschaft nicht vom Pech anstecken liess. Das 6-2, welches wir am Ende gegen Bodan erreichten, verdeckt, dass es nicht immer rosig ausgesehen hatte und wir für diesen hohen Sieg auch Glück benötigten. Peyman remisierte als erster. Er hatte in seinen Berechnungen ein Feld übersehen, auf welchem sich der gegnerische Springer prompt einnisten konnte. Das GM-Trio holte an den vorderen Brettern drei volle Punkte. Severin und Matthias erzielten schöne Siege. Thomas hielt dem Druck seines Gegners stand und remisierte. Ruben zeigte sich bei seinem Einstand kämpferisch, musste sich zuletzt aber doch dem Angriff des Mannschaftsleiters von Bodan beugen. Wir bleiben im Rennen um den Aufstiegsplatz und haben nun etwas Pause, bevor es im Juni an die wichtigen Matches gegen Nimzowitsch und Mendrisio geht“.

Runde 4:

Réti 12403-Nimzowitsch 121816½ : 1½
Vadim Milov2676-Markus Regez22391 : 0
Florian Jenni2532-Christoph Drechsler22491 : 0
Mihajlo Stojanovic2561-Carmi Haas2198½:½
Mohajerin Esfahani Mohajerin2371-Gary Krähenbühl22401 : 0
Severin Papa2426-Sladjan Jovanovic21681 : 0
Thomas Pähtz2352-Martin Stehli21251 : 0
Matthias Gantner2258-Perparim Bajraktari21531 : 0
Ruben Porras Campo2045-Volker Baur20790 : 1


Roman Schnelli erfreut: “Réti 1 reiht sich in die Siegesserie der anderen SMM-Réti-Mannschaften ein und gewinnt das Derby mit Nimzowitsch.
In der Begegnung Réti-Nimzowitsch erlebten die Aktiven und einige Zaungäste hoch-spannende Partien. An mehreren Brettern wurde mit unausgewogenem Materialgewicht gekämpft und das Match verlief lange dementsprechend ausgeglichen.
Vadim hatte das Chaos auf dem Brett etwas besser im Griff als Markus Regez und gewann. Florian beschwor mittels Figurenopfer und der Angriffstruppe Turm plus Springer einen schönen Angriffszauber herauf, welchem Christoph Drechsler nichts entgegen zu setzten hatte. Carmi Haas verpasst gegen Mischa den Sieg und Mischa hielt seine Stellung mit Läufer gegen Dame zusammen! Peyman rang lange und schliesslich erfolgreich um den Sieg, den er dank seinen profunden Endspielkenntnissen erreichte. Severin und Thomas kamen zu ungefährdeten Siegen, Matthias zu einem etwas glückhaften. Ruben -etwas angeschlagen - verlor leider.
Etwas zu wünschen übrig liess der Teamgeist, trafen sich nämlich nur Florian und Roman zu einem Siegesbier. Jener wird hoffentlich im Tessiner Abenteuer in der nächsten Runde gestärkt, zumal das Team in corpore am Samstag anreisen wird.

Runde 5:

Mendrisio 12429-Réti 124103 : 5
Laurent Fressinet 2672Mihajlo Stojanovic2561½:½
Fabio Bellini2504-Florian Jenni2532½:½
Micherle Godena2513-Vadim Milov2676½:½
Renzo Mantovani2379-Peyman Mohajerin Esfahani 23710 : 1
Guilio Borgo2430-Severin Papa2426½:½
Emiliano Aranovitch2301-Matthias Gantner22580 : 1
Yelena Sedina2342-Thomas Pähtz2352½:½
FabrizioPatuzzo2293-Lorenz Wüthrich2105½:½


Adrians Bericht: Ein kleiner Schritt für Réti, ein grosser Schritt für den Teamleiter - um mich fremden Worten anzulehnen. Oder, wie Markus Angst vom SSB schreibt: Réti gewinnt den Gigantenkampf. Zur optimalen Vorbereitung (Ausgangslage: Réti musste wegen des dumm verlorenen Mannschaftspunktes gegen Engadin das Match gewinnen), reiste das erste Réti Team bereits am Samstag nach Chiasso, wo das eventuell vorentscheidende Spiel gegen den letztjährigen Nationalliga A-Absteiger Mendrisio stattfinden sollte. Nach gemütlichem Zusammensein der Rétianer am Samstag Abend, konnte das Match am Sonntag beginnen. Es sollte sich zeigen, dass sich Réti in jeglicher Hinsicht optimal auf seinen Gegner einstellte. – Doch nun der Reihe nach: Am ersten Brett gewann Mihajlo Stojanovic gegen Mendrisios Starspieler Fressinet einen Bauer nach dem anderen, wenn auch Fressinet dafür Angriff erhielt. Dennoch wog Fressinets Angriff die beiden Minusbauern nicht richtig auf, doch man einigte sich auf ein (ausgespieltes) Remis. Als nächstes remisierte Thomas Pähtz gegen WGM Sedina in einer schönen Partie. Dann kam der erste Vollerfolg: Matthias Gantner bezwang den in Zeitnot gekommenen und eine Qualität im Hintertreffen spielende Aranovich. Matthias wickelte in ein gewonnenes König+Turm+2 verbundene Bauern gegen König+Turm Endspiel ab ... Mit einem Punkt Vorsprung liess es sich nun die restlichen Partien einfacher verfolgen und es wurde gleich noch besser, da Peyman Mohajerin – once again – seine Stellung gegen Mantovani brilliant zum Sieg verwertete. So führten wir also +2 und von den restlichen Brettern sahen unsere Top-Spieler nur Lorenz am 8. Brett auf Verlust, während die anderen Bretter mindestens Remis sein sollten – dies hätte also gereicht. Doch nun weiter im Text: Als nächstes einigte sich Florian Jenni gegen Bellini auf Remis, da beide in einem schwierig erreichten Endspiel nicht weiter kamen. Dann remisierte auch Severin Papa gegen Borgo und das erfreuliche Mannschaftsresultat stand ganz nahe vor der Türe, da Vadim Milov mit Mehrqualität um den Sieg kämpfte. Man einigte sich dann aber zwischen Milov und Godena auf Remis, so dass dem letzten Spiel von Lorenz keine Bedeutung mehr zukam. Doch dies hiess nicht, dass Lorenz einfach die Segel strich: In einem aktiv und einfallsreich geführten Turmendspiel erreichte er trotz 2 Minusbauern eine Festung für seinen König, der die gegnerischen 4 Bauern paralysierte und so war auch hier Remis der einzig mögliche Ausgang. So durfte Réti mit einem 5:3 Sieg beschwingt die Heimreise antreten. Während der Mannschaftscaptain nach 6,5 Stunden Oberaufsicht groggy im Zugsitz hing, musste er doch gewisse übereilige Aufstiegs-Vorfreuden gleich unterbinden, denn wir haben erst einen kleinen Schritt geschafft – die beschwerliche Bewährungsprobe folgt erst ...


Runde 6:

Wollishofen 22108-Réti 123481½ : 6½
Thomas Wyss2248Vadim Milov26740 : 1
Daniel Good 2201-Florian Jenni2557½:½
Martin Albisetti2216-Severin Papa24290 : 1
Patrick Eschmann2096-Thomas Pähtz23550 : 1
Georg Kradolfer2162-Matthias Gantner22730 : 1
Frank Schmidbauer 2042-Peyman Mohajerin Esfahani 23840 : 1
Reiner Schnorrberger1999-Roman Schnelli2041½:½
Tim von Flüe1900-Peter Meier2070½:½


7. Runde: 26.09.10 Réti - Winterthur 2
8. Runde: 02.10.10 St. Gallen - Réti
9. Runde: 03.10.10 Réti - SG Zürich 2





Team Réti 2 780

Réti 2 - 2. LIGA 402 Ost 2
Altersheim Kluspark, Asylstrasse 130, 8032 Zürich
Teamleiter: Torsten Meyer, Oerlikonerstr. 31, 8057 Zürich
N 076 227 16 96, torsten.meyer©idb.arch.ethz.ch

Spieltag: Samstag


Runde 1:

Réti 22038-Bodan 318805 : 1
Lorenz Wüthrich2116-Jürg Walter Morf19351 : 0
Mirko Elsener1972-Dietmar Panek1966½ :  ½
Peter Walpen2093-Ralf Heckmann 19201 : 0
Schnelli Roman2019-Martin Hirzel 1867½ :  ½
Robert Hauser 2034-Stefan Frommherz18511 : 0
Alexander Türk1993-David Steiger17401 : 0


SMM Réti 2 2010

Alexander, sachlich-schachlich: Am Samstag traten wir gegen Bodan 3 im Klusplatz an. Torsten Meyer hatte die Absage von zwei Spielern zu verkraften, so dass das Jungtalent Mirko und der Berichterstatter nachrückten. Wohl dem, der solche Sorgen hat und beim Ausfall von zwei Spielern immer noch weitere 2000er ins Rennen schicken kann. Um es kurz zu machen, wir waren mit einer Mannschaft mit einem Schnitt von über 2050 hoher Favorit gegen die Gegner aus Bodan und wurden unser Favoritenrolle am Ende mit einem überlegenen 5:1 gerecht. Besonders beeindruckend waren Peters und Roberts Siege. Während Peter seinen Gegner in (ich glaube es war ein vier Bauern-Angriff) überrannte, presste Robert wie ein Ringer dem Gegner Stück um Stück die Luft raus. Roman, der zwischenzeitlich nicht so gut stand und Mirko einigten sich mit ihren Gegnern auf Remis und Lorenz und der Berichterstatter gewannen ihre Partien sicher. Der anschliessende Restaurantbesuch wurde dazu genutzt die Partien zu analysieren. So sollten Mannschaftskämpfe sein.

Runde 2:

Glarus1969-Réti 220101½ : 4½
Martin Jenny1982-Peter Meier20360 : 1
Oswald Bürgi2125-Robert Hauser20340 : 1
Rolf Danz 1696-Roman Schnelli2006½ : ½
Martin Dürst1965-Stefan Berger2003½ : ½
Werner Ziltener2079-Edmund Hofstetter1999½ : ½
Peter Fuchs 1964-Patrick Gsell19810 : 1


Torsten, etwas atemlos, aber erleichtert: Am Ende stand ein deutlicher Sieg, doch war es, trotz scheinbar gelungenen Starts, ein weiter Weg. Entspannt blickte der non palying captain nach einer knappen Stunde auf die Bretter: Edmund undRoman waren perfekt aus der Eröffnung herausgekommen, beide hatten bereits einen Bauern mehr; Peters und Roberts Stellungen schienen unklar, Stefan stand, trotz überflüssigem Tempoverlust, wohl minimal besser und Patrick spielte sein Königsgambit souverän. Doch dann kam alles anders, plötzlich verrechnete sich Roman, aus dem Mehrbauern wurde eineMinusfigur für 2 Bauern, Stefan wählte einen falschen Plan und stand schlecht, Roberts Stellung sah verdächtig aus, Peters nach wie vor unklar, Edmund investierte viel Zeit, einen Plan zur Verwertung des Mehrbauerns zu finden, nur Patrick verdichtete seinen Vorteil konsequent. Und es sollte noch schlimmer kommen: Stefan wurde von seinem Gegner immer stärker unter Druck gesetzt, seine Stellung verschlechterte sich beinahe mit jeden Zug, Robert gewann zwar einen Bauern, doch seine Königsstellung sah löcherig aus, Romans Gegner spielte das entstehende Endspiel zunächst stark, Edmund sucht noch immer den Plan zur Vorteilsverwertung, Patrick verstärkte seinen Druck konsequent und, erfreulicherweise für Réti, begann Peters Gegner zunehmend planlos zu agieren. Alles sah dennoch nach einem knappen Ergebnis aus, umso erfreulicher, dass Patrick nach gut drei Stunden Reti in Führung brachte, denn Stefan verwaltete zu diesem Zeitpunkt nur noch seine sich verschlechternde Stellung. Ebenso erfreulich allerdings auch, dass Romans Gegner in gewonnener Stellung den einzigen Zug fand, der den Gewinn ausliess. Und dann überschlugen sich die Ereignisse, Roberts Gegner schien ein wenig den Faden zu verlieren, die sehr scharfe und unklare Stellung kippte zu Roberts Gunsten, Stefan fand in hochgradiger Zeitnot den rettenden Trick, Peter, nachdem sein Damenflügelspiel nicht mit den strategisch richtigen Spiel im Zentrum beantwortet wurde, stand vorteilhaft, Edmund begann konsequent die Figuren zu tauschen. Nach vier Stunden zeichnete sich der deutliche Sieg dann auch ab, Roman und Stefan erreichten, Dank unbeugsamen Kampfgeist, den Remishafen, Robert gewann nach chaotischer Zeitnotschlacht, Peter und Edmund standen auf Gewinn, wobei ersterer den vollen Punkt rasch einfuhr, Edmund hingegen sein Turmendspiel mit Mehrbauern letztendlich Remis gab und uns so eine frühere Heimfahrt erlaubte. Lange Rede, kurzer Sinn: Ein wenig Glück gehabt, doch Reti 2 bleibt auf Aufstiegskurs.

Runde 3:

Réti 22094-Bellinzona 120213 : 3
Markus Alexander Kauch2222-Luciano Mella21331 : 0
Edmund Hofstetter 1999-Paolo Marcoli 21650 : 1
Peter Meier 2036-Edy Dell  Ambrogio20921 : 0
Peter Walpen2107-Michele Gervasoni1933½ : ½
Monika Seps2192-Rolando Caretti00 : 1
Adrian Siegel2008-Jacopo Mandozzi1859½ : ½


Torsten, werweissend: “Wir haben doch keine Chance gegen Euch!“ – mit diesem Satz begann der Dialog der beiden captains bei ihren gemeinsamen Zigarettenpausen. Vielleicht malte Rolando Caretti einfach nur bewusst schwarz, doch zumindest in den ersten beiden Stunden des Matches Reti 2 – Bellinzona 1 war die Antwort, „Entschieden wird auf dem Brett“, nicht nur ein Gebot der Gastfreundschaft, sondern entsprach auch dem offenen Verlauf des Mannschaftskampfes. Als Adrian jedoch eine gute Stunde später anfragte, ob er Remis anbieten könne, konnte der non playing captain diese Entscheidung lakonisch in Adrians Hände legen, liess doch die Stellungsbeurteilung nun auf einen positiven Verlauf zugunsten Retis hoffen. Adrian, der in seinem Franzosen nach einem korrekten und einem, bestenfalls als dubios zu bezeichneten, zweiten Bauernopfer, Ausgleich erzielt hatte, investierte nun seinerseits noch Zeit, bevor er sein Remisangebot unterbreitete, das auch nach einigen Minuten akzeptiert wurde. Dass Reti 2 nur wenig später in Rückstand geriet, war absehbar: Edmund, der in einer hyperscharfen Variante seines geliebten Naidorfs ein bis zwei Ungenauigkeiten beging, sah sich einem nicht parierbaren Königsangriff ausgesetzt, den sein Gegner in eben so schöner, wie souveräner Manier zur Führung Bellinzonas verwertete. Ebenso erwartet glich nur wenig später Markus aus. Obgleich in der Analyse gewohnt selbstkritisch, hinterliess sein Spiel gegen eine Holländische Struktur im Engländer einen bleibenden Eindruck, vor allem wie er den wohl spielentscheidenden Fehler seines Gegners mit wenigen, kraftvollen Zügen ausnutzte, war sehenswert. Vor Ende der 4ten Stunden liefen somit noch drei Partien, die alle vorteilhaft für Reti standen. Ein Fall „akuter Schachblindheit“ (Monika) drohte dann jedoch eine Trendwende einzuläuten. Trotz mangelnder Spielpraxis spielte Monika zügig in der Eröffnung, konnte sich dann aber nicht mehr erinnern, ob sie den auf b4 auftauchenden schwarzen Bauern im Sizilianer nehmen sollte, investierte viel Zeit für ihre Entscheidung, um anschliessend einen sehenswerten Königsangriff zu lancieren. Doch als alles für ihren Sieg sprach, trat er eben ein, der Fall „akuter Schachblindheit“. So lag Reti 2 knapp vor Ende der >regulären Spielzeit< unerwartet, und bei aller freundschaftlichen Objektivität gegenüber unseren Tessiner Gästen, auch unverdient zurück. Dass die Moral stimmte, sollte allerdings die letzte, laufende und spielentscheidende Partie nachhaltig unterstreichen. Doch zuvor stelle Peter Meier den Ausgleich her. In der Eröffnung entschied sich Peter, seinem Gegner das Läuferpaar zu zugestehen, allerdings zahlte dieser einer hohen, strukturellen Preis. Als in der Folge dann das Läuferpaar gegen Peters Springer vom Brett verschwand, auch noch Peters Bauernopfer angenommen wurde, drangen Peters Schwerfiguren entscheidend in die schwarze Stellung ein, die nur noch kurze Zeit dem druckvollen Spiel des Weissen Stand halten konnte. So lautete der Zwischenstand nach vier Stunden mithin 2,5 : 2,5, damit hing alles vom Ausgang der Partie Peter Walpens ab. Peters Gegner hatte im Caro Kan frühzeitig einen Bauern geopfert, dafür einen vorgerückten Freibauern auf der h- Linie bilden können. Um diesen Bauern drehte sich die gesamte Partie, beide Parteien mussten ihre verbleibenden Kräfte auf diesen, aber auch auf den zwischenzeitlich entstandenen g- Freibauern Peters konzentrieren, so dass der Mehrbauer scheinbar wenig ins Gewicht fiel. Seine Verwertung gestaltete sich schwierig, und als Peter anfing, aktiv im Dienste der Mannschaft zu spielen, wogte die Partie in der >Verlängerung< hin und her. Bald schien es den Kiebitzen so, als würde Peter verlieren, dann vermeinten sie einen Gewinn zu sehen, doch am Ende stand ein theoretisch remises Turmendspiel. Vielleicht, so liesse sich unken, hat Reti 2 bereits gegen Glarus das Saisonglück aufgebraucht, vielleicht aber hatten unsere Tessiner Gäste, die nur knapp in der 2. Runde gegen Zug verloren, diesmal Caissa auf ihrer Seite. Wie dem sei, noch kampiert Reti auf dem zweiten Platz und hat es in der nächsten Runde gegen Zug selbst in der Hand, entspannt in die alsbald anstehende Sommerpause zu gehen.


Runde 4:

Zug 12054-Réti 221052 : 4
Michael Zuber 2038-Roman Schnelli½ : ½
Roman Deuber1949-Monika Seps½ : ½
Serge Wilhelm 2109-Vincent Kriste0 : 1
Willi Dürig2145-Lorenz Wüthrich0 : 1
Dirk Lambrecht2041-Peter Meier½ : ½
Hans Speck2041-Peter Walpen½ : ½


„Nein, nicht doch die Sardinenbüchse!“ – Aha, man lernt nie aus, welche Spitznamen Züge erhalten können, der Cisalpino, ist sicher nicht der komfortabelste Zug, aber so eng schien er mir dann doch nie gewesen zu sein. Die Sardinenbüchse erwies sich, da wenig Sardinen, sprich: Passagiere, an Bord waren, als durchaus bequem, Sitzplätze gabs also genug, nur leider sollte die Freude hierüber im Team rasch verfliegen, besser vielleicht „verstehen“; kaum angerollt hielt unser Gefährt bereits im Tunnel vor Thalwil. Lorenz Hinweis auf das in der Tunnelwand angebrachte, nun leuchtende Schild „Nothalt ausgelöst“ warf Fragen auf, wie es denn „weiterstehen“, von fahren konnte keine Rede sein, sollte. Schön, dass die freundlichen Hinweise des Zugpersonals, man hätte ein grösseres Problem, das Licht müsse gelöscht und das System neu gestartet werden, bald via Bordlautsprecher erfolgten; allerdings hinterliessen diese bei uns auch keinen Optimismus, das es bald weitergehen würde. Die pragmatische Lösung tönte dann auch wenig später aus den Lautsprechern, man müsse wohl aus dem Zug aussteigen und den Rückweg nach Zürich antreten. Flugs versuchte Roman, dessen Natel zumindest noch Empfang hatte, Markus Angst, Willi Dürig und Monika, die wohlweislich mit dem Auto anreiste, über unser bevorstehendes Abenteuer zu informieren und zu klären, was denn nun sei, wenn ... Gut, dass das „wenn“ nicht eintrat und nach 30 Minuten Tunnelaufenthalt die Sardinenbüchse im Schneckentempo die Fahrt wieder aufnahm und um 14.00 Uhr in Zug einfuhr, hielt und die Türen geöffnet werden konnten. So erreichten wir also, mit Ausnahme von Monika und Peter Walpen, verspätet den Spielort. Während Südkorea bereits mit 1:0 gegen Griechenland führte, der zweite richtige WM Tipp meinerseits, hatten Willi Dürigs Mannen fair auf uns gewartet, die Uhren waren nicht angeschaltet und uns somit kein Nachteil entstanden. Rasch noch einen letzten Blick auf den Bildschirm, schon ging es ans Werk und es entwickelte sich ein Match, wie es einem Spitzenspiel der Gruppe angemessen war. Peter Walpen war der erste, der anfragte, ob er Remis anbieten könne; in einer Holländische Partie konnte er zwar gegen Hans Speck auf den besseren Läufer pochen, dafür jedoch Hans seinerseits auf die bessere Bauernstruktur. Die Punkteteilung war somit objektiv gerechtfertigt und begünstigte eher Reti 2, stand doch Lorenz gegen Willi Dürig besser, Vincent pochte bereits auf zwei Mehrbauern und die anderen Partien standen unklar. Nach gut dreieinhalb Stunden endete auch Peter Meiers Partie Remis, ein Ergebnis, das eher glücklich für uns war, denn Pete hatte zunächst das Remisangebot von Dirk Lamprecht abgelehnt, geriet jedoch dann unter Druck und platzierte seinerseits im richtigen Augenblick ein Remisangebot, das Dirk rasch akzeptierte, zu rasch vielleicht... Und so gings dann auch weiter, der nächste Punkt wurde in der Partie zwischen Monika und Roman Deuber geteilt. Romans eher unorthodoxe Behandlung des Caro Kans führte zwar zu einem deutlichen Zeitvorteil auf Monikas Uhr, doch ihre, auf den ersten Blick akzeptable Stellung, zeigte sich auf den zweiten Blick als eher schon ein wenig schlechter, was auch dazu führte, dass ihr immenser Zeitvorteil zusehends geschrumpft war. Ebenso wie ihr Remisangebot war auch jenes von Roman gegen Michael Zuber zeitlich bestens unterbreitet, denn wenn es auch an Vincent Siegs schon seit Stunden keinen Zweifel gab, kippte die Partie zwischen Lorenz und Willi immer wieder, war jedoch bei der Punkteteilung an den Brettern eins und zwei nun eindeutig zugunsten von Lorenz gekippt. Der letzte Retianer, der dann vor Ende der >regulären Spielzeit< seine Partie beendete und Reti in Führung brachte, war Vincent. In einer Neuauflage seiner Partie gegen Serge Wilhelm aus der letzten Saison wich Serge im Tromposky Angriff früh ab, stand dann aber schon ausgangs der Öffnung auf Verlust. Im letzten Zug vor der Zeitkontrolle erlaubte Serge Vincent eine Kombination, die unweigerlich zu schweren materiellen Nachteil führen würde, Serge unmittelbare Aufgabe war dann auch folgerichtig. Nur Lorenz musste >Nachsitzen<, in einer Slawischen Partie kam er zwar ausgezeichnet aus der Eröffnung heraus, in komplexer Stellung fand er dann jedoch nicht immer die beste Fortsetzung, so dass sich sein Vorteil zusehends verflüchtigte. Willi Dürig lehnte ein, in objektiv wohl ausgeglichener Stellung von Lorenz unterbreitetes Remisangebot angesichts des sich abzeichnenden Sieges von Reti konsequent ab, geriet alsbald, nach einem unpräzisen Zug, dann aber auf die >Niederlagenstrasse<. Mit einem deutlichen 4:2 Sieg und der Rückeroberung der Tabellenspitze endete somit Retis abenteuerlicher Ausflug nach Zug, Pizza gestärkt verlief die Rückreise nach Zürich deutlich langweiliger.


5. Runde

Réti 22049-Nimzowitsch 418684 : 2
Monika Seps2173-Jean-Marc Bosch1905½ : ½
Robert Hauser2045-Armin Imoberdorf19231 : 0
Peter Meier2065-Martin Hoffmann18791 : 0
Roman Schnelli1998-Luc Wehli1805½ : ½
Stefan Berger2008-Linus Capraro19811 : 0
Alexander Türk2005-René Rüegg17160 : 1


Seps Monika
Monika Seps


Torsten Meyer mit leisem Vorhofflimmern:“„Schwamm drüber“ – „Abgerechnet wird am Ende“ – „Das Glück ist mit dem Tüchtigen“; alles Plattitüden, mit denen sich trefflich der Matchbericht Reti 2 – Nimzowitsch 4 betiteln liesse. Dabei begann alles so wunderbar: Aus Bern gegen 15.00 Uhr eintreffend liefen nur noch fünf Partien, Roberts Brett war bereits verwaist. Fragend, ob Nimzowitsch wirklich nur mit fünf Spielern den Weg in den Klus Park antrat, verneinte Robert, sein Gegner hätte im Skandinavier erst den Überblick, dann eine Figur verloren. In Zeiten wie diesen, wo selbst noch die hoffnungslosesten Stellungen weitergespielt werden, ist diese frühe Aufgabe eine höchst faire Geste! Die frühe Führung sollte nun allerdings keine Stabilität in das Team bringen, wie der erste, tiefere Blick auf die laufenden Partien verdeutlichte. Monika und Jean-Marc Bosch diskutierten am ersten Brett höchst originell und einfallsreich einen Franzosen, völlig undurchschaubar, wie das ausgehen würde. Bei Peter zeichnete sich früh eine Struktur ab, die seinem dynamischen Stil entgegenkommt, gut, hier liegt der zweite Sieg zwar noch in weiter Ferne, aber Optimismus schien angebracht. Gegen Luc Wehli war bei Roman im Franzosen leider nicht alles nach Plan gelaufen, auf ein typisches Roman-Wunder durfte aber gehofft werden. Weitaus dramatischer sah es auf dem Brett von Stefan aus, der gegen Linus Capruno schon in der Eröffnung den Faden verlor – hier onnten nur noch Stossgebete helfen. Auch Alexanders Cambridge-Springs hinterliess nicht den allerbesten Eindruck, doch wirklich bedrohliches konnte auch nicht wahrgenommen werden. Alles in allem durfte der Matchverlauf als äusserst eng bezeichnet werden, alles schien möglich, selbst eine Niederlage für Reti 2. Roman ankerte dann als nächster seine dubios- komplexe Stellung im Remishafen, vielleicht hat FRITZ zwischenzeitlich unseren Eindruck widerlegt, dass die Stellung bereits unhaltbar für Roman war? Also durchatmen, die Stellungen begutachten und weiter hoffen. Schenkten sich Monika und Jean-Marc weiterhin nichts, so verdichtete sich an Peters Brett mein erster Eindruck, hier rückte der Sieg immer näher. Dieser positive Trend wirkte leider nicht auf die Partien von Stefan und Alexander zurück. Auf der Suche nach Gegenspiel, verirrte sich einer von Alexanders Türme auf die h-Linie, wo er aber nun keinerlei greifbare Wirkung entfaltete; zudem blieb Rene Rüegg gelassen, verstärkte sein Druckspiel gegen den schwarzen Isolani auf d5. Hm, das könnte auch gegen Reti 2 laufen. Definitiv gegen uns sollte aber Stefans Partie laufen, der zwischenzeitlich eine Qualität geben musste, aber noch immer kein Gegenspiel entfaltete, sondern nur seine schlechte Stellung verwaltete. Nach gut drei Stunden ergab die vorsichtige Hochrechnung ein 3:3, vielleicht lag auch, sollte Monika gewinnen oder Alexander seine Stellung halten, noch ein knappes 3,5:2,5 drin? Dann kam es so, wie erwartet, Peter fuhr den zweiten Sieg für Reti 2 ein, seinem gewohnt druckvollem Spiel versuchte Markus Hoffmann lange Zeit standzuhalten, am Ende jedoch, in schon arg anrüchiger Stellung, stellte Markus die Dame ein. Nach knapp vier Stunden klingt ein 2,5:0,5 eigentlich gut, doch noch liefen drei Partien, von denen zwei durchaus abgeschrieben werden durften, denn Alexander befand sich in schwerer Zeitnot, hatte bereits einen Bauern weniger und Rene verstärkte den Druck auf der nun offenen D-Linie – über Stefans Stellung schweigen wir lieber mal an dieser Stelle. Als Alexander dann auch noch eine Figur verlor, hatte Nimzowitsch auf 2,5:1,5 verkürzt. Monika und Jean-Marc schenkten sich immer noch nichts, doch Monikas Vertrauen in ihre eigene Stellung sank ein wenig. Hatte sie zunächst noch ein Remisangebot ausgeschlagen, unterbreitete sie nur ihrerseits selbiges, womit sie zumindest
einen Mannschaftspunkt sicherte. Zwischenstand nach 4 Stunden – 3:2 und eine klare Verluststellung für Stefan. Vielleicht zwischenzeitlich mal ein Bier trinken oder lieber auf ein Wunder warten? Gut, Bier verschieben, zumindest moralisch Stefan, sei es durch pure Präsenz im Spielsaal, unterstützen. Und ja, es half wirklich – irgendwie hatte Stefan es geschafft seinen Gegner zu beschwindeln, oder lag es daran, dass Linus nicht rechtzeitig von Angriff auf Verteidigung umschaltete; das „Momentum“, wie Stefan später meinte, einfach verpasste? Zumindest entfaltete
Stefans Läuferpaar im Endspiel Wirkung, zunächst gewann er einen Bauern, dann einen zweiten, beide Züge begleitet von einem Remisangebot, das, wenig verwunderlich, ausgeschlagen wurde. Vielleicht gar objektiv zu recht, dennoch, die nächste Platitüde (damit schon 20 Franken für das Phrasenschweindel), nichts ist bekanntlich schwieriger, als eine gewonnene Stellung zu gewinnen – vor allem, wenn der Gegner nun auch noch Aktivitäten entfalten kann. Linus verlor endgültig den Faden und Monika verkündete nur wenig später „Lg3 gewinnt“. Rasch einen gemeinsamen Blick, ja, tatsächlich, Lg3 gewinnt, stellte sich nur die Frage, sieht Stefan den Zug? Ja, er sah ihn, da
sein Gegner dann auch noch die zweitschlechteste Fortsetzung wählte, verbuchte Stefan nur drei Züge später eine Mehrfigur und zwei verbundene (Mehr-)Freibauern am Damenflügel. Auch hier erfolgte die Aufgabe unverzüglich, somit also Endstand 4:2 für Reti. Stellt sich nur die Frage, wann kommt einmal ein Nerven schonendes Match für den captain?

6. Runde

Réti 22085-Winterthur 419935 : 1
Markus Alexander Kauch2228-Dirk Orthmann-Giger18241 : 0
Chrisitan Wagner0-Frank Wittenbrock19511 : 0
Vincent Kriste2187-Severin Vogt21401 : 0
Lorenz Wüthrich2124-Ingo Klaus20631 : 0
Robin Stoll1987-Paul Bosshard1972½ : ½
Adrian Siegel1901-Manuel Sprenger2010½ : ½


Lorenz Wüthrich erfreut: Adrian Siegel brachte den Réti Stein ins Rollen indem er den gefährlichen und mit weiss spielenden Manuel Sprenger mit einer Heimvariante auf dem falschen Fuss erwischte. Dieser akzeptierte das (etwasgrosszügige) Remis-Angebot sofort. Christian Wagner spielte eine spannende Partie, in der er eine Figur für eine ganze Bauern-Armada hergab und schlussendlich gewann! Markus Kauch nutzte einen Fehler seines Gegners gnadenlos aus und schickte den König auf eine abenteuerliche Reise in die Brettmitte. Das war des Königs letzte Reise. Vincent und Severin Vogt spielten eine interessante Partie im geschlossenen Sizilianer, welche wohl Remis
ausgegangen wäre... hätte Severin nicht zu viel gewollt. Mit einem Zug (f5) öffnete er Vincent Tür und Tor zu den Privatgemächern seines Regenten. Da liess sich Vincent nicht zwei-mal bitten (niamniam). Ich spielte gegen einen Ingo Klaus, welcher mit Weiss an diesem Nachmittag irgendwie nicht richtig in die Gänge kam. In verlorener Stellung gab er mit einer Sekunde Rest-Bedenkzeit auf. Robin kämpfte sehr engagiert gegen einen emotionsgeladenen Paul Bosshard... Leider konnte das gewonnene Endspiel nicht mehr ins Trockene gebracht werden und die Punkte wurden geteilt.

Christian Wagner Markus Kauch

Christian Wagner Markus Kauch

7. Runde: 25.09.10 SG Zürich 3 - Réti



Team Réti 3 780

Réti 3 - 3. LIGA 508 Zentral 3
Altersheim Kluspark, Asylstrasse 130, 8032 Zürich
Teamleiter: Philipp Kaufmann, Sonneggstr. 21, 8006 Zürich
P 044 252 44 79, G 044 255 26 63, kaukoi©bluewin.ch

Spielabend des entsprechen Heimclubs


Runde 1:

SG Zürich 41801-Réti 318204 : 2
Alan Berset1889-Edmund Hofstetter20151 : 0
Georges Brigati 1819-Venkataraman Nagaiyanallur18511 : 0
Adrian Haas1808-Sebastian Wüthrich 1819½ :  ½
Felix Paliwoda 1796-Christof Tschurr18430 : 1
Kurt Pauli1758-Kerim Yunt16991 : 0
Georg Walker1734-Daniel Lienhard 1694½ :  ½


Philipp peinlich berührt : Unsere frohgemut-erwartungsfrohe Stimmung wurde gleich in der ersten Viertelstunde geknickt – Venkat tappte in die Budapester-Falle ! Und meine Inspektion der anderen Bretter liess keine Entwarnung zu: Edmund stand gedrückt, Sebastian hatte ein – selbstverschuldetes – windelweiches Zentrum, Christof liess seine Dame auf b7 zu einem Bauernraub ausfahren, Kerims umständliche Aufstellung verhiess nichts Gutes, während es sich auf Daniels Brett noch ruhig anliess. Als nach rund 2h Spielzeit Kerim seinem Gegenüber gratulierte, 0 : 2, und Edmunds Grünfeld „ einem verschatteten Tal glich, wagte ich zwar noch zu hoffen: Daniels Gegenüber, Altmeister Gerg Walker, Präsident der Schweizer Fernschachvereinigung, übersah einen Bauernverlust, Sebastian begann doch noch ins Spiel zu finden und Christof liess seine Pferdchen nur so piaffen und wirbeln. – Allein, es sollte so nicht kommen: Edmund fand die richtige Sequenz nicht, spielte mit einem Springer weniger und musste sich schliesslich dem Druck der Zeit und der Stellung beugen, 0 : 3 und Daniel unterschätzte, nach dem Gewinn des vermeintlich entscheidenden zweiten Bauern, das infernalische Dame-Springer-Duo: Georg Walker zauberte eine Remisschaukel und damit den Mannschaftssieg für die SG herbei: 0,5 : 3,5. Es war eine Sache von Stil und Herkommen, die restlichen Bretter auf Gewinn zu spielen: Christof gelang dies sanft-nachdrücklich, Sebi, dem ich verboten hatte, Remis zu akzeptieren oder zu offerieren, kämpfte noch lange, doch trotz Mehrbauer reichte nicht, einfach nicht Fazit: Ein klarer Fehlstart, hoffentlich genau richtig, uns in Fahrt zu bringen?“


Runde 2:

Réti 31836-Luzern 516803½ : 2½
Alexander Türk 1993-Matthias Kafka16691 : 0
Venkataraman Nagaiyanallur 1851-Dario Rossi16861 : 0
Sebastian Wüthrich1819-Marcel Bachmann16411 : 0
Christof Tschurr1843-Albert Dietz17490 : 1
Leonardo Meiler1835-Hans Heini 16850 : 1
Alexander Dybov1672-Toni Gabrie1650½ : ½


Philipp, leicht verwundert: “Eigentümlich, ist das vielleicht der richtige Ausdruck für unsere Leistung an diesem Abend ? Dabei liess sich alles erfreulich an. Genug Zeit, um die Blache am Hag des Klus Parks aufzuhängen, genug Helfer, um die Bretter, Figuren und, vor allem, die elektronischen Uhren, rechtzeitig einzurichten, sogar genug Zeit war da, um das separate Brett aufzustellen, an dem Carmi Haas seine Coupe Suisse Partie austragen konnte. Und vollständig waren wir anwesend bevor der erste Luzerner eintraf. Eigentümlich, weil der Luzerner Elo-Schnitt eigentlich (!) so einfach abzulesen war, dass ich mich hütete, dem Team etwas anzudeuten – und es genau so wie befürchtet kam: Christof Tschurr entwickelte sich nur mühsam aus der Eröffnung, verpasste vermutlich zunächst eine konsolidierende und danach die richtige Antwort (oder umgekehrt), und bescherte mit schliesslich-scheusslichem Damenhinsteller seiner abverheiten Partie einen abrupten Abgang. Gleich daneben verhiess Leonardos zwar rasant, jugendlich und ungestüm vorgetragener Angriff weiteres Ungemach: Seine Leichtfiguren, bei ungenügendem bäuerlichen Begleitschutz, gerieten viel zu tief in die feindliche Königsstellung und fanden wie weiland Herzog Ludwigs Kavallerie am Morgarten nicht rechtzeitig zurück. Die Mannschaftsliste war nach dieser Angriffsgebärde einfach zu kurz, so dass Leonardos Garde nicht nur starb, sondern sich auch ergeben musste. Erst spät fand ich wieder die Übersicht und Ruhe, die gediegen und elegant angelegten Partien an den ersten drei Brettern zu geniessen: Alexander Türk und Venkat wussten entweder die Initiative mittels Bauernangebot zu verstär-ken (Alexander) oder zu gewinnen (Venkat), während es Sebi gelang, sich auf dem Damenflügel à la Vietcong, dh. hartnäckig und erfolgreich, die gegnerische Stellung zu infiltrieren und schliesslich entscheidend zu schwächen. So war es schliesslich an Alexander Dybov, den Mannschaftspunkt ins Trockene zu bringen. Mächtig war sein Angriff, der ihm mit Schwarz auch einen gesunden, zentralen Mehrbauern bei Stellungsvorteil einbringt - aber der Rhythmuswechsel vom Furioso zum Andante ins gemächlich-umsichtige Bewahren und Verwalten gelingt nicht, so dass Alexander schliesslich ins Remis - immerhin - einzuwilligen hat. Eigentümlich, schliesslich, weil es zum zweiten Mal bei uns als eindeutigem Elo-Favoriten geharzt hat – allerdings, das stimmt mich optimistisch, nicht mehr so schlimm wie das letzte Mal.

smm R3 2rd

Runde 3:

Döttingen/Klingnau1782-Réti 318913 : 3
Walter Bugmann 1904-Robert Hauser20340 : 1
Felix Keller 1907-Patrick Gsell19810 : 1
Max Vögeli 1880-Sebastian Wüthrich1819½ : ½
Mohammed Nikzad1758-Kurt Juchli18211 : 0
Niklaus Hugentobler1661-Leonardo Meiler1835½ : ½
Kevin Mutter1583-Christof Tschurr18531 : 0


Réti 3 3. Runde

Philipp Kaufmann, noch etwas „gekneippt“: “Wie Robert Hauser den gegnerischen Damenflügel infiltrierte, unterlief und überspielte, unmerklich aber wirkungsvoll, das war St. Galler-Spitzen-klöppelei vom feinsten! Hoch erfreut durfte ich nach einer guten Stunde bereits den ersten Punkt Réti gutschreiben. Auch Sebis kurz darauf folgendes Remis entsprach etwa meinem Budget- ob er nicht einen verheissungsvollen Zug übersah, sich gar bluffen liess, weil sein Gegner über einen m.E. Fehlzug sehr lange nachdachte ? Kurzum, ungleichfarbige Läufer bei gleicher Anzahl und Verteilung der Bauern, da ist das Remisbecken sehr gross. Eine Einschätzung, die nach Grossabtausch auch auf dem Brett von Leonardo für die Friedenspfeife reichte. 2 : 1 Patrick baute derweil nach unkonventionellem Aufbau an einem vielversprechend-langanhaltenden Angriff auf die französische Festung seines Gegenübers, so dass ich schon den glücklichen Sieg mit Augenblicksblinkern, so im Vorübergehen, winken sah, denn Kurt hatte eine prächtige Druckstellung und Christof würde doch dem wirren Variantenwust, den sein Brett präsentierte, die richtige Sequenz entlocken – oder!? Kurt opferte seinen Gewaltsschimmel, der von d6 aus nicht nur die gegnerische Stellung durchlöcherte, sondern gleichzeitig ein zentrales Bauernduo (d7/e6) hemmte, für einen mickrig-ratlosen Turm - Schmerzhaft-bemerkenswert, wie sein Gegenüber danach die Partie drehte & Kurts frisch erstandene Dame mit Matt begrüsste. 2 : 2 der Zwischenstand, und dabei kam Patricks Angriff nicht recht vom Fleck und Christof verlor langsam und stetig an Boden und Material. Sehr, sehr ungemütlich wurde es mir im Gewölbe des SC Döttikon-Klingnau. Als Patrick dann doch recht gemächlich den erhofften Punkt machte, Réti auf 3 : 2 davonzog, glaubte ich nochmals an unser Glück, denn Christof verblüffte Gegner und Galerie, weil er es - und das unter Zeitdruck und nachteiligem Partieverlauf - verstand, das ihm drohende Matt seinerseits umzuschmieden zur Pattdrohung, so dass nur noch Turm mit je einem Bauern herumstanden, ich somit das Remis und damit … in Griffweite wähnte. Allein, der prächtige Geistesblitz verlangte umgehend seinen Tribut und verdunkelte Christofs Blick? Ich weiss es nicht: Einen, zwei Züge vor dem absoluten Remis - König vs König blutt zu zweit - spricht Christof das grosse Wort – ‚Ich gebe auf’ - gelassen aus. -
Noch braucht Réti 3 nach diesem Unentschieden seine Hoffnungen auf einen Aufstiegsplatz nicht zu begraben -

Runde 4:

Réti 31942-Freiamt 118394 : 2
Stefan Berger 2008-Ruedi Stutz 19661 : 0
Edmund Hofstetter 1978-Paul Steiner19971 : 0
Alexander Türk2005-Alfred Steiner18241 : 0
Patrick Gsell2002-Bosko Simic1635½ : ½
Venkataraman Nagaiyanallur1840-Markus Bieri18600 : 1
Christof Tschurr 1817-Stefan Strebel1744½ : ½


Réti 4 Freiamt
Réti 3 - Freiamt 1


Philipp sehr erleichtert:“ Réti 3 hat Freiamt 1 den heissen und schliesslich erfolgreichen Empfang bereitet, wie ich ihn mir so heiss denn doch nicht vorgestellt habe. Während der ersten zwei Stunden kamen zur Hitze im Turniersaal die für meine Begriffe sehr unübersichtlichen Stellungen auf allen Brettern. So lehnte ich etwa Christofs Remis-Anfrage zunächst ab, weniger aus kühlem Verstand denn aus heissem Verlangen, die Aufstiegsqualifikation nicht aus den Augen zu verlieren.
Nachdem Christof (und ich) sich doch ins Remis schicken mussten, ebenso Patrick trotz seines tief berechneten Qualitätsgewinns, kehrten sich für einmal Venkats überaus verzwickte Absichten gegen ihn. Also gerieten wir 1:2 in Rückstand – so dass es mir mulmig zu Mute war, denn: Stefans Brett, resp. sein wie ich meinte übervorsichtiges Ziehen verhiess nicht mehr als einbequemes Remis – gleiches Schicksal erwartete ich auf dem Brett von Edmund. Und überhaupt, ich konnte vor lauter Aufregung nicht ruhig die Stellungen anschauen, erst recht nicht jene Alexanders, wo ich mich ob seiner gar verzettelten Figuren Th3, De6, Ta1 Lb2 grämte. In Sonderheit die w Dame im schwarzen Bollwerk machte mir weniger den Eindruck einer Made im Speck, als den eines verzagt vor sich hin singenden Mädchens im tiefen dunklen Walde.
Alles falsch!
Die Made im Speck frass sich in einem Zick-Zack Kurs – da Alfred Steiner so unschlüssig-unglücklich reagierte- zu einer Art Hilfsmatt: Ausgleich, 2:2 und auf Edmunds Brett dämmerte es endlich auch mir, wie solid er stand. Ganz iron hand in a velvet glove (Johnny Hodges, sax.) brauchte Edmund die Schlusskombination, mit sattem Turmgewinn zum Auftakt, bloss anzutönen, so dass Dank Paul Steiners Musikgehör Réti 3:2 in Führung ging und dann erst genoss ich es, wie Stefan - bei abgespreiztem kleinen Finger – mit seiner Dame one-step-Züge tat, als demonstriere er in Robert Lembkes Fernsehsendung selig heiteres Berufserraten die charakteristische Handbewegung.
A propos charakteristische Handbewegung. Es scheint sich die Unsitte zu verbreiten, diese dem Sieger vorzuführen, um aber das bisherige, eigentliche Aufgabesignal mit der Frage zu verbinden Remis, nicht wahr?
Auch wenn uns dieser Sieg um keinen Rang verbesserte, Réti 3 gehört zu den 6 Teams, die nach 4 Runden 5 oder 6 Mannschaftspunkte vorweisen: Nachdem die ersten 4 Runden dazu dienten, die wahrscheinlichen Absteiger zu ermitteln, bleiben bloss 3 Runden, fürs Stechen für die Aufstiegsaspiranten !


5. Runde

UBS 21769-Réti 318452 : 4
Ulrich Bögli1885-Patrick Gsell2002½ : ½
Andrik Starke1832-Venkataraman Nagaiyanallur 1847½ : ½
Werner Vögeli1779-Christof Tschurr1817½ : ½
José Ruiz1696-Kurt Juchli18071 : 0
Torsten Richter0-Leonardo Meiler18120 : 1
Kosta Ilic1654-Matteo Cussigh17830 : 1


Kurt Juchli berichtet in Vertretung von Philipp: „Ein Stammteam aus dem Kader von Réti 3 fand den Weg in die Sportanlage Guggach, wo die Vertreter unserer Grossbank ohne Digitaluhren und ohne Kartons als Unterlage für das Notationsblatt auskommen müssen.
Während der ersten Stunde schon hagelte es förmlich Remisangebote der Gegner. Allein es war noch zu früh, halbe Punkte in Sicherheit zu bringen oder eben solche zu verschenken. Als wir gesamthaft gesehen an allen Brettern einen Siegtrend aufwiesen, willigte Christof schliesslich in ein Remis ein. Auch Patrick teilte bald darauf den Punkt. Dafür blieb Matteo, dessen Gegner wiederholt Remis offerierte bis zum Schluss dran und gewann gewohnt souverän.
Seine Partie kommentierte Matteo wie folgt: Meine Partie war ein Damengambit. Aus der Eröffnung könnte ich nicht viel herausholen, trotzdem erreichte ich ein vorteilhaftes Mittelspiel mit gutem Springer gegen schlechten (eingemauerten) Läufer, wo mein Gegner sich einfach passiv verteidigen musste. Ich konnte weiterspielen und beobachten, wie es auf den anderen Brettern lief. Nach mehreren abgelehnten Remisangeboten kapitulierte mein Gegner unter dem Druck. Er opferte einen Bauer, verlor einen Zweiten und schlussendlich gab auf.Leonardo gelang zur Veredelung seiner sizilianischen Verteidigung eine Bauerngabel, die er aber sinnigerweise nicht umgehend in bare Münze umsetzte, sondern zunächst damit den Gegner niederhielt, um mit einem Springer Zentrumsfelder zu besetzen und so seine Stellung auszubauen. Es war klar, dass unter solchem Druck die gegnerische Stellung bald implodierte. Mit hartnäckiger Sommergrippe bekam ich es mit einem spanischen Schnellspieler zu tun, was mich um einen harmonischen Spielrhythmus und eingeplante Teepausen brachte. Dafür gabs ein Novum: Ich überliess dem gegnerischen Springer-g4 meinen Läufer-e3 und meinen Turm-d1 und verwandelte meinen mittlerweile weit
vorgerückten Bauern-d7 in eine weitere Dame, indem ich seinen unentwickelten Läufer-c8 schlug. Verrückterweise hatte dann aber der Gegner forcierte Züge, nachdem ich die Dame über b7 vorläufig evakuiert hatte. Nachdem ich sah, dass ich mit den beiden Damen überhaupt nichts Gescheites anzufangen war, sie gegenteils die Gejagten sein würden, gab ich kurzerhand eine Dame für einen Turm und hatte nach weiteren Abtäuschen und Beruhigung der Stellung einen Bauern weniger. Der Gegner wusste seinen zentralen Freibauern gut einzusetzen und meine Stellung war bald nicht mehr zu retten. Damit stand es nun 3 zu 2 für uns, und Venkat wusste, ein Remis würde dem Team reichen für den Sieg. Aber auch seine Partie war irgendwie bizarr und angesichts des asymmetrischen Materials war der Ausgang eigentlich recht ungewiss. Venkat kämpfte mit Dame und drei Leichtfiguren gegen Dame und zwei Türme. Nachdem aber nochmals geholzt wurde, gelang es ihm mit der Dame hinter die gegnerischen Schutzbauern zu gelangen und zusammen mit
dem Läufer den Gegner vor die Wahl zu stellen, matt zu gehen oder durch Zugwiederholung in Remis einzulenken. Réti 3 bleibt auf Kurs!


6. Runde

Réti 31907-Wollishofen 516915½ : ½
Alexander Türk1997-Christian Meier1 : 0
Stefan Berger 2028-Maurizio Brosenbauch1 : 0
Patrick Gsell1988-Francisco Serrano1 : 0
Christof Tschurr1813-Peter Thurnheer1 : 0
Kurt Juchli1791-Louis Warthmann½ : ½
Sebastian Wüthrich1824-Fred Mantel1 : 0


(etwa Einladung zu einer Reise) mit dem Refrain„... Dort gibt’s nur Ordnung und Schönheit, Ruhe, Luxus und Wollust ... . - Nun, mon cher Charles B., ich habe das von Dir besungene „Dort“ geschaut, das war letzten Donnerstag, abends, im Klus Park, Schulungsraum A : Stefan Berger hatte eine halbe Stunde vor Beginn des Treffens schon die Figuren aufgestellt. Und jedes Brett mit der Nummer versehen, so dass unsere Gäste, gewiss, eine schwächere Mannschaft, aber gleichwohl aus Wollishofen formal gebührend – von Grossclub zu Grossclub eben- empfangen wurden.
Den Übergang von der Ordnung zu Schönheit und Ruhe illustrierten für mich die ebenso unspektakulären wie effektiven Partien von Christof und Stefan. Sie sackten dank unachtsamer Aufstellung ihrer Gegenüber anfangs Mittelspiel einen Plus- und Zentralbauern ein, den jeder sicher an remisslichem Gelände vorbei in einen beruhigenden 2:0 Vorsprung führten. Kurt kam in seinem englischen Garten ungeschoren davon – wobei sich die beiden Spieler, ganz zu Ende der
Partie, missverständliche Remisangebote leisteten, die ich meiner Ouvertüre zuliebe als luxuriös taxiere. Ebenfalls luxuriös davon gekommen ist Sebi, weil sein counter-part strauchelte, es nicht so recht glauben mochte, allein mit seiner Dame Sebis Königsflügel samt mehrerer Figuren zu lähmen - handkehrum Sebi nicht verlegen, es quick verstand, Tja und wollüstig stalkte ich einerseits hinter Alexanders Brett, wie er nach einer eigenen Unachtsamkeit (eine Art négligée / négligeance!?) sein verbliebenes, haarfein-hauchdünnes Vorteilchen – Läuferpaar gegen Springer und Läufer
bei je 5 Bauern – Zug um Zug konsolidierte, mit Umgruppieren und Repositionieren, sinnvollem Geben und Nehmen (buy`em – sell `em) , zusammenkratzte und verdichtete, bis er schliesslich voll punktete, anderseits verfolgte ich, was Patrick ins „Grosse Album der Gambite“ kalligraphierte. Mit Perspektive aufs Sonnengeflecht (d6) stöberte, feilte und i.w.S. fesselnd minierte er während rund 30 Zügen die schwarze Feste, bis sie regelrecht implodierte, er in wenigen Zügen viel Material (Turm und Figur erntete, ohne die Initiative zu verlieren. Beängstigend hold ist uns das Glück, verliert doch das bisher führende Döttingen-Klingnau das Derby gegens Freiamt knapp 2,5 : 3,5, so dass Réti 3 vor der letzten Runde die Gruppe anführt!

7. Runde: 20.09. - 24.09.10 Baden 3 Réti




Team Réti 4 780

Réti 4 - 3. Liga 505 Zentral 1
Altersheim Kluspark, Asylstrasse 130, 8032 Zürich
Teamleiter: Harry Oesch, Hasenbühlstr. 56, 8910 Affoltern am Albis
P 044 761 39 08, harry.oesch©solnet.ch

Spieltag: Samstag


Runde 1:

Wollishofen 51738-Réti 418942 : 4
Patrick Weber 1590-Harry Oesch 1968½ :  ½
Remo Bannwart 1737-Walter König1937½ :  ½
Daniel Muster1931-Otto Kruse1928½ :  ½
Nico Previtali 1846-Willi Wettstein19010 : 1
Albert Huguenin1588-Hans Kaufmann1833½ :  ½
Rahel Umbach--Hans Wey17960 : 1 FF


Harry, behaglich: Wir gewannen also 4 : 2.
Der Wettkampf verlief zäh und hart umkämpft. Zuerst gingen wir dank dem Forfaitpunkt am letzten Brett in Führung. Dann gab es an den beiden Spitzenbrettern und bei Otto ein Unentschieden. Willi behielt beim Angriff seines Gegners kühlen Kopf und konterte im richtigen Moment, was ihm den Sieg einbrachte. Jonny bekam nach hartem Positionskampf leichten Vorteil, gab dann aber Remis.
Danach waren wir noch bei Martha, Jonnys Freundin, eigeladen, die uns mit feinen Spaghettis und einem Dessert verwöhnte. Leider konnten nicht mehr alle dabei sein, denn Familie und Sport zog einige nach Hause. Ein hart umkämpfter Wettkampf sollte jedoch so oft wir möglich durch ein gemeinsames Nachtessen abgeschlossen werden. Ein Sieg ist dann noch schöner und eine Niederlage kann so besser verdaut werden.

Runde 2:

Rapperswil/Jona 21765-Réti 419062½ : 3½
Tomas Sach1894-Eugen Fleischer19710 : 1
Remo Schönbächler1834-Harry Oesch1959½ :  ½
Samuel Bucher1697-Walter König19341 : 0
Robert Lechler 1715-Hans Kaufmann18710 : 1
Werner Koch1747-Willi Wettstein 19110 : 1 FF
Markus Rhyner1705-Hans Wey17921 : 0


Harry, etwas zerknirscht: „Leider ging der Wettkampf für uns 2.5 : 3.5 verloren.
Eugen verlor gegen den talenrierten Junior Alan Berset Harry geriet in eine Gambitvariante und eine schlechte Stellung gegen Zysset und war mit remis zufrieden Walter gewann souverän gegen Leonhard Züst. Jonny hatte lange Zeit eine Figur für 2 Bauern und verlor durch Blackout gegen Ringeltaube. Hans erhielt ein gute Stellung, liess jedoch den Gewinnzug aus, remis (gegen Bruzon) Willi erspielte sich ein gerechtes Remis gegen Urs Weber Schade, haben wir diesen Wettkampf verloren! Machen wir s das nächste Mal besser!“


Runde 3:

Réti 41906-SG Zürich 517852½ : 3½
Eugen Fleischer1971-Alan Berset 18550 : 1
Harry Oesch1959-Heinz Zysset1684½ :  ½
Walter König1934-Leonard Züst18471 : 0
Hans Kaufmann1871-Denny Ringeltaube17520 : 1
Hans Wey1792-Rafal Alejandro Bruzon Ricardo0½ :  ½
Willi Wettstein1911-Urs Weber0½ :  ½


Runde 4:

Harry Oesch sibyllinisch: “Endlich lachte uns wieder einmal das Glück. Können reicht ja nicht immer!“

Réti 41897-Rüti 117104 : 2
Harry Oesch1947-Kaspar Bänninger1983½ :  ½
Eugen Fleischer1963-Anton Paschke18941 : 0
Willi Wettstein1905-Reiner Steck1735½ :  ½
Otto Kruse1928-Paul Rickli 16611 : 0
Hans Wey1775-Maciek Szczech14750 : 1
Hans Kaufmann1862-Urs Roth15091 : 0


Réti 4 - Rüti

5. Runde

Olten 31808-Réti 419072 : 4
Erik Lang1890-Harry Oesch1947½ : ½
Hansjörg Thomi1848-Eugen Fleischer1963½ : ½
Bruno Bosco1839-Willi Wettstein19051 : 0
Peter Schmid1795-Otto Kruse19280 : 1
Josef Schmid1777-Walter König19210 : 1
Karl Somogyi1698-Hans Wey17750 : 1


Harry Oesch schachlich-sachlich:“Walter König buchte den ersten Punkt. Kurz darauf gewann auch Otto Kruse. Mein Gegner bot mir in unklarer Stellung remis an, das ich aus mannschaftstaktischen Gründen akzeptierte, da auch Hans Wey auf Gewinn stand. Er reüssierte auch souverän. Eugen Fleischer machte ebenfalls remis. Es blieb nur noch die Partie von Willi Wettstein. Sein Gegner hatte starken Angriff, doch Willi hatte ebenfalls Ressourcen. In Zeitnot griff Willi leider fehl und verlor so noch unglücklich.“

6. Runde

Réti 41887-Gligoric 316055½ : ½
Eugen Fleischer1897-Milisav Milicevic16331 : 0
Otto Kruse1940-Zoran Miskovic 16261 : 0
Willi Wettstein1885-Michael Malach16061 : 0
Hans Kaufmann1864-Pavel Malach16270 : 1
Hans Wey1764-Dimitar Iliev 1833½ : ½
Harry Oesch1903-Michaela Malachova 13031 : 0


Réti 4
Man beachte die Hände von Otto, Willi und Christian, allesamt in Position 2, bei Schwindel und Kopfschwerevorgeschrieben - während Hans Wey und Giulio sich in Position 1 befinden, vermutlich wegen flüchtiger Rasur, die wortspielerische Koseform lautet Kinnkerlitzchen – Hans Kaufmann erlaubt sich Position ?, beimeditativem Bohren dicker Bretter recht häufig.


7. Runde: 25.09.10 Oftringen - Réti


Team Réti 5 780

Réti 5 - 3. Liga 506 Zentral 2
Altersheim Kluspark, Asylstrasse 130, 8032 Zürich
Teamleiter: Kurt Baumann, Widenospen 33, 8913 Ottenbach
P 044 760 21 15, G 041 727 69 77
kubaum©swissonline.ch

Spieltag: Samstag


Runde 1:

Réti 51770-Biasca-Lodrino18761 : 5
Baumann Kurt 1931-Andreetta Cesare15221 : 0
Hunziker Karl1800-Cittadini Dario19870 : 1
Benz Urs1733-Laube Giovanni20170 : 1
Baumann Claude1837-Maffioli Massimo19600 : 1
Florin Jon1551-Pinchetti Andrea19630 : 1
Muraviev Roman0-Feldges Samuel18060 : 1


Es hat uns nicht geholfen, dass man sich in Biasca noch an die 1:5 Schlappe der vergangenen SMM Saison gegen Réti 4 erinnerte. Es scheint als hätten sich alle Schachgeister aus Biasca und den umliegenden Valli zur Revanche vereint . Wir brauchen uns wahrlich nicht zu grämen, da lag einfach nicht mehr drin. Die relativ frühe 1:0 Führung durch Kurt und die Tatsache, dass es an praktisch allen Brettern verheissungsvoll aussah, liess uns für einen Moment hoffen. Nach und nach fehlten dann an den meisten Brettern eine Réti-Figur und das Schicksal nahm schliesslich seinen Lauf. Sowohl Karl als auch Urs hatten bis dahin absolut ihre Chancen und Claude liess gar vergangenen Glanz aufblitzen. Jon und Muraviev sind durch ihre Einsatzbereitschaft positiv aufgefallen und werden in dieser Saison wichtige Erfahrung sammeln können. Biasca wird in dieser Aufstellung mit Sicherheit zu den Aufstiegsfavoriten zählen.
Kurt Baumann

Runde 2:

Bellinzona 21809-Réti 517525 : 1
Gabriele Ferrari1845-Kurt Baumann1924½ : ½
Claudio Cucchiani1993-Karl Hunkeler18001 : 0
Gianni Ruchti 1813-Urs Benz16951 : 0
Stefan Graf1570-Claude Baumann1829½ : ½
Michele Gervasoni1947-Jon Florin15131 : 0
Luigi Raveglia1748-Roman Muraviev01 : 0


Kurt Baumann, unverzagt: „Bellinzona II war ebenso zu stark für uns, wie bereits Biasca in der ersten Runde. Es lief nirgends nach Wunsch : Urs Benz verlor bereits nach 40 Minuten und Jon Florin fehlte bereits eine Figur. Karl Hunkeler beklagte sich im Verlaufe der 2. Stunde über einen kapitalen Lapsus in sehr guter Stellung. Trotzdem, Karl hat sich jetzt zweimal gegen übermächtige Gegner prächtig geschlagen und Jon war ebenfalls Elo-mässig chancenlos. Kopf hoch das wird schon noch.... Der 4. Punkt ging in der 3. Spielstunde an Bellinzona als Roman Muraviev gegen einen ebenfalls Elo-stärkeren Spieler die Waffen strecken musste. Desweilen dökterlte Kurt stundenlang an einer vorteilhaften Stellung mit Springer gegen schlechtenLäufer, musste schlussendlich aber noch um das Remis kämpfen. Seiner lieben Gattin fehlt nur noch Spielpraxis zu ihrem ersten grossen Schlag in dieser SMM Saison. Auch ihr misslang der Versuch aus einer klar vorteilhaften Stellung einen ganzen Punkt zu machen und selbst als sie es vorzog ins Remis durch ewiges Schach abzuwickeln zeigt Fritz bei komplizierter Stellung noch immer klaren Vorteil für Claude (2 Türme und Freibauer gegen Dame und Läufer von Claude). Als nächsten Gegner erwarten wir Chiasso und danach werden dann alle Réti V Spieler perfekt italienisch sprechen und hoffentlich auch ein paar Mannschaftspunkte vorweisen können. Letzteres dürfte allerdings nicht leicht fallen.

smm R5

Runde 3:

Réti 51763-Chiasso 117691½ : 4½
Kurt Baumann1924-Ezio Schafer20150 : 1
Karl Hunkeler1794-Gabriele Todeschini16710 : 1
Claude Baumann1829-Marco Canali0½ : ½
Marcel Bieler1677-Paolo Vitti16821 : 0
Jack Hauser1647-Otto Gessner17700 : 1
Christian Suter1707-Claudio Bernasconi17070 : 1


Die ersten beiden Niederlagen mussten wir gegen klar stärkere Gegner einstecken. Dass es diesmal auch gegen einen vergleichbaren Gegner nicht reichte, muss uns zu denken geben. In den nächsten beiden Runden gegen Cham und Zug im Juni werden wir die Weichen zum Klassenerhalt stellen müssen.

Runde 4:

Cham 11677-Réti 517592½ : 3½
Peter Rutz 2053-Kurt Baumann19111 : 0
Josef Balkovec1820-Karl Hunkeler1772½ : ½
Walter Scheuber 1440-Claude Baumann18190 : 1
Anubhav Maheshwari1747-Christian Suter17000 : 1
Moritz Streiff 1397-Urs Benz16610 : 1
Karl Gehringer 1606-Marcel Bieler16891 : 0


Kurt: Es hat endlich geklappt. Sieg gegen Cham im Spiel der letzten Chance.
Ausgerechnet mir gelang nichts gestern; Gegner zu stark und meine Eröffnungskenntnisse schwach.
Es dauerte eine ganze Weile bis Christian Suter ausgleichen konnte und die Zuversicht am Leben hielt. Urs Benz liess dann ein Gefühl aufleben, welches bei Réti V im bishering Saisonsverlauf noch nie aufgekommen ist. Wir führten 1:2 und die Bilanz an den restlichen Brettern sah gar nicht schlecht aus. Karl kämpfte mit Minusbauer ums Remis, Claude hatte siegversprechenden Angriff am Königsflügel und Marcel den Auftrag, seine verlorene Stellung solange als nötig am Leben zu halten. Karl spielte eine tolle Partie bis der Sieg in Reichweite lage und ihn der Mut etwas verliess. Trotzdem schaffte er das (wichtige) Remis, Claude durfte das Matt erst nach Aufgabe des Gegners zeigen und Marcel dafür den ungleichen Kampf abbrechen.
Die Rétianer tanzten um die Eckfahne und feierten den ersten Sieg.
Ach nee, das war ja Südafrika an der Fussball WM am Freitag.


5. Runde

Réti 51770-Zug 218093 : 3
Karl Hunkeler1772-Ernst Zindel1920½ : ½
Marcel Bieler1689-Paul Tschudi19160 : 1
Kurt Baumann1911-Zlatko Musil18630 : 1
Claude Baumann1819-Bruno Kälin1750½ : ½
Christian Suter1700-Yannick Raschle17961 : 0
Giulio Donati1729-Gottlieb Müller16351 : 0


Kurt Baumann zerknirscht: „Das Verfassen von Spielberichten wird dann zum Problem, wenn der schreibende Mannschaftsleiter der Flop der Mannschaft ist. Dritte Niederlage in Folge und zum zweiten Mal kam es dabei nicht mal zu einer richtigen Partie. Die unangenehme Aufgabe wird dadurch erleichtert, wenn derselbe Mannschaftsleiter auf seine übrige Mannschaft
stolz sein kann. Nach insgesamt harten Kämpfen holten sie die Kohlen noch aus dem Feuer und eigentlich hätte es noch besser als mit einem Untentschieden enden müssen. Die ersten Lebenszeichen kamen von Karl am 1. Brett, welcher gegen seinen stärkeren Widersacher ein
Remisangebot in ausgeglichener Stellung annahm. Christian erweist sich je länger je mehr als grosse Verstärkung und glich den Wettkampf erst mal aus. Zu diesem Zeitpunkt stand nur Marcel unter Druck. Claude opferte brillant und spielte à tempo auf Matt, übersah dabei eine
Parade, welche schlussendlich nur zum Remis führte. Das Opfer war völlig korrekt, hätte doch ein Bauer problemlos die 8. Reihe erreichen können ... hätte bloss nicht dieses falsche Matt gelockt.
Wenn und Aber und Hätte waren für Giulio keine Begriffe; er spielte erstmals mit Réti V und fügte sich gleich als Sieger glänzend ein. Réti führte 3:2. Marcel kämpfte am 2. Brett gegen eine grosse Elo-Übermacht noch als Letzter um Remis und Mannschaftssieg, welches ihm aber angesichts Materialnachteils nicht gegönnt wurde. Toll für die Mannschaft gekämpft, Marcel. Vielen Dank.
Mit einem anderen Spieler als dem Mannschaftsleiter wäre diesmal mehr drin gelegen.“


6. Runde

Réti 51773-Tribschen 218651 : 5
Kurt Baumann1892-Toni Riedener20720 : 1
Karl Hunkeler1779-Viktor Steinhauser18910 : 1
Claude Baumann1819-Mario Bobbia1910½ : ½
Giulio Donati1738-Beat Zimmermann18250 : 1
Marcel Bieler1669-Franz Reiser1847½ : ½
Christian Suter1738-Bruno Weber16460 : 1


Réti V wird sein Image als Sorgenkind der ASK Réti auch in der 6. Runde nicht los. 1:5 Niederlage gegen einen Gegner, welcher bis zum Spieltag in der Tabelle noch in Reichweite lag. Matchberichte werden für den Mannschaftsleiter je länger je schwieriger; 3 Pleiten des Mannschaftsleiters in Folge und jedesmal in Windeseile, wirken nicht gerade motivierend auf die Mitspieler. Sie kämpften trotzdem verbissen, um den Schaden wett zu machen und dafür möchte ich allen Mannschaftskollegen herzlich danken. Wir möchten uns auch keineswegs hinter Elo-Zahlen verkriechen, aber sie gehören halt zu einem gepflegten Matchbericht: Gratulieren möchte ich Claude und Marcel, welche echte Réti-Leistungen erbracht haben und speziell erwähnen möchte ich Christian, welcher sich stundenlang tapfer wehrte und seine kleine Remis-Chance erst ganz am Schluss nach einer sehenswerten Mattidee des Gegners entschwinden sah. Keine Angst, bis zum 25. September werden wir uns wieder aufgerichtet haben und in Absenz der restlichen Resultate sind wir noch im Ungewissen, ob der Gang nach Lugano noch ins Paradies, oder einfach nur noch in die Hölle führen wird.
Kurt Baumann

7. Runde: 25.09.10 Paradiso - Réti



Team Réti 6 780

Réti 6 - 4. Liga 607 Ost 7
Altersheim Kluspark, Asylstrasse 130, 8032 Zürich
Werner Riniker-Gertiser, Fritz Fleiner-Weg 6, 8044 Zürich
P 044 262 62 66, N 079 276 83 34
werner.riniker©confront.ch

Spielabend des entsprechen Heimclubs


Runde 1:

Réti 61647-Baden 517471 : 5
Burkhardt Bernhard1702-Wehrle Ferdi17680 : 1
Kaufmann Philipp1764-Killer André1826½ :  ½
Brand Michel1645-Schärer Rolf 1769½ :  ½
Keller Franco1595-Mares Otakar 16910 : 1
Lauber Jörg  1511-Schachermayr Herrmann17190 : 1
Jörger Danuel0-Wilhelm Karl17090 : 1


Bernhard, geläutert: Eine kalte Dusche zum Meisterschaftsbeginn. Sie wird nur leicht wärmer durch die Feststellung, dass Baden dank der Reaktivierung alter Kämpfer einen Eloschnitt mitbrachte, der deutlich über unserem lag. Ich selber ging gegen Ferdi Wehrle mit schlechtem Beispiel voran: Gute Stellung zu Beginn des Mittelspiels dann folgte eine unkonzentrierte, uninspirierte Phase und schon hatte mein Gegner meinen Königsflügel zertrümmert. Nur wenig besser erging es Franco gegen Ottokar Mares. Er bewahrte bis tief ins Mittelspiel mit schwarz Ausgleich. Dann aber zwei kleine Ungenauigkeiten und schon schrieben wir die zweite Null. Jörg Lauber spielt seine Réti Eröffnung inzwischen routiniert und bewahrte mit Weiss gegen Herrmann Schachermayr lange einen kleinen Vorteil. Dann aber im 24. Zug ein Versehen (oder war es ein Opfer?) und die Qualität war ohne Kompensation weg. Aehnliches erlebte Danuel gegen Karl Wilhelm. Er übersah einen Läuferabzug und verlor eine Figur und damit die Partie. Philipp jedoch gab sich mit schwarz gegen den starken André Killer keine Blösse (sh. Partiebesprechung in diesem Rundbrief) Das Remis war nie in Gefahr. Einen Sieg gegen Rolf Schärer verdient hätte Michel Brand. Er stand nach der Eröffnung besser. Nach dem Mittelspiel hatte er die Stellung verstärkt und einen Bauern gewonnen. Mit fortgeschrittener Partie verlor Michel jedoch an Kraft; so fragte er mich, ob er nicht Remis offerieren dürfe. Da sein Punkt die Niederlage nicht mehr abgewendet hätte, sprach nichts dagegen.

Runde 2:

UBS 31473-Réti 615942 : 4
Roland Berthold1581-Burkhardt Bernhard17020 : 1
Markus Böni1459-Brand Michel16451 : 0
Rolf Haderer1401-Lachat Martin 15790 : 1
Oliver Riesselmann1333-Werner Riniker Gertiser  15350 : 1
Benjamin Kühnis0-Jörger Danuel01 : 0
Alfred Gromme1589-Lauber Jörg15110 : 1


Werner Riniker mit einem Lächeln auf den Stockzähnen : „In der Sport- und Freizeitanlage Guggach der UBS starteten wir schon um 18:30 Uhr in Chalet Ahorn. Da 3 auswärtige Mannschaften erwartet wurden, gab es zu Beginn auch lustige Verwechslungen. So machte ein Wollishofer Spielleiter dumme Witze, weil er glaubte, gegen uns spielen zu müssen. Doch dies löste sich bald in Minne und Gelächter auf. Mein Gegner hatte Schwarz und entwickelte seine Figuren vorerst nur auf der Damenseite, so dass ich schon glaubte, leichtes Spiel zu haben, dann aber der Letzte war, der den Punkt ins Trockene brachte. Am schnellsten siegte Bernhard, da er noch in den Klub musste! Das beflügelte auch Martin, der mit seiner Dame auf die zweite Linie vorrückte und von dort die Königsstellung des Gegners zerpflückte. Danach aber mussten Danuel und Michel ihren Widerstand aufgeben, so dass es nun ausgeglichen stand. Jedoch machte Jörg seine Sache ausgezeichnet und erspielte sich gegen den blinden Herrn Grommé einen sicheren Sieg, den ich kurz danach verdoppelte. So konnten wir schon um 22Uhr mit einem Auswärtssieg zufrieden nach Hause fahren“.

Runde 3:

Réti 61615-Freiamt 316345 : 1
Burkhardt Bernhard1741-Andres Manfred1805½ :  ½
Brand Michel1645-Wöll Max16231 : 0
Lachat Martin1577-Brandenberger Walter1635½ :  ½
Keller Franco1597-Born Hans16131 : 0
Lauber Jörg  1528-Hänggi Marie Theres14961 : 0
Jörger Danuel1464-Agustoni Cornelio15591 : 0


Runde 4:

Réti 61618-EW Zürich 216213 : 3
Bernhard Burkhardt1750-Mile Kajtez18980 : 1
Michel Brand1639-David Klicov17001 : 0
Martin Lachat1633-Micha Frei14831 : 0
Franco Keller1610-Nenad Pavlica15430 : 1
Werner Riniker Gertiser1541-Bernhard Egger1546½ :  ½
Jörg W. Lauber1535-Franz Knecht1557½ :  ½



Runde 5:

Schlieren1586-Réti 616444 : 2
Eduard Havelka 1711-Bernhard Burkhardt17501 : 0
Georgios Anthitsis1496-Eduard J. Peyer00 : 1
Ilir Mehmeti1635-Alexander Dybov16910 : 1
Daniel Hitz1598-Paul Arm17050 : 1
Franz Passenheim1446-Werner Riniker Gertiser15410 : 1
Hans-Ulrich Litscher1627-Jörg W. Lauber15341 : 0



Werner Riniker vergnügt: Da gleich die halbe Mannschaft am Senioren Turnier in Adelboden weilte, mussten die Lücken mit neuen Kräften aus dem Réti Fundus gefüllt werden. Dies gelang gegen Schlieren 1, wie der nachfolgende Partienbericht zeigt, ganz ausgezeichnet! Paul Arm wollte wieder mal eine richtige Partie spielen und hatte sich anscheinend gut vorbereitet, denn er gewann
seine Partie in Rekordzeit! Danach brachte auch Alexander seinen Punkt sicher ins Trockene. Berhard musste am ersten Brett, trotz schönem Opfer mit dem sich er beinahe eine Dame holte, dem souverän spielenden Gegner den Vortritt lasseen. Bei meiner Partie musste ich einfach nur ruhig und konzentriert spielen und die Fehler des Gegners auswerten, damit ich klar
gewinnen konnte. Jürg am letzten Brett stellte bei schönem Stellungsaufbau leider eine Figur ein und musste sich geschlagen geben. Edi Peyer bewies seine ausgezeichnete Endspielkenntnisse und entschied mit einer Figur weniger, aber mit einer Qualität mehr die spannende Ausmarchung zu seinen Gunsten.“

Runde 6:

Réti 61657-Letzi 216794½ :3½ 
Alexander Dybov1741-Laurent Schneider18960 : 1
Bernhard Burkhardt1729-Thomas Lutz17231 : 0
Martin Lachat1671-Jörg Lutz16671 : 0
Michel Brand1635-Hassan Rhamani0½ : ½
Franco Keller1624-Thomas Guldenapfel01 : 0
Jörg W. Lauber1539-Willi Biefer 14261 : 0 FF


7. Runde: 20.09. - 24.09.10 IBM 2 - Réti


Die Einsatzkontrolle für Teamleiter ist hier zu finden:
Einsatzkontrolle SMM (nach Runde 6)