Schweizerische Gruppenmeisterschaft 2025/2026

Der SGM Spielplan und sämtliche SGM-Resultate auf der Website des Schweizer Schachbundes.

Wer letzte Saison nicht für Réti gespielt hat und das gerne tun möchte, meldet sich bitte beim Chef Teamleiter.

Resultate und Berichte der Vorjahre finden sich im SGM Archiv.

In dieser Saison spielen

Réti 1

Matthias Gantner
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Réti 2

Anselm Schönbächler
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Réti 3

Patrik Willi
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Réti 4

Lluis Uso i Cubertorer
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Réti 5

Kurt Juchli
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Réti 6

Christoph Campora
E-Mail

Réti 7

Jörg W. Lauber
E-Mail

Réti 8

Ben Kondzic
E-Mail

Réti 1

Rangliste

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Liga
Rd Datum Heimteam   Gastteam Liga
1 01.11.2025 Nyon 1 - Réti 1 1. Bundesliga
2 22.11.2025 Payerne 1 - Réti 1  
3 13.12.2025 Réti 1 - SG Riehen 1 Teamleiter
4 24.01.2026 SV Wollishofen 1 - Réti 1 Matthias Gantner
5 07.02.2026 Réti 1 - SG Winterthur 1 matthiasgantner@hotmail.com
6 21.02.2026 Réti 1 - Sprengschach Wil 1  
7 07.03.2026 Kirchberg 1 - Réti 1  
7. Runde
Kirchberg 1 2280 2.5:5.5 Réti 1 2198
Adrian Gschnitzer 2437 1:0 Jonas Wyss 2293
Marco Lehmann 2353 0:1 Matthias Gantner 2297
Oliver Sutter 2319 0:1 Vincent Lou 2214
Igor Schlegel 2262 0:1 Mateo Rodriguez Polo 2230
Urs Rüetschi 2313 1:0 Lorenz Wüthrich 2220
Sebastian Muheim 2195 0:1 Vincent Kriste 2176
Philipp Aeschbach 2242 ½:½ Lukas Oestmann 2052
Ziad Kanana 2119 0:1 Daniel Borner 2099


Zur letzten Runde der Saison gegen Kirchberg traten wir an ohne allzu grosse Erwartungen. Kirchberg hatte bis anhin eine grossartige Saison gespielt und hätte sich in der Vorschlussrunde gegen Payern beinahe den Meistertitel gesichert. Für uns standen dagegen --ausser unserem Sieg gegen den Tabellenletzten Wil- noch keine Punkte zu Buche. Dazu mussten wir ohne David auskommen und waren damit deutlich ersatzgeschwächt.
Den nachfolgenden Bericht gestalte ich etwas kürzer als normalerweise, denn schliesslich wurden alle Partien live übertragen und ich empfehle interessierten Lesern die Partien unter folgendem Link nachzuspielen:
https://lichess.org/broadcast/sgm-2025-2026/round-7/Rdv6mAz0


Insgesamt zeigten wir jedoch den besten Match der Saison und es war eine Freude zu sehen, dass einige Spieler, denen es bisher nicht so recht lief, plötzlich richtig gutes Schach zeigten. Sehenswert waren insbesondere die Siege von Vincent K. und Mateo, aber auch die Leistungen von Daniel B. und Vincent L. waren bemerkenswert. Und natürlich bin ich auch mit meiner eigenen Partie sehr zufrieden sein, zumal ich gegen den gleichen Gegner zuvor bereits zweimal verloren hatte. Lukas stand bei seinem schwarz remis in der Schlussstellung vermutlich ebenfalls glatt auf Gewinn. Angesichts der Stärke seines Gegnrs ist der halbe Punkt aber auch so ein grosser Erfolg. Zusammen mit Lukas hatten Lorenz und Jonas die schwersten Aufgaben zu bewältigen. Beide kämpften gut und insbesondere Jonas war sehr nah dran am remis. Leider hat es am Schluss dann nicht ganz gereicht.
Also insgesamt ein versöhnlicher Abschluss einer schwierigen Saison, der uns eine gewisse Ehre verschafft, dass wir nicht punktgleich mit dem Absteiger abgeschlossen haben. Für die Mannschaft von Kirchberg war es dagegen etwas bitter, dass sie durch die deutliche Niederlage noch auf Rang 3 abrutschten. Als kleinen Trost möchte ich aussprechen, dass sich Rang 3 als Eierbecher verwenden lässt, wogegen ich für die anderen Ränge noch keinen anderweitigen Nutzen ausmachen konnte.

 
6. Runde
Réti 1 2284 6:2 Sprengschach Wil 1 2178
David Pires Tavares MARTINS 2472 ½:½ Igor Neyman 2342
Matthias Gantner 2297 ½:½ Julius Semling 2220
Daniel Fischer 2369 1:0 Peter Hammer 2116
Jonas Wyss 2293 ½:½ Sandro Schmid 2248
Sigurdur Dadi Sigfusson 2304 ½:½ Johannes Semling 2203
Vincent Lou 2214 1:0 Lukas Meier 2234
Emmanouil Sakaridis 2103 1:0 Mike Busch 1937
Lorenz Wüthrich 2220 1:0 Jonas Menzi (FF) 2122

Für unseren gestrigen Gegner Will begann der Match denkbar schlecht: Zu Beginn der Runde fehlten noch drei Spieler, die offenbar im Stau steckten. Mit vierzig Minuten Verspätung kamen dann zwei davon letztlich noch. Der Spieler an Brett 8 erschien jedoch nicht und so gingen wir durch das forfait nach einer Stunde bereits in Führung. Schade für Lorenz, der natürlich gerne bereit war zu kämpfen, aber wir nehmen natürlich den Punkt trotzdem gerne in einem so wichtigen Spiel.

An den anderen Brettern sah es auch bereits vielversprechend aus. Zuerst kam Jonas, der sich vor der Partie krank gefühlt hatte, an Brett 4 zu einem Kurzremis mit Schwarz. In einer London-Eröffnung entstand ein Endspiel wo schwarz einen doppelten b-Bauern hatte. Dafür offerierte dies das Feld c4 für seinen Springer. Sein Gegner hatte zum Glück keine grosse Lust zu kämpfen und die Partie wurde früh beendet, was der Mannschaft -und insbesondere auch Jonas- sehr entgegenkam.

An Brett 3 wählte Daniels Gegner die Aljechin-Verteidigung. Weil ich am Brett daneben sass, während ich auf meinen Gegner wartete, wage ich ausnahmsweise den Versuch die ganze Partie zu zitieren: 1.e4 Sf6 2.e5 Sd5 3.c4 Sb6 4.d4 d6 5.exd6 cxd6 6.Sc3 g6 7.h3 Lg7 8.Sf3 0-0 9.Le2 Sc6 10.0-0 e5 11.Lg5 f6 12.Le3 f5 13.dxe5 dxe5 14.Db3 Sd4 15.Lxd4 exd4 16.c5+ Kh8 17.Sb5 Sd7 18.Dc4 d3 19.Lxd3 Sxc5 20.Dxc5 Dxd3 21.Tad1 De4 22.Sc7 b6 23.Dd6 Tb8 24.Tfe1 Db7 25.Te7 Lf6 26.Dxf6+ 1-0 https://lichess.org/study/7Rg9Xzed  - Als Anekdote sei noch erwähnt, dass schwarz in dieser Partie zweimal remis anbot.

An Brett 1 hatte David mit weiss in einer London Eröffnung stets minimalen Vorteil. Viel herausholen konnte er jedoch nicht und die Partie verflachte im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern zum remis.

An Brett 7 erhielt Emmanouil gegen die Holländische-Verteidigung (eine weitere zweifelhafte Eröffnung) bereits früh eine Gewinnstellung. Sein Gegner manöverierte seinen Springer ins Abseits auf a5 und in der Zwischenzeit marschierte Emmanouils h-Bauer unbekümmert nach vorne. Der Angriff kostete Schwarz die Dame gegen drei Leichtfiguren, wobei aber in der Stellung die Dame klar überlegen war. Zu seinem Kredit schaffte es aber sein Gegner seine Figuren doch noch irgendwie zu koordinieren und Weiss vor Problem zu stellen, aber letztlich gewann Emmanouil die Partie.

An Brett 6 überspielte Vincent in einem Sizilianisch-Najdorf seinen Gegner positionell. Weiss fand sich bald mit einem schlechten Läufer und geschwächtem Damenflügel und wurde damit zerlegt.

An Brett 2 stand ich mit schwarz gegen ein Giuoco Pianissimo zunächst leicht unter Druck, fand dann aber eine Idee mich mit einem vorübergehenden Bauernopfer zu befreien. Danach erhielt ich eine bequeme Stellung, gewann einen Bauern und hatte danach ein paar klare Gewinnmöglichkeiten. Leider spielte ich in Zeitnot sehr schlecht und wickelte anschliessend zu früh in ein Turmendspiel ab. Dies erwies sich dann als remis, wobei mein Gegner genau verteidigen musste. Ein leichter Trost, dass mein Gegner ein FIDE Rating von 2319 hat. Mir war während der Partie nur das schweizer Rating von ca. 2200 bekannt und es war damit ein wenig frustriert, dass er sich so gut verteidigt.

Die unterhaltsamste und auch längste Partie hatte wieder einmal Sigi an Brett 5: In einem Sizilianer schien sein Angriff am Königsflügen zunächst sehr vielversprechend zumal er das schwarze Gegenspiel am Damenflügel sehr effektiv blockiert hatte. Aber irgendwie war die Lage dann doch nicht so klar und plötzlich gab es wilde Komplikationen. Einige Zuschauer machten sich offenbar sogar eine Weile lang Sorgen – Möglich, dass der Minusturm von Sigi zu dieser Einschätzung beigetragen hat. Aber sein Gegner fand letztlich nicht genügend Mittel um Sigis weit nach vorne gerückte Bauern zu entschärfen. Die Partie endete letztlich im Endspiel mit einer Zugwiederholung.

Matthias
5. Runde
Réti 1 2264 3.5-4.5 SG Winterthur 1 2328  
Matthias Gantner 2290 ½-½ Florian Jenni 2468  
David Pires Tavares MARTINS 2443 0-1 Dennis Kaczmarczyk 2462  
Jonas Wyss 2270 0-1 Emanuel Schiendorfer 2388  
Sigurdur Dadi Sigfusson 2300 1-0 Oliver Kurmann 2409  
Francesco Antognini 2212 1-0 Benedict Hasenohr 2260  
Simon Lepot 2211 0-1 Colin Federer 2216  
Lorenz Wüthrich 2162 0-1 Johannes Rappazzo 2188  
Christian Wagner 2224 1-0 Andreas Huss 2230  

Beim gestrigen Match gegen Winterthur traten wir an in der Hoffnung die ersten Mannschaftspunkte der Saison zu ergattern. Letztes Jahr waren wir nahe dran an einer Überraschung und wir waren bereit für ein spannendes Match.
An Brett 7 lief bei Lorenz etwas schief. Er sah sich in einem Königsinder bald einem unwiderstehlichen Angriff im Zentrum ausgesetzt und Winterthur in Führung brachte. An Brett 6 schien Simons Stellung in einem Najdorf ganz vielversprechend. Mit der Zeit aber verflachte sein Spiel am Königsflügel und der weisse Angriff am Damenflügel erwies sich letztlich als gefährlicher. An Brett 2 schnappte sich weiss gegen David kurz nach der Eröffnung einfach einen Bauern auf h7 mit seinem Läufer. Dieser konnte zwar mit g6 eingesperrt werden, aber es gab keinen Weg ihn zu erobern. Schliesslich entkam der Läufer und David hatte einfach ein paar Bauern zu wenig. An Brett 8 kam Christian zu einem überzeugenden Schwarzsieg. Den genauen Verlauf kann ich nicht wiedergeben, aber Schwarz war stets am Drücker. Die Partie des Tages gelang Sigi an Brett 4. Mit Schwarz wirbelte er in einem Königsinder seine Figuren durch die Stellung seines namhaften Gegners, der nur zusehen und staunen konnte. Gegen Sigi in dieser Form war auch für ihn kein Kraut zu wachsen. An Brett 1 spielte ich wie im Vorjahr gegen F. Jenni. In einem klassichen Saitzev-Spanier wurden 24 Züge lang die Theorie befolgt. Danach wich mein Gegner ab – was mir die Gelegenheit gab in Vorteil zu kommen. Zweimal hatte ich die Chance ernsthaften Vorteil zu erlangen, aber leider konnte ich diese nicht nutzen. Deshab verflachte die Partie schliesslich im Endspiel zum remis. An Brett 5 setzte Francesco seinen Gegner mit Weiss in einem damenlosen Mittelspiel positionell unter Druck. Nach und nach befreite sich aber sein Gegner und in einem Turmendspiel stellte Francesco sogar einen Bauern ein. Das gab seinem Gegner das Gefühl auf Gewinn spielen zu können, doch dann beging dieser einen ernsthaften positionellen Fehler. Obwohl die Stellung blockiert schien fand Francesco einen Weg seinen König nach a7 zu wandern wonach der schwarze Damenflügel schutzlos war. Eine hart umkämpfte Partie und ein wohlverdienter Sieg. Mit einem remis an Brett 3 hätte das Match unentschieden geendet. Jonas versuchte sich in einem Endspiel von dem Oktopus-Springers auf d3 zu befreien um die Stellung auszugleichen. Das erwies sich jedoch als schwieriges Unterfangen und letztlich konnte sich Jonas nicht mehr verteidigen. So kam die knappe Niederlage von 3.5 – 4.5 zu Stande.

Matthias
4. Runde
SV Wollishofen 1 2321 5:3 Réti 1 2289
Michael Prusikin 2529 1:0 Mihajlo Stojanovic 2457
Li Min Peng 2529 ½:½ David Pires Tavares MARTINS 2474
Michael Hochstrasser 2297 ½:½ Matthias Gantner 2291
Olivier Moor 2283 ½:½ Simon Lepot 2223
Marco Gähler 2324 1:0 Mateo Rodriguez Polo 2249
Jürgen Fend 2268 ½:½ Francesco Antognini 2268
Kala Kishan Udipi 2065 ½:½ Lorenz Wüthrich 2213
Fabian Mäser 2271 ½:½ Mustafa Batuhan Iliev (Sever) 2135

Nach der knappen Niederlage in der ZMM war unser Gegner Wollishofen 1 heiss auf Revanche. Dabei half, dass Ihnen das stärkste Team der Saison, inklusive zwei Grossmeistern, zur Verfügung stand.
Brett 8: Batu, bei seinem Debut für die erste Mannschaft, platzierte seine Figuren in einer Maroczy-Struktur etwas unglücklich und musste ein paar ernsthafte Felderschwächen zugestehen. In der Folge verteidigte er sich aber sehr gut und erzielte ein verdientes remis gegen einen starken Gegner. An Brett 5 kam Mateo gegen die Doppelfianchetto-Eröffnung seines Gegners schnell unter Druck. Weiss landete einen Springer auf d6, der genommen werden musste, wonach aber der weisse Bauer auf d6 lästig war. Mateo nahm den Bauern schliesslich im Zusammenhang mit einem Qualitätsopfer, aber es reichte nicht um die Partie zu retten. An Brett 6 stand Francesco mit Weiss in einer positionellen Partie etwas besser, konnte aber seinen Vorteil nicht vergrössern und die Partie verflachte ins remis. An Brett 2 setzte David seinen Gegner in einem Endspiel des angenommenen Damengambits stark unter Druck. Zwischenzeitlich hatte er einen Bauern mehr und den Vorteil des Läuferpaars. Den Bauern musste er zurückgeben, aber dafür schien der schwarze Königsflügel sehr anfällig. Mit Grossmeisterlicher Verteidigung hielt Schwarz aber schliesslich die Stellung zusammen. An Brett 1 stand im Grossmeisterduel die Vorstossvariante der französischen Verteidigung auf dem Brett. Oberflächlich schien die schwarze Stellung in Ordnung, jedoch konnten sich der schwarze Königsflügel nur schwer entwickeln. Jedenfalls entschied schliesslich eine Initiative am Damenflügel die Partie zugunsten von Weiss. An Brett 3 spielte mein Gegner mit Weiss recht ambitionslos und es entstand eine Karlsbad Struktur in der Schwarz keine Probleme hat. Ich konnte danach meinen Gegner etwas unter Druck setzen, aber in einigen Momenten fehlte meinem Spiel etwas die Präzision. Deshalb musste ich mich letztlich mit remis begnügen. An Brett 7 griff Lorenz‘ Gegner in einer Karlsbad-Struktur mit dem h-Bauern auf seinen König los. Die Stellung war unklar, weil Weiss einen Bauern gewann, aber seine Figuren unkoordiniert waren. Vermutlich befand sich die Stellung im dynamischen Gleichgewicht und man einigte sich schliesslich auf remis. An Brett 4 wurde Simon mit seinen hängenden positionell etwas überspielt und musste eine unangenehme Stellung verteidigen. Er tat dies jedoch letzlich erfolgreich und beendete die Partie als letzter zu dem 5:3 Endstand für Wollishofen.

Matthias
3. Runde
Réti 1 2321 3:5 SG Riehen 1 2216
David Pires Tavares MARTINS 2474 0:1 Dorian Jäggi 2303
Mihajlo Stojanovic 2457 0:1 Christoph Pfrommer 2309
Daniel Fischer 2361 ½:½ Moritz Valentin Collin 2265
Matthias Gantner 2291 ½:½ Gerhard Kiefer 2213
Jonas Wyss 2294 1:0 Heinz Wirthensohn 2271
Christian Wagner 2252 0:1 Marc Schwierskott 2109
Vincent Lou 2214 ½:½ Niklaus Giertz 2109
Simon Lepot 2223 ½:½ Seyed Arvin Kasipour Azbari 2148

Zu Beginn unseres Matches gegen Riehen sah alles sehr vielversprechend aus: Riehen war nicht mit dem besten Team angereist und hatte sämtliche IMs zu Hause gelassen. Wir dagegen traten in der bisher stärksten Formation an. Das erste Anzeichen, dass das Match nicht so laufen würde wie gewünscht kam bereits nach etwa 10 Minuten nach Beginn: Im 12 Zug fiel ich mit Schwarz auf einen einfachen Trick rein und mit Qualitätsverlust und geschwächtem König schien die Stellung bereits hoffnungslos. Wie durch ein Wunder blieb ich jedoch in der Partie, gewann die Qualität zurück und stabilisierte die Lage. Danach sah es zwischenzeitlich ganz gut aus für uns: An den ersten drei Brettern standen wir besser -insbesondere David schien auf gutem Weg zum Sieg. An den Weissbrettern 5 und 7 standen  Jonas und Vincent auch gut, während wir an den Schwarzbrettern 6 und 8 eher unter Druck waren. Als erstes endete dann die Partie an Brett 6: Christian hatte sich mit einem Bauernopfer auf b5 verrechnet und das weisse Gegenspiel unterschätzt. Danach ging es mit seiner Stellung schnell bergab und so kam Riehen in Führung. Wenig später verflachte meine Partie in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern zum remis. Jonas nutze in einem Leichtfigurenendspiel die geschwächte gegenerische Bauernstruktur gnadenlos aus und erzielte somit den Ausgleich für Réti. Leider hatte sich die Lage an den restlichen Brettern zu unseren Ungunsten gekippt. David war an Brett 1 plötzlich in Schwierigkeiten. An Brett 3 hatte Daniel in einem Turmendspiel keine Chancen auf Vorteil und schien sogar etwas unter Druck. An 7 hatte Vincent die Qualität geopfert, wofür er zwar ausreichende Kompensation hatte, aber auch nicht mehr. An 8 kämpfte Simon ums remis weil er die Dame verloren hatte gegen Turm und Läufer. Einzig Mischa stand zu diesem Zeitpunkt noch besser, aber die Lage war bereits äusserst kritisch. Die Partien endeten dann mehr oder weniger wie erwartet. Als erster remisierte Vincent, anschliessend hatte Daniel sein Turmendspiel erfolgreich verteidigt. Mischas Dame Gegner fand einen Weg seine Dame zu aktivieren und Drohungen von Dauerschach aufzubauen. Objektiv hätte Mischa wohl das remis akzeptieren müssen, aber bei dem Spielstand musste er für die Mannschaft weiterkämpfen. Leider zahlte sich dies nicht aus - der gegnerische Freibauer war danach zu stark. Davids Endspiel war ebenfalls nicht zu halten und der Match war nun definitiv entschieden. Immerhin konnte Simon seine Partie noch halten zum Schlussresultat von 3:5. Eine sehr bittere Niederlage für uns in einem Match in dem fast alles schief ging was schief gehen konnte. Zu allem Unglück hinzu kommt noch, dass Wil ein äusserst überraschendes 4:4 gegen Nyon gelang. Noch ist nichts verloren für uns, aber wir werden uns anstrengen müssen im nächsten Jahr um die Liga zu halten.

Matthias
2. Runde
Payerne 1 2337 5.5:2.5 Réti 1 2272
Joseph Girel 2500 ½:½ David Pires Tavares MARTINS 2474
Rémy Degraeve 2464 ½:½ Daniel Fischer 2361
Tom Decuigniere 2392 1:0 Jonas Wyss 2294
Niels Willems 2411 1:0 Matthias Gantner 2291
Vitalii Gryshko 2332 1:0 Vincent Lou 2214
Flavio Rotunno 2202 ½:½ Simon Lepot 2223
Aurélien Pomini 2225 1:0 Daniel Borner 2106
Cédric Pahud 2173 0:1 Lorenz Wüthrich 2213

Das Auswärtsspiel gegen Payerne erwies sich wie erwartet als schwere Aufgabe. Mit der Aufstellung in der unser Gegner antrat sind sie jedenfalls ein Topfavorit für den Titel. Im Match hatten wir nie wirklich eine Chance. Daniel und ich verloren als erste unsere Partien und bald darauf musste auch Jonas aufgeben. In der Zwischenzeit gabs noch ein remis von David an Brett 1. An den restlichen Brettern sah es dann immerhin noch ein wenig freundlicher aus für uns. Lorenz gewann eine hübsche Partie in einem Nimzoinder. Sein Gegner versuchte eine schwarzfeldrige Blockade zu errichten, die Lorenz jedoch durchbrechen konnte und somit für uns den Ehrentreffer erzielte. Simons Partie war sehr ausgeglichen und endete remis in einem Bauernenspiel mit totaler Blockade. Daniel musste ein unangenehmes Endspiel verteidigen in dem beide Spieler über Turm + Springer + Bauern verfügten. Zudem hatte Daniel nur noch eine Minute auf der Uhr gegenüber 50 Minuten des Gegners. Trotzdem hielt Daniel das Endspiel mit Bravour. Ein Auf und Ab war die Partie von Vincent. Nachdem er in der Eröffnung schon bald sehr schlecht stand, stellte sein Gegner plötzlich einen Bauern ein und das Blatt wendete sich. Aber Vincent konnte aus der Stellung nichts herausholen und verlor dann seinerseits seinen schwachen Bauern auf a6. Danach blieb die Stellung lange ausgeglichen. Und in dem Moment als es schien, dass sein Gegner Fortschritte machte, patzte dieser und gab Vincent die Möglichkeit einen Bauern zu gewinnen. Vincent sah die Idee, seine Umsetzung war aber die falsch und deshalb war es nun der Gegner, der eine Figur und damit die Partie gewann. Das Endergebnis also 5.5 - 2.5 für Payerne. Angesichts der Stärke des Gegners ist das kein Desaster. In den kommenden Runden müssen wir nun aber zusehen, dass wir einige Mannschaftspunkte sammeln können, damit uns die Sorge über den Abstieg nicht die ganze Saison lang begleitet.

Matthias
1. Runde
Nyon 1 2304 4.5:3.5 Réti 1 2222
Danyil Mosesov 2434 1:0 Matthias Gantner 2291
Adam Feher 2428 ½:½ David Pires Tavares MARTINS 2474
Alexandre Iwanesko 2292 0:1 Sigurdur Dadi Sigfusson 2289
Murtez Ondozi 2350 1:0 Jonas Wyss 2294
Dorian Asllani 2208 0:1 Vincent Lou 2214
Holger Rasch 2264 ½:½ Emmanouil Sakaridis 2106
Selvan Gautier 2243 1:0 Lukas Oestmann 2027
Alexandre Merenciano 2215 ½:½ Rubén Porras Campo 2083

Gegen den amtierenden Meister Nyon traten wir gestern als klarer Aussenseiter an.
Der Match begann für uns auch denkbar schlecht. Jonas erwischte mit Weiss an Brett 4 einen sehr unangenehmen Gegner, der all seine Züge im Blitztempo ausführte. Gleichzeitig hatte Jonas auch bestimmt nicht seinen besten Tag und musste sich früh geschlagen geben. Und es kam gleich noch dicker: Mit Schwarz hatte ich an Brett 1 in einem Nimzo-Inder die Varianten verwechselt, stand danach aber eigentlich ganz ok. Aber dann tauchten plötzlich Problem auf und ich entschied mich für die riskante Fortsetzung einen Bauern zu nehmen. Das war aber klar die falsche Entscheidung und nur ein paar Züge danach fiel meine Stellung auseinander.
An Brett 8 spielte Ruben stark und stand zwischenzeitlich klar auf Gewinn dank einem starken Freibauern auf der c-Linie, seinem Läuferpaar und dem exponierten schwarzen König. Leider übersah er dann eine Verteidigungsressource seines Gegners, wonach die Sache nicht mehr so klar war, auch wenn die Stellung immer noch gut aussah. Ruben akzeptierte dann das Remisangebot seines Gegners, was man bei 200 Elo Differenz und knapper Bedenkzeit natürlich verstehen kann. An Brett 6 schien die Partie von Emmanouil stets relativ ausgeglichen wobei es eher Emmanouil, der nach einem missglückten Bauervorstoss seines Gegner in Vorteil hätte kommen können. Schliesslich endete die Partie aber in einem völlig ausgeglichenen Turmendspiel mit remis. An Brett 5 stand Vincent mit Schwarz nach der Eröffnung nach eigener Aussage sehr schlecht. Er konnte jedoch die Partie drehen. Den Mehrturm, den er dabei erhielt verwertete er mit sauberer Technik. An Brett 7 erreichte Lukas mit schwarz bei seinem Debut eine klar bessere Stellung gegen seinen deutlich höher gewerteten Gegner. Sein starker Freibauer auf c3 hätte in Kombination mit einer Initiative am Königsflügel wohl zum Gewinn geführt. Stattdessen zentralisierte Lukas seine Dame auf ein schönes Feld. Dabei verlor er aber zu viel Zeit wodurch Weiss die Stellung ausgleichen konnte und nach einem Damentausch gewann dann Weiss die Oberhand. Das entstandene Springerendspiel war hoffnungslos für Schwarz. Die Unterhaltsamste Partie spielte -natürlich- Sigi an Brett 2. In einem Italiener spielte er mit Schwarz auf Angriff am Königsflügel und zunächst dominierte er seinen Gegner komplett. Dann aber manöverierte er seinen Läufer etwas ins Abseits und die gegnerischen Springer begannen in beidseitiger Zeitnot wild umherzuhüpfen. Der Ausgang der Partie schien äusserst ungewiss, aber dann kam Sigis Läufer gerade rechtzeitig aus dem Abseits zurück, opferte sich auf g3 und mit diesem Einschlag entschied sich die Partie zugunsten von Sigi. Danach blieb nur noch die Partie von David an Brett 1. Mit einem Sieg hätte der Wettkampf noch unentschieden enden können. David tat sein bestes und opferte seinen Läufer um mit einer Bauernwalze auf Sieg spielen zu können. Es entstand ein Endspiel mit Dame + 3 verbundene Bauern f,g,h gegen Dame und Läufer. Praktisch bot das Endspiel vielleicht gewisse Chancen, aber objektiv war es wohl nicht zu gewinnen. Seinem Gegner gelang es jedenfalls die Damen zu tauschen und kurze Zeit später musste David ins remis einwilligen.
Trotz der knappen Niederlage war es insgesamt ein gutes Match von uns. Wenn wir diesen Kampfgeist behalten können, werden wir sicherlich bereits bald die wichtigen Mannschaftspunkte holen.

Matthias

Réti 2

Rangliste

Noch kein Eintrag.

Liga
Rd Datum Heimteam   Gastteam Liga
1 01.11.2025 Chur 1 - Réti 2 1. Regionalliga Zone D
2 22.11.2025 Réti 2 - St. Gallen 2  
3 13.12.2025 Réti 2 - Gonzen 1 Teamleiter
4 24.01.2026 Pfäffikon 1 - Réti 2 Anselm Schönbächler
5 07.02.2026 Réti 2 - Frauenfeld 1 anselm.schoenbaechler@gmail.com
6 21.02.2026 Réti 2 - Nimzowitsch 2  
7 07.03.2026 Rapperswil-Jona 1 - Réti 2  
7. Runde
Rapperswil-Jona 1 1989 4:2 Réti 2 2032
Sandro Knaus 2085 0:1 Mustafa Batuhan Iliev (Sever) 2160
Alexander Langwieser 2064 1:0 Karl-Iversen Lapp 2009
Karl Erik Clausen 2018 ½:½ Sharif Mansoor 2023
Christian Metzger 1993 ½:½ Anselm Schönbächler 2108
Thomas Hofstetter 1899 1:0 Sebastian Curi 1932
Johannes Roth 1874 1:0 Fabian Lang 1962
6. Runde
Réti 2 2029 4:2 Nimzowitsch 2 1886
Daniel Borner 2099 ½:½ Vital Studer 2048
Lukas Oestmann 2052 ½:½ Markus Germann 1991
Theodor Jordan 1993 ½:½ Jean-Marc Bosch 1856
Christoph Schmid 2044 ½:½ Beat Zaugg 1863
Fabian Lang 1962 1:0 Philip Christoph Olson 1770
Sharif Mansoor 2023 1:0 Fabien Robichon 1786
5. Runde
Réti 2 2062 4-2 Frauenfeld 1 1947  
Carmi Haas 2136 0-1 Peter Plüss 2092  
Daniel Borner 2078 ½-½ Bruno Zülle 2003  
Anselm Schönbächler 2079 1-0 Paul Businger 1994  
Robert Hauser 2008 1-0 Jeroen Naarding 1929  
Christoph Schmid 2059 ½-½ Thomas Wunderlin 1897  
Lukas Oestmann 2011 1-0 Erion Veseli 1769  

Réti 2 bleibt auf der Siegerstrasse – auch das starke Frauenfeld konnte uns nicht aufhalten. Nach einem ungefährdeten Remis von Daniel an Brett 2 konnte Robert seine vorbildlich aufgebaute Königsflügel-Initiative in einen Sieg ummünzen. Zwar musst Carmi kurz darauf an Brett 1 nach einem taktischen Fehler im Endspiel die Segel streichen, weil aber alle drei verbleibenden Bretter für uns sehr vielversprechend aussahen, war der Sieg bereits greifbar.
Anselm verwertete seine Mehr-Qualität an Brett 3, indem er mit einem öffnenden Opfer den gegnerischen König mit seinen Schwerfiguren umkreiste und mit nicht mehr abwehrbaren Mattdrohungen konfrontierte. Lukas, der es an Brett 6 mit einem extrem aggressiven Grand-Prix-Spieler zu tun bekam, konnte dank präziser Berechnung das gegnerische Doppel-Springeropfer abwehren und schliesslich zum erfolgreichen Gegenangriff blasen. Zum Schluss blieb noch die Partie an Brett 5; Nachdem sich Christoph in einem positionellen Mittelspiel ein gewonnenes Turmendspiel herausgespielt hatte, wollte er es technisch vielleicht etwas zu schön machen... er erlaubte dem Gegner unnötigerweise einen gefährlichen Freibauern, was ihm gerade genug Gegenspiel einbrachte, um sich ins Remis zu retten. Schade, da wäre mehr für uns möglich gewesen!
Dennoch ein vollständig überzeugender 5. Sieg im 5. Spiel der Saison.

Anselm
4. Runde
Pfäffikon 1 2044 1:5 Réti 2 2047
Simon Schellenberg 2219 1:0 Fabian Lang 1942
Patrik Hugentobler 2189 0:1 Carmi Haas 2098
Thomas Mülli 2005 0:1 Karl-Iversen Lapp 2030
Christian Mäder 1975 0:1 Daniel Borner 2106
Manfred Gosch 2037 0:1 Anselm Schönbächler 2079
Reinhard Wegelin 1836 0:1 Lukas Oestmann 2027

Es erwartete uns eine schwierige Aufgabe in Pfäffikon, da die Zürcher Oberländer mit ihrem Spitzenduo Schellenberg/Hugentobler antreten konnten.
Daniel, der sein Debüt für Réti 2 gab in dieser Saison, konnte schon früh das Skore zu unseren Gunsten eröffnen. Etwas später tat es ihm Iversen gleich, indem er (dank etwas Mithilfe des Gegners) ein ausgeglichenes Läuferendspiel in ein gewonnenes Bauernendspiel umwandeln konnte.
Die 2:0-Führung beflügelte uns: Carmi konnte ein "guter Läufer"-vs.-"schlechter Springer"-Endspiel dank eines weit vorgerückten Freibauern für sich entscheiden und so einen der beiden Top-Spieler von Pfäffikon ausschalten. Tolle Leistung, Carmi! Wenig später münzte auch Anselm seine Gewinnstellung in einen Sieg um. Damit war der Mannschaftssieg nach nur vier beendeten Partien (und noch vor der Zeitkontrolle) sichergestellt.
Nach der Zeitkontrolle musste Fabian nach hartem Kampf an Brett 1 die Segel streichen. So kam Pfäffikon immerhin noch zu einem Ehrenpunkt. Es hätten eigentlich auch zwei Ehrenpunkte werden können, aber weil Lukas' Gegner an Brett 6 den Übergang von Mittel- zu Endspiel komplett verpatzte, verwandelte sich die Gewinnstellung für Schwarz innert kürzester Zeit in eine Gewinnstellung für Weiss. Lukas blieb in der Folge eiskalt und gewann die Partie dank eines schönen Turmfangs.
Eine solide Teamleistung und ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Aufstiegsspiel!

Anselm
3. Runde
Réti 2 2018 4:2 Gonzen 1 1956
Mustafa Batuhan Iliev (Sever) 2135 0:1 Singh Mahajan Kiranpal 2014
Fabian Lang 1942 ½:½ Sasa Bulutic 2024
Robert Hauser 2000 1:0 Sven Bartholet 2009
Anselm Schönbächler 2079 ½:½ Martin Dürst 1978
Theodor Jordan 1979 1:0 Michael Hein 1815
Christina Jordan 1971 1:0 Martin Wiesinger 1898

Réti 2 reitet weiterhin auf der Erfolgswelle. In der dritten Runde gegen Gonzen konnten wir unseren dritten Sieg einfahren.
Der Sieg wurde eingeleitet durch Theodors Triumph an Brett 5, den er durch präzise Berechnung und eines weit vorgerückten e-Freibauerns im Damenenspiel verbuchen konnte. Wenig später holte auch seine Schwester Christina den vollen Punkt, nachdem sie in einem ungleichfarbigen Läuferendspiel an beiden Flügeln einen Freibauern bilden konnte. In der Zwischenzeit hatte auch Robert souverän den Sieg geholt, auch (aber nicht nur) Dank der fürchterlichen Zeiteinteilung des Gegners. So waren wir zwischenzeitlich komfortabel mit 3:0 in Führung.
Einen unglücklichen Nachmittag erlebte Batu an Brett 1. Die ganze Partie klar besser stehend verlor er auf Zeit und schenkte so einen sichergeglaubten Punkt her. Zum Glück konnte Anselm wenig später mit dem Remis am 4. Brett den Mannschaftssieg ins Trockene bringen. Da spielte es auch keine Rolle mehr, dass Fabian seine zwischenzeitlich sehr vielversprechende Stellung nicht konvertieren konnte.

Anselm
2. Runde
Réti 2 2030 3.5:2.5 St. Gallen 2 2016
Lukas Oestmann 2027 0:1 Yasin Chennaoui 2188
Anselm Schönbächler 2079 ½:½ Carlos Rodriguez Garcia 2152
Sharif Mansoor 2055 ½:½ Michael Nyffenegger 1963
Roman Schnelli 2029 ½:½ Thomas Würth 1933
Christina Jordan 1971 1:0 Frank Wittenbrock 1949
Konstantinos Ragios 2017 1:0 Rudolf Gautschi 1964

St. Gallen 2 war nicht der erwartete einfache Gegner: Die Ostschweizer reisten mit zwei Spielern über 2150 Elo an. Davon liessen wir uns aber natürlich nicht beeindrucken...
Roman holte mit Schwarz zunächst ein sicheres Remis, bevor Christina am 5. Brett den ersten Sieg verbuchen konnte. Sharif musste in der Zwischenzeit ums Remis kämpfen, aber im Leichtfigurenendspiel behielt er die Nerven und konnte rechtzeitig alle gegnerischen Bauern unschädlich machen. Damit führten wir zwischenzeitlich mit 2:1.
Lukas bekam es am 1. Brett mit einem Gegner zu tun, den man eigentlich nicht in der 1. Regionalliga erwarten würde. Trotzdem schien Lukas in einem gleichfarbigen Läuferendspiel die Oberhand zu gewinnen; Tatsächlich war die Stellung aber objektiv ausgeglichen. Lukas' ununterdrückbarer Siegeswille zwang ihn dazu, "all-in" zu gehen, was jedoch nach hinten losging. Der Gegner zeigte seine ganze Klasse und holte sich doch noch den ganzen Punkt. Schade!
In der Zwischenzeit hatte Konstantinos eine gewaltige Bauernmehrheit souverän in den Sieg umgemünzt. Bleib noch Anselms Partie, die eine völlige Berg-und-Talfahrt war. Nachdem er sich einen deutlichen positionellen Vorteil im Mittelspiel erarbeitet hatte, stellte er eine simple Taktik ein und stand auf Verlust; Er kämpfte sich aber zurück, bis an den Punkt, an dem er wieder ein gewonnenes Turmendspiel hatte, nur um dann nach einer zweiten Unachtsamkeit den vollen Punkt nochmals herzuschenken. Am Schluss endete die Partie mit nakten Königen nach 119 Zügen. Zum Glück war das Remis genug, um den Mannschaftssieg zu sichern!

Anselm
1. Runde
Chur 1 1995 2:4 Réti 2 1996
Julius Jonas Pleschke 1952 1:0 Konstantinos Ragios 2017
Dario Bischofberger 2152 ½:½ Fabian Lang 1942
Oswald Bürgi 2036 0:1 Anselm Schönbächler 2079
Daniel Roth 1917 ½:½ Karl-Iversen Lapp 2030
Andri Arquint 2016 0:1 Robert Hauser 2000
Martin Butzerin 1896 0:1 Stefan Berger 1910

Nach einem kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfall mussten wir die Reise nach Chur mit einem leicht ersatzgeschwächten Team antreten. In Chur angekommen, erwarteten uns aufgrund des Föhns einerseits erstaunlich warme Temperaturen, andererseits ein in einem Réti-Hoodie gekleideten Peter Wyss. Das nennt man wohl Ehrfurcht von den weithergereisten Gästen!
Die Partien begannen allesamt ausgeglichen. Fabian konnte sich aus der Eröffnung mit Weiss keinen klaren Vorteil erspielen, tauschte aber souverän alle Figuren ab und erreichte so ein solides Remis gegen einen starken Gegner. Ähnliches Bild bei Iversen; Auch er remisierte relativ früh, nachdem er im Mittelspiel keinen konkreten Vorteil mehr für sich sah. Etwas später gelang es dann Anselm, dank eines Mehrbauerns und einer komplett überlegenen Figurenstellung den ersten vollen Punkt zu verbuchen.
Daraufhin konnte auch Stefan einen Sieg feiern – allerdings musste er dafür einiges an Wettkampfglück in Anspruch nehmen. Der Gegner hatte zuvor eigentlich eine komplett überlegene Stellung gehabt und verpasste einige leichte Gewinnwege. Doch Stefan verteidigte sich hartnäckig und nutzte schliesslich die Chance, mit seiner Dame in die gegnerische Stellung einzudringen. So konnte er schliesslich mit einem Doppelangriff den gegnerischen Läufer errobern, was den Gegner zur sofortigen Aufgabe bewegte.
Somit führten wir mit 3:1, doch es war zunächst alles andere als klar, ob wir aus den beiden verbleibenden Partien noch den nötigen halben Punkt holen konnten. Konstantinos sah sich nach einem wilden Mittelspiel einem praktisch ausweglosen Endspiel gegenüber, und auch Roberts Stellung sah zunächst alles andere als rosig aus. Am Ende jedoch versagten Roberts Gegner die Nerven, und Robert konnte seinen a-Freibauern spielentscheidend in Szene setzen und so den vollen Punkt einfahren.
Fazit: Gelungener Saisonauftakt mit einem Sieg gegen ein starkes Chur.

Anselm

Réti 3

Rangliste

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Liga
Rd Datum Heimteam   Gastteam Liga
1 01.11.2025 Seebach 1 - Réti 3 1. Regionalliga Zone C
2 22.11.2025 Réti 3 - SV Wollishofen 2  
3 13.12.2025 Réti 3 - Chessflyers 1 Teamleiter
4 24.01.2026 SG Zürich 2 - Réti 3 Patrik Willi
5 07.02.2026 Réti 3 - Tribschen 2 patrik.willi@chem.ethz.ch
6 21.02.2026 Cham 1 - Réti 3  
7 07.03.2026 Zug 1 - Réti 3  
7. Runde
Zug 1 2068 3.5:2.5 Réti 3 1988
Richard Zweifel 2232 0:1 Peter Pfister 2022
Markus Regez 2148 1:0 Carmi Haas 2064
Cyrill Leuthold 1986 0:1 Martin Herfort 1995
Willi Dürig 2044 1:0 Martin Fuchsberger 2012
Peter Rutz 2003 1:0 Nils Koltzenburg 1897
Serge Wilhelm 1995 ½:½ Edmund Hofstetter 1940
6. Runde
Cham 1 1972 3:3 Réti 3 1983
Fabian Frey 2242 ½:½ Anuar Tureshbayev 2035
Tim Distel 1979 0:1 Peter Pfister 2022
Felix Schwab 1906 0:1 Martin Fuchsberger 2012
Noah Hofstetter 1914 1:0 Karl-Iversen Lapp 2009
Carlos Gomez Garcia 1927 ½:½ Edmund Hofstetter 1940
Stefan Hug 1861 1:0 Franz Altner 1878
5. Runde
Réti 3 1999 5-1 Tribschen 2 1942  
Anuar Tureshbayev 2097 ½-½ Daniel Portmann 1926  
Peter Pfister 2019 1-0 Bruno Haltmeier 1997  
Patrik Willi 2066 1-0 Toni Riedener 1960  
Karl-Iversen Lapp 2014 ½-½ Frank Neubert 1951  
Christina Jordan 1798 1-0 Christoph Sterkman 1950  
Martin Fuchsberger 1997 1-0 Hugo Ensmenger 1869  
4. Runde
SG Zürich 2 2013 4.5:1.5 Réti 3 1969
Eduard Cervelli 2050 1:0 Patrik Willi 2026
Niklaus Jung 2036 1:0 Nina Brüssow 1954
Gleb Krivovyaz 2052 1:0 Edmund Hofstetter 1940
Thomas Kummle 1974 ½:½ Tamerlan Begdullayev 2002
Martin Petry 1989 1:0 Martin Herfort 1996
Toni Preziuso 1978 0:1 Stefan Berger 1910
3. Runde
Réti 3 1963 4:2 Chessflyers 1 1960
Nils Koltzenburg 1923 0:1 Arnold Fuchs 1996
Patrik Willi 2026 1:0 Walter Zollinger 1971
Martin Fuchsberger 2003 1:0 Paul Remensberger 2005
Stefan Berger 1910 0:1 Hansuli Remensberger 2041
Martin Herfort 1996 1:0 Irvin Pilav 1910
Edmund Hofstetter 1921 1:0 Jürg-Peter Baumann 1834

In der dritten Runde empfingen wir zuhause die erste Mannschaft der Chessflyers. Nach zwei Runden noch ohne Mannschaftspunkte war klar: Ein Sieg musste her.
So legte an hintersten Brett Edmund auch gleich souverän vor. In einem Najdorf-Sizilianer sicherte er sich aus der Eröffnung einen Raumvorteil am Damenflügel. Weiss gelang es nicht seine Figuren zu koordinieren, sodass Edmund den Druck ins Zentrum ausweiteten und schliesslich einen erfolgreichen Königsangriff am anderen Flügel androhen konnte. Mit einem Figurenverlust von Weiss endete die Partie dann noch vor der Zeitkontrolle zu unseren Gunsten.
Brett 5 sah eine wilde Partie von Martin Herfort. Er konnte seinen Gegner mit einem Portsmouth-Gambit überraschen und gewann früh eine Figur, liess dann aber seinen Gegner nochmals ins Spiel kommen. Als Martin dann eine Qualität hergeben musste und darüber noch einer Drohung, selbst eine Figur zu verlieren, ausgesetzt war, schien ihm die Partie zu entgleiten. Er behielt dennoch einen kühlen Kopf und fand den einzigen Weg, nicht schlechter zu stehen. Mit neuem Anlauf auf der h-Linie gelang es ihm dann, Schwarz erneut in Verlegenheit zu bringen und die Partie schliesslich im resultierenden Endspiel zu gewinnen.
Am zweiten Brett bewegte sich Patrik lange in der Remisbreite. Aus einer englischen Eröffnung mit frühem Damentausch entstand ein ausgeglichenes Endspiel. Aktives Gegenspiel am Königsflügel ermöglichte ihm dann aber das Eindringen eines Turms auf h1. Nach einem letzten Fehler des Gegners konnte Patrik dann ebenfalls den ganzen Punkt verbuchen und somit den ersten Mannschaftspunkt sichern.
Martin Fuchsberger eröffnete seine Partie am dritten Brett mit 1.f4 und festigte rasch das Zentrum. Am Damenflügel schwächte er gezielt die gegnerische Bauernstruktur, welcher mit einem isolierten Doppelbauer auf der b-Linie verblieb. Als ihm eine zusätzliche Schwächung der gegnerischen Bauerstruktur auch am Königsflügel gelang, brach die schwarze Stellung zusammen – der Mannschaftssieg, und somit auch der zweite Mannschaftspunkt, war gesichert.
An Brett 4 fand Stefan auf die englischen Eröffnung seines Gegners nicht die richtige Antwort. der Damenflügel blockiert wurde standen seine Schwerfiguren auf a8, b8 und c8 im Abseits und kamen nicht wieder richtig ins Spiel. Stefan gab sich kämpferisch, aber sein Gegner kontte ihn am Königsflügel langsam überspielt und den Chessflyer eine ersten Trostpunkt sammeln.
Auch am vordersten Brett bot Nils eine kämpferische Partie. Mit einer Alapin-Variante konnte er seinen Gegner in dessen Sizilianer überraschen und kam besser aus der Eröffnung. Im entscheidenden Moment verpasste er jedoch die richtige Fortsetzung und geriet nach Qualitätsverlust in die Defensive. Er verteidigte sich lange zäh, musste sich am Ende aber ebenfalls geschlagen geben.
So stand am Schluss ein verdienter 4:2-Erfolg für uns zu Buche. Ein schöner Befreiungsschlag kurz vor den Feiertagen, der uns mit Zuversicht in die zweite Saisonhälfte im neuen Jahr gehen lässt.

Patrik W.

Rätsel der Runde: Nils Koltzenburg – Arnold Fuchs. Weiss am Zug. Finde den Zug, um den weissen Vorteil aufrecht zu halten.

2. Runde
Réti 3 2039 2.5:3.5 SV Wollishofen 2 2058
Carmi Haas 2098 ½:½ Thomas Held 2069
Martin Fuchsberger 2003 0:1 Mihaly Köhalmi-Szabo 2073
Anuar Tureshbayev 2028 1:0 Joachim Kambor 2084
Martin Herfort 1996 0:1 Philippe Breyer 2030
Peter Meier 2082 ½:½ Thierry Breyer 1999
Patrik Willi 2026 ½:½ Marius Neuschild 2092

Nach dem missglückten Auftaktmatch wollten wir in dieser Runde die ersten Mannschaftspunkte einfahren. Die Voraussetzungen schienen gut: Heimspiel, motiviertes Team – auch wenn Wollishofen 2 in Topbesetzung antrat und gemäss Elo Favorit war. Mit einem soliden Weissaufschlag wollten wir dagegenhalten:
An Brett 1 führte Carmi mit einer soliden Vorstellung unser Team an. Trotz anhaltenden Drucks von Schwarz blieb die Stellung in der Remisbreite. Der halbe Punkt war nie gefährdet, aber ein voller war auch nicht greifbar.
Ein Brett nebenan verlor Martin Fuchsberger früh eine Figur und spielte tapfer auf Kompensation. Leider war dies schlussendlich nicht genug und die Partie kippte bald endgültig, womit wir in Rücklage gerieten.
Am dritten Brett versprach Martin Herfort’s russische Verteidigung zunächst gute Chancen, doch eine übersehene Taktik kurz vor der Zeitkontrolle machte auch hier alle Hoffnungen zunichte.
So war unsere Situation um die Zeitkontrolle bereits prekär. Peter hatte in der katalanischen Eröffnung lange eine vielversprechende Stellung. Gegen die Zeitkontrolle wurde das Spiel jedoch unklarer, und am Ende stand ein leistungsgerechtes Remis.
Ebenso endete Patriks Partie an Brett 6 in einer Caro-Kann-Partie kurz vor der Zeitkontrolle in einem Remis, womit der Mannschaftsverlust bereits besiegelt war.
Der einzige Trost fuhr Anuar an Brett 3 ein: Aus der französischen Verteidigung heraus entstand ein besseres Endspiel, das er mit beeindruckender Ruhe und Technik verwertete und unseren einzigen vollen Punkt holte.
Trotz guter Ansätze und kämpferischem Einsatz mussten wir auch diesmal eine Mannschaftsniederlage hinnehmen. Nach zwei schweren Gegnern hoffen wir nun in Runde 3 endlich auf die ersten Mannschaftspunkte – verdient wären sie allemal.

Patrik W.

Rätsel der Runde: Mihaly Köhalmi-Szabo – Martin Fuchsberger. Schwarz am Zug. Verhindere den Materialverlust.

1. Runde
Seebach 1 1950 4:2 Réti 3 1981
Emanuel Angelovski 2059 1:0 Peter Meier 2082
Hidde Dijkstra 2094 1:0 Tamerlan Begdullayev 2002
Felix Busch 1934 1:0 Nils Koltzenburg 1923
Antoni Kwiatkowski 1843 1:0 Nina Brüssow 1954
Pascal Fehr 1831 0:1 Patrik Willi 2026
Anton Rochowski 1941 0:1 Gil Cotton 1896

In einem regnerischen Samstag begrüsste uns das frisch aufgestiegene Seebach 1 in ihrem geräumigen und hellen Spiellokal zum SGM-Saisonauftakt. Die ausgeglichenen Mannschaftsaufstellungen versprachen einen Kampf voller Spannung.
Um die Zeitkontrolle mussten wir jedoch bereits auf ein Remis hoffen: Pete verlor seine Partie früh, Tamerlan hatte eine ausgeglichene Stellung, Nils und Nina standen in ihren Endspielen unter Druck, während Patrik und Gil aus Gewinn spielten.
Am Ende kippte der Match zugunsten von Seebach: Tamerlan verlor in Zeitnot, ebenso Nils und Nina nach langem Widerstand. Mit den Siegen an den letzten beiden Brettern konnte wir dennoch die ersten zwei Einzelpunkte verbuchen.
So hatte das Wetter unseren Auftakt vorhergesagt und es stand ein 4:2 für Seebach zu Buche – ein unglücklicher Start gegen einen starken Gegner. Mit den richtigen Hausaufgaben für die nächste Runde sind wir aber zuversichtlich, dass in der nächsten Runde die ersten Mannschaftspunkte folgen.

Patrik W.

Rätsel der Runde: Emanuel Angelovski – Peter Meier. Weiss am Zug. Matt in 5.

Réti 4

Rangliste

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Liga
Rd Datum Heimteam   Gastteam Liga
1 01.11.2025 Schaffhausen-Munot 1 - Réti 4 2. Regionalliga Zone F
2 22.11.2025 Réti 4 - Oberglatt 1  
3 13.12.2025 Döttingen-Klingnau 1 - Réti 4 Teamleiter
4 24.01.2026 SV Wollishofen 4 - Réti 4 Lluis Uso i Cubertorer
5 07.02.2026 SG Winterthur 3 - Réti 4 lluis.uso@gmail.com
6 21.02.2026 Réti 4 - SG Winterthur 5  
7 07.03.2026 Réti 4 - Nimzowitsch 4  
7. Runde
Réti 4 1834 3.5:1.5 Nimzowitsch 4 1829
Walter König 1824 0:1 Tomasz Hajduk 1917
Lorenzo Vettor 1883 ½:½ Lars Linnemann 1878
Daniel Lienhard 1856 1:0 Daniel Räss 1765
Lluis Uso i Cubertorer 1860 1:0 Irina Svarichevskaya  
Luigi Bassini 1746 1:0 Matej Petrik 1756
6. Runde
Réti 4 1896 3.5:1.5 SG Winterthur 5 1785
Sebastian Curi 1932 0:1 Heinrich Scherrer 1869
Eugen Fleischer 1865 1:0 Willi Meili 1825
Jiri-Xerxes Kraus 1935 ½:½ Andreas Grütter 1778
Daniel Lienhard 1856 1:0 Matthias Gerber 1785
Christian Suter 1891 1:0 Rainer Gross 1668
5. Runde
SG Winterthur 3 1914 3-2 Réti 4 1879  
Martin Kull 1994 ½-½ Raphael Steiner 1917  
Peter Strommayer 1951 0-1 Eugen Fleischer 1852  
Philipp Keller 1940 1-0 Walter König 1854  
Patrik Zoller 1731 ½-½ Christian Suter 1902  
Sven Kaegi 1952 1-0 Lluis Uso i Cubertorer 1869  
4. Runde
SV Wollishofen 4 1835 1.5:3.5 Réti 4 1896
Beat De Martin 1908 ½:½ Sebastian Curi 1934
Martin Geyer 1876 0:1 Raphael Steiner 1916
Carlos Arocha 1828 ½:½ Eugen Fleischer 1908
Oliver Staeheli 1823 ½:½ Franz Altner 1865
Carlos Martin Gutierrez 1739 0:1 Lluis Uso i Cubertorer 1859
3. Runde
Döttingen-Klingnau 1 1847 2.5:2.5 Réti 4 1877
Kevin Mutter 1914 0:1 Raphael Steiner 1916
Ritish Kannan 1917 1:0 Walter König 1832
Refki Morina 1885 1:0 Daniel Lienhard 1871
Balint Kiss 1762 ½:½ Eugen Fleischer 1908
Patrice Keusch 1758 0:1 Lluis Uso i Cubertorer 1859
2. Runde
Réti 4 1891 4:1 Oberglatt 1 1833
Sebastian Curi 1934 1:0 Jiz Chirappurathu 1847
Eugen Fleischer 1908 0:1 Edoardo Orlando 1896
Lorenzo Vettor 1882 1:0 Ricardo Zamora 1841
Lluis Uso i Cubertorer 1859 1:0 Roland Stengele 1748
1. Runde
Schaffhausen-Munot 1 1935 3.5:1.5 Réti 4 1901
Ingo Klaus 2070 1:0 Sebastian Curi 1934
Yun Pan 2071 ½:½ Jiri-Xerxes Kraus 1934
Christoph Rüegger 1942 1:0 Lluis Uso i Cubertorer 1859
Ridvan Ismaili 1907 1:0 Eugen Fleischer 1908
Daniel Meier 1687 0:1 Daniel Lienhard 1871

Réti 5

Rangliste

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Liga
Rd Datum Heimteam   Gastteam Liga
1 01.11.2025 Réti 5 - Escher Wyss 1 3. Regionalliga Zone P
2 22.11.2025 Réti 5 - Cham 3  
3 13.12.2025 Réti 5 - Wädenswil 2 Teamleiter
4 24.01.2026 SC Phoenix 1 - Réti 5 Kurt Juchli
5 07.02.2026 Zug 2 - Réti 5 kurt.juchli@zuerich.ch
6 21.02.2026 Seebach 5 - Réti 5  
7 07.03.2026 Réti 5 - Seebach 3  
7. Runde
Réti 5 1820 2.5:1.5 Seebach 3 1702
Raphael Mathyer 1855 1:0 Gianin Nicola Richter 1623
Christoph Stadtfeld 1828 0:1 Livio Sgier 1728
Kurt Juchli 1828 ½:½ Hans Richner 1728
Linus Capraro 1768 1:0 Yulia Avilova 1729

In der Schlussrunde gegen ein wiederum sympathisches Team von Seebach 3 wussten alle: Einzelpunkte sammeln, um im Falle eines MP-Gleichstandes mit Escher Wyss oder Zug die Gruppe zu gewinnen.
An Brett 4 machte Linus einmal mehr schnell klar, dass sehr früh aufstehen muss, wer gegen seine immense Erfahrung aus vielen Jahrzehnten Turnierschach ankommen möchte. Seine junge Gegnerin wirkt zwar ebenfalls sehr sattelfest, schien aber eine Abtauschkaskade im Mittelspiel eine überraschende Pointe zu übersehen. Mit Qualität und Bauernplus an beiden Flügeln liess Linus natürlich nichts mehr anbrennen.
Bald darauf holte Raphael an Brett 1 den 2. Punkt nach Hause. Raphael erreichte nach einer buchmässigen Eröffnung durch einige Fehlüberlegungen eine nachteilhafte Stellung. Sein Gegner verfügte aber nicht über die nötige Abgeklärtheit, um den Vorteil zu behaupten. Nach einem unüberlegten Springerzug seines Gegners ergab sich ein hübsches Opfer für Raphael, das seinen Gegner nach wenigen weiteren Zügen zur Aufgabe zwang.
Damit genügte für den Sieg ein halber Punkt an den Brettern 2 und 3.
An Brett 3 durfte der Blindenstock meines offenkundig sehr gut gelaunten Gegenübers in fortgeschrittenem Alter nicht darüber hinwegtäuschen, dass mein Gegner mit Schwarz zwar höchst unüblich aufbaute, aber dennoch äusserst hellsichtige Züge aufs Brett kamen. Trotz Raumvorteilen und aktiveren Figuren, konnte ich den Eröffnungsvorteil nicht halten, zumal ich einem Damentausch nicht ausweichen konnte. Drei Remis-Offerten (!) lehnte ich ab. Im Turmendspiel verpasste ich dann aber die kurze Chance für einen nicht naheliegenden und für mich nicht final rechenbaren Gewinnweg – und musste schliesslich ein paar Züge später in einer 0.00-Stellung mit einem Remisangebot nun meinerseits den Spatz in der Hand nehmen, damit mir nicht noch ein Wetterumbruch die Taube vom Dach fegt.
Es verbleibt jetzt im mittlerweile fast leeren Theatersaal an Brett 2 Christoph St. beim Bohren harter Bretter: Doppelturm-Endspiel.
Christoph vermutet, dass er bei Zug 36 auf Gewinn stand und berichtet anderntags: «Ich hatte einen Extra-Bauern und meine beiden Türme standen aktiv, sein König offen. Aber ich sah verschiedene komplizierte Varianten, wie er zu Gegenspiel kommen konnte, wenn ich selbst auf Bauernjagd gehe. Also habe ich ein Turmpaar getauscht und stand danach sicher, aber passiv und ohne klare Gewinnchancen. Aber es stand 2.5-0.5 für uns, und die Losung des Tages hiess: Einzelpunkte sammeln! Also habe ich es weiter versucht, aber ich kam nicht aus der passiven Stellung raus und der Gegner konnte nach weiteren Fehlern mit Raumvorteil und aktiveren Figuren einen Bauern zurückgewinnen und dann das Endspiel leicht gewinnen».
Damit hat Zug nach einem Remis gegen Escher Wyss zwar gleich viele Mannschaftspunkte wie wir, aber mehr Einzelpunkte 21 zu 17.5): Bitter aber hinnehmbar. Denn etwas hat mir gefallen an dieser Saison, obschon es wieder nicht klappen will mit dem Aufstieg: Wir hatten weitestgehend recht gute Einzelgegner und gutes Schach auf den Brettern.
Réti5 will be back next year!

Kurt
ML SGM Réti 5

Kurt
6. Runde
Seebach 5 1689 0.5:3.5 Réti 5 1847
Sanjay Ram 1671 0:1 Raphael Mathyer 1855
Richard Bohnenberger 1698 ½:½ Henk Sijbring 1877
Dhruv Nair 1697 0:1 Christoph Stadtfeld 1828
Iwan Markow 0:1 Kurt Juchli 1828

In der vorletzten Runde treffen wir im hippen Seebach auswärts auf den aktuell Gruppenletzten. Wie stets herrscht eine knisternde Spannung in den wunderbar modularen Züri-Feizeit-Räumen zwischen Badi und Katzenbach. Felix Busch «startet die Uhren» mit einladenden Worten an die fünf Gastteams und seine gut motivierten Teams.
Mit Iwan Markow treffe ich erneut auf einen selbstbewussten Gymnasiasten, Typus C und gleiches Schulhaus wie ich selber damals am Eingang in die Schachwelt. Schon im 7. Zug zieht er ein ...b6 neben seinen Springer auf c6 ohne sich zu fragen, wohin mein Lg2 nach einem Abzug 8. Sf3xe5 genau wirkt (auf a8 sollte 8. ... Sc6xe5 folgen). Hope Chess bleibt das Motto meines recht coolen Gegners. Aber gutes Schachverständnis lässt Iwan dennoch zwischendurch aufblitzen. Nach einer guten Stunde und 45 Zügen (der Gegner hat netto 8 Min. investiert) haben wir den 1: Punkt an Brett 4 im Trockenen.
Von Brett 3 berichtet Christoph anderntags: «In einem ausgeglichenen Turm-Endspiel hatte ich Glück, dass mein Gegner eine Taktik übersah, die einen Bauern gewann und den Turmtausch forcierte. » Und als Kiebitz ist zu ergänzen: Das Bauernendspiel war nicht ohne, aber Christoph ist hier sehr sattelfest. Eine Freude für den Zuschauer und Balsam für die Nerven des ML.
Aus der Skandinavischen Verteidigung heraus erlangte Henk an Brett 2 mit Weiss einen kleinen, aber langanhaltenden Vorteil, den er geduldig ausbaute. Gerade als er sein Werk vollenden konnte, unterlief ihm ein kleiner Fehler, woraufhin Schwarz ausgleichen konnte. Trotz langem Drängen gab Schwarz keinen Millimeter nach, und in einer glatten Remis-Stellung wurde im 52. Zug der Friedensschluss vereinbart.
Damit ist der Team-Sieg im Trockenen, und Raphael kämpft an Brett 1 noch um einen wichtigen Einzelpunkt: In einer trickreichen Eröffnung erreichte er eine Angriffsstellung. Sein Gegner verteidigte mit allen Mitteln, aber trotz Zeitdruck konnte Raphael souverän in ein gewinnendes Endspiel abwickeln.
Der Sieg wird standesgemäss gewürdigt mit einem grossen Bier in einer Shisha-Bar (merci, Christoph: Wieder-Einstand-Runde ans Team nach Auslandaufenthalt), wo um uns internationaler Club-Fussball auf Riesenscreen läuft, und Wasserpfeife geraucht wird. Nach Seebach kommen wir gerne wieder zurück. Aber zunächst empfangen wir Seebach3 für die letzte Runde im beschaulichen Hirslanden zu Hause.

Kurt
5. Runde
Zug 2 1846 1.5-2.5 Réti 5 1839  
Ken Lee 1887 ½-½ Henk Sijbring 1843  
Zlatko Musil 1860 ½-½ Jiri-Xerxes Kraus 1906  
David Jaron Weber 1857 0-1 Nils Koltzenburg 1794  
Felix Stolper 1779 ½-½ Kurt Juchli 1812  

Den Gruppenleader Zug2 zu Hause zu schlagen, um uns für die verbleibenden zwei Runden an seine Fersen zu heften, war unser Rundenziel. Zwar hatten wir etwas Personalmangeln an Level-a-Spielern, doch läuft das Spieler- und Team-Management auch nach der Stabsübergabe von Jonas an Ben derart reibungslos, dass ich von Patrik W. innert weniger Stunden ein tolles Angebot hatte.
Nils lieferte legte schon nach rund 2 Stunden mit einem wichtigen Sieg vor. Er berichtet von seiner Partie:
«Im Sizilianer war mein Gegner wohl auf Krawall gebürstet und stürzte sich früh mit g4 auf meinen König. Augenscheinlich hatte er sich aber wohl in den Varianten vertan und ihn verliess im nächsten Zug auch schon der Mut, was mir zwei Bauern schenkte sowie diverse Vereinfachungen zuliess. Wenige Züge später war nach einem Turmopfer meinerseits auf b2 die Partie mit absehbaren Matt gewonnen. »
In einer Zugumstellung bekam es Jiri-Xerxes mit Weiss gegen seinen Gegner mit der slawischen Verteidigung zu tun. Nach einem fehlerhaften c5 im fünften Zug ging die Initiative auf Schwarz über. Der Vorteil war allerdings nie matchentscheidend. Nach wiederholtem Figurentausch und bei ungleichfarbigen Läufern bewegte sich die Partie im Remisbereich, so dass sich die zwei Kontrahenten auf Remis einigten.
Henk spielte mit Schwarz und bekam eine Mischung aus Colle- und London-Systemen auf dem Brett. Lange Zeit war es also völlig ausgeglichen. Weiß konnte jedoch kleine Drohungen in der Stellung aufbauen, auf die Henk nicht optimal reagierte. Der Druck wurde immer größer, und gerade als Weiß dachte, er könne punkten, spielte er eine falsche Zugfolge, die es Henk ermöglichte, eine völlig ausgeglichene Stellung zu erreichen.
Damit reichte mir (Kurt) am letzten Brett ein halber Punkt für den Mannschaftssieg:
Mein maximal konzentrierter 11jähriger Gegner spielte mit Schwarz eine Hauptvariante der der von mir gewählten Eröffnung einwandfrei und nach den Regeln der Eröffnungskunst. Einige recht feine Züge zeigten mir, dass Felix völlig auf der Höhe war. Dennoch liess ich mich im Mittelspiel im Zentrum zu einer hochkomplexen Spielanlage hinreissen: Der Vorteil Weiss aus dem resultierende Bauerngewinn war aber von kurz Dauer, im undurchdringlichen Dickicht der Varianten holte sich der Gegner den Bauern kaltblütig zurück. Das Endspiel Turm / ungleichfarbige Läufer fühlte sich für mich aktiver an, endete aber friedlich mit einem vergoldeten geteilten Punkt.
Friedlich und zufrieden angesichts des erfüllten Mannschaftsziels auch die Heimfahrt ins abendliche Zürich im Team-Auto von Henk.

 
4. Runde
SC Phoenix 1 1562 0.5:3.5 Réti 5 1871
André Jean Berset 1557 0:1 Kurt Juchli 1839
Michael Warstat 1694 0:1 Linus Capraro 1790
Gessinah Mordasini 1397 0:1 Raphael Mathyer 1847
Dusko Suzic 1601 ½:½ Peter Walpen 2007

Zum Auftakt ins neue Jahr geht das Team endlich mal wieder auf Reisen (vom Kreis 7 in den Kreis 6). Wir verirren uns nicht und performen im Rahmen der statistischen Erwartungen.
Nach einer ausgeglichenen Eröffnung positionierte Raphaels Gegnerin ihre Figuren etwas zu optimistisch, was zu schwerem Materialgewinn für Raphael führte. Er parierte den konsequenten, aber verzweifelten Angriff seiner Gegnerin kühn und setzte sie bald daraufhin matt.
Linus ging zügig in Richtung Angriff über die Flanken, nutzte dann aber gegnerische Schwächen eines hinkenden Bauern e6 neben d5 und ohne schwarzen f-Bauern (halb-offene f-Linie) als hochkarätigen Adlerhorst (e5) für einen magistralen Springer: Dieser dominierte die gegnerische Stellung in einer Weise, dass sie alsbald sturmreif war und kollabierte.
Damit brauchten wir nur noch einen halben Punkt aus zwei Möglichen, und bei Peter und mir sah es nicht nach Verlust aus nach rund zwei Stunden Spielzeit.
Nach einer Caro-Kann-Abtausch-Variante mit Schwarz bewährte sich mal wieder eine frühe Preisgabe des Läuferpaars nach 8. ...Lg4xSf3, da Weiss seinen d4-Bauern nicht klassisch mit c3 befestigte. So bekam ich mit Schwarz sehr gute Windverhältnisse mit einer Dame auf b6, welche nach LxSc6 auf Dxc6 auf die c-Linie wechselte. Unterstützt vom c8-Turm auf der halboffenen c-Line folgte alsbald ein erster Bauerngewinn (Dxc2). Schwarz blieb positionell am Drücker, gewann nach vollständigem Leichtfiguren-Tausch noch den Bauern d4 und liess im Turmendspiel mit zwei verbundenen Mehrbauern nichts anbrennen.
In einem slawischen Damengambit entstand eine geschlossene Stellung, wo Peters Läuferpaar nicht so richtig zur Geltung kam. Als er dann im Endspiel die Stellung öffnete, konnte sein Gegner den Turm besser positionieren und so einigte man sich auf Remis.
Mit diesem Sieg bleibt Réti5 für die anstehenden Schlussrunden auf Kurs.

Kurt
3. Runde
Réti 5 1841 2.5:1.5 Wädenswil 2 1797
Henk Sijbring 1886 0:1 Igor Fox 1940
Raphael Mathyer 1847 1:0 Anguel Nikolov 1790
Kurt Juchli 1839 ½:½ Christoph Fischer 1727
Michael Schmutz 1793 1:0 Eamonn Washington 1731

Mit Wädenswil 2 treffen wir in Runde 3 auf einen völlig neuen Gegner.
In einer spannenden Gambit-Variante hatte Raphael nach grosser Zeitinvestition eine vielversprechende Stellung. Durch aktives Spiel und zentralisierte Dame gelang ihm zuletzt ein vernichtender Durchbruch mit hohem Materialgewinn. Wenige Züge später musste sein Gegner aufgeben.
Michael gewinnt seinen Kampf nach rund 3 Std. und 17 Minuten. Er berichtet tags darauf: «In der Eröffnung habe ich dem Gegner eine kleine Falle gestellt, die er jedoch nicht angenommen hatte. Dadurch kam ich in die Defensive, konnte nicht rochieren und musste einen starken Angriff auf seinem Damenflügel abwehren. Mit 2 Leichtfiguren gegen seinen Turm konnte ich im Endspiel seinen Bewegungsradius erfolgreich einschränken, so dass er den Turm schlussendlich gegen eine Leichtfigur tauschen musste, wodurch ich das Spiel gewinnen konnte».
Zwischenstand 2:0; es fehlt noch ein halber Punkt zum Sieg.
Bei Henk kam der Beschleunigter Drachen Variante auf das Brett, der mit dem prinzipiellen 5.c2-c4 bekämpft wurde. Beide Spieler folgten lange Zeit der etablierten Theorie. (Was übrigens, gemäss Henk, während der Partie von beiden nicht erkannt wurde). Im 25. Zug zeigte sich plötzlich ein gefährliches, aber auch spekulatives Qualitätsopfer in der Stellung. Henk konnte der Möglichkeit / Herausforderung nicht widerstehen :-) Das Qualitätsopfer hätte mehr oder weniger zwangsläufig zu einem Remis führen müssen. Aber in der chaotischen Stellung, in der (aufkommenden) Zeitnot, häuften beide Spieler Fehler um Fehler. Sieg-Remis-Niederlage wechselten sich ab. Aber es war Schwarz, der zuletzt lachte. Schade!
Nun durfte ich (Kurt) als letzter Spieler des Teams keinesfalls verlieren. Ziemlich gradlinig führt unsere Eröffnung zu einem schwarzen Isolani, den ich umstandslos wenig Züge später vom Brett pflücke. Bei noch recht vollem Brett habe ich nun selber einen Isolani, der aber gleichzeitig ein Freibauer auf d5 ist. Vermutlich als Stellungstyp so alt wie das Schachspiel selbst – aber die Technik zum Sieg fällt mir nicht ein, weshalb ich etwas laviere. Eine Chance zum Generalabtausch in ein reines Damenendspiele lasse ich nicht aus – und wickle kurz darauf in eine so genannt gewonnenes Bauernendspiel ab. Dort spiele ich etwas zu hemdsärmelig, anstatt zu rechnen: Remis. Gut fürs Team, weniger gut für mich.
Ein sehr wichtiger Sieg zum Jahreswechsel.

Kurt
2. Runde
Réti 5 1812 2:2 Cham 3 1819
Raphael Mathyer 1847 1:0 Jan Villiger 1927
Linus Capraro 1790 0:1 Jonathan Braun 1750
Kurt Juchli 1839 0:1 Julian Bachmann 1781
Zachary Wilkinson 1772 1:0 FF -

Wir starten mit einem Forfeit-Punkt, da Cham, wie vom ML-Kollegen netterweise vortags mitgeteilt, das Brett 4 nicht besetzen kann.
An Brett 2 versucht Linus eine, wie er es mir gegenüber nachher bezeichnet, sogenannte «Figine», was vermutlich am besten mit «Trickli» zu deuten wäre: Sein Springer auf f6 zieht ab nach h5 und greift mit Le7 und Dd8 den nur einfach vom Springer auf f3 gedeckten Läufer zweifach an. Nur: Im Turnierschach sind Tricks grundsätzlich schlechte Ideen, da davon auszugehen ist, dass der Gegner nicht reinfällt, also spielte unser aktueller Klubmeister eben Hope Chess statt Real Chess. Folglich: Positionelle Schwächen und schliesslich Partieverlust.
An Brett 1 bringt dann aber Raphael das Team in Führung: Raphael und sein Gegner Jan spielten die Eröffnung mit grosser Präzision, was dazu führte, dass sie für das hochspannende Mittelspiel sehr wenig Zeit zu Verfügung hatten. Jan wollte trotz des grossen Zeitdrucks, den perfekten Zug finden, was in gewisser Weise in dieser zweischneidigen Stellung auch nötig war. In grosser Zeitnot übersah er dann aber eine wertvolle defensive Taktik Raphaels und ein wenig Später hatte Raphael eine Gewinnstellung.
An Brett 3 habe ich nach frühem Damentausch, für welchen junger Gegner Julian gar positionelle Nachteile in Kauf nimmt und mir das Läuferpaar überlässt, die Macht der Springer bei noch recht vollem Brett (Bauern!) unterschätzt. Ich büsse einen Bauern ein, ohne merkliche Kompensation. Überhaupt versteht Julina die Eigenheiten der Stellung besser, sodass ich einen weiteren Bauern verliere. Eine Stunde lang schliesse ich nicht aus, das Springer-vs-Läufer-Endspiel trotz Bauerunterzahl noch Remis halten zu können. Doch dann findet der Gegner doch noch einen komplizierten Weg, auf welchem sein König eine Bauernumwandlung unterstützen kann.
So müssen wir uns «mit einem Unentschieden geschlagen geben».

Kurt
1. Runde
Réti 5 1814 1:3 Escher Wyss 1 1792
Peter Walpen 2007 0:1 Roland Zbinden 1952
Linus Capraro 1790 0:1 Bruno Haas 1888
Kurt Juchli 1839 1:0 Sebastian Pilz 1583
Tamino Jöhl 1618 0:1 Rolf Leisinger 1746

Wie schon letztes Jahr in der Runde 1, lief der Réti5-Engine noch nicht ganz regelmässig und fein getaktet, als es im Kursraum B des Klusparks um 14 Uhr losging. Drei Stunden wird an allen Brettern geduldig gearbeitet und langsam gebohrt, bis mir an Brett 3 ein erster Einzelsieg in dieser Saison gelingt.

In Englischen Landschaften komme ich mit Weiss viel aktiver aus ins Mittelspiel, wo ich aber, entgegen der Regel, viel zu schnell Drohungen im Zentrum umsetze, statt diese Drohung wie ein Damoklesschwert über die gegnerischen Reihen aufzuspannen und zu halten. Die Stellung verflacht, und Sebastian P. erhält offene Linien für seinen beengt stehenden Lc8 und mit dem Feld e5 ein sehr gutes Springerfeld. Wegen der gewonnenen Anfangstempi kann ich aber in Ruhe auf der c-Linie die Türme verdoppeln, bevor Schwarz seinerseits mit seinen Schwerfiguren Akzente setzt. Als der Gegner versucht, mit einem beherzten Td8-d1 endlich die Initiative an sich zu reissen, übersieht er eine Springergabel im übernächsten Zug.

18 Minuten später hisst Linus C. die weisse Fahne am Brett 1. Zwar hatte er bis kurz vor Schluss im Zentrum eine gewaltige Kraft aufgebaut (2 Bauern, Läufer, Springer plus Dame). Doch muss bei der Umsetzung etwas schief gegangen sein, sodass Roland Z. mit seinem Schwerfiguren, die aus der Ferne drohten zu einer sehr klassischen Kombi und finalen ansetzte.

Unser Youngster, Tamino J., berichtet von Brett 4: «Am Anfang konnte ich einen Bauer gewinnen und trotz offenem Zentrum, was nicht meine Stärke ist, und ein paar komischen Damenzügen, einen Vorteil erringen. Nach einer 3-stündigen Partie wurde ich aber langsam müde und fing an viele offensichtliche Fehler zu begehen, was schlussendlich zu meinem Verlust führte.» Um 17.23 Uhr stand es somit 1:2.

Es blieb unser Brett 1 mit Newcomer Peter W.: Im Gegensatz zu seinem Gegner verpasste es Peter mit Weiss in einer slawischen Eröffnung den Damenläufer zu entwickeln. Mit der Mehrfigur am Königsflügel drohte der Gegner mit einem Königsangriff, den Peter zwar durch Abtausch abwehren konnte. Die dabei entstandenen Bauernschwächen führten im anschliessenden Turmendspiel zu Bauern- und Partieverlust.

Das Team wird sich noch finden müssen in den nächsten Runden – aber dann kommt es gut.

Kurt

Réti 6

Rangliste

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Liga
Rd Datum Heimteam   Gastteam Liga
1 01.11.2025 Réti 6 - Chessflyers 3 3. Regionalliga Zone N
2 22.11.2025 Olten 5 - Réti 6  
3 13.12.2025 Baden-Brugg 4 - Réti 6 Teamleiter
4 24.01.2026 Réti 6 - Schlieren 1 Christoph Campora
5 07.02.2026 Réti 6 - Seebach 4 chris.campora@icloud.com
6 21.02.2026 SV Wollishofen 5 - Réti 6  
7 07.03.2026 Réti 6 - Zürich Letzi 2  
7. Runde
Réti 6 1857 3.5:0.5 Zürich Letzi 2 1766
Gil Cotton 1963 ½:½ Nils Waespe Robin 1821
Ben Kondzic 1894 1:0 Jörg Lutz 1790
Luca Valsecchi 1788 1:0 Roger Loup 1709
Eric Kamm 1783 1:0 Murat Cevik 1743

Es war ein herrlicher Frühlingstag, als wir Letzi 2 empfingen. Also beste Voraussetzungen für einen spannenden Mannschaftskampf! Und tatsächlich dauerte es nicht lange, bis sich am zweiten Brett die erste Entscheidung anbahnte: Ben holte gegen Jörg Lutz den ersten Punkt. Nach einer etwas wirren Eröffnungsphase sprengte er im zehnten Zug mit einem taktischen Schlag die Stellung seines Gegners. Eine kleine, aber eindrucksvolle Miniatur, dank der wir früh mit 1:0 führten.
Ich, Christoph, hatte mich an diesem Tag als Mannschaftsleiter gegen das Spielen entschieden. So konnte ich den frühen Punktgewinn aus ungewohnter Perspektive geniessen und mir zusammen mit Ben einen feinen Zmittag im Restaurant des Klusparks gönnen.
Wenig später legte Luca am dritten Brett nach. Mit Weiss gegen den Zürcher Schachpromi Roger Loup erhöhte er auf 2:0. Zu meiner besonderen Freude verzichtete er diesmal auf sein London-System und griff stattdessen zum deutlich schärferen Katalanisch. Die Partie entwickelte sich entsprechend dynamisch, und am Ende stand der zweite volle Punkt auf unserem Konto.
Währenddessen spielte sich am vierten Brett, Erics Revier, ein wahres Drama ab. Die Stellung geriet völlig aus den Fugen: Erst opferte Eric eine Figur, kurz darauf „opferte“ er in einem Moment der „Brillanz“ gleich einen ganzen Turm, um zwei Tempi zu erhalten. Ein Schockmoment. Offenbar wirkte sich das auch auf Gil aus, der am ersten Brett gegen Nils Waespe nichts riskieren wollte und mit einem strategisch geschickten Remis den Mannschaftssieg mit 2,5:0,5 sicherte.
Doch die Geschichte war noch nicht zu Ende. Denn trotz des Turmverlusts hatte Eric bereits eine ganze Kohorte von Freibauern mobilisiert. Wie eine unaufhaltsame Front rollten sie über das Brett nach vorne. Zug um Zug wuchs der Druck, bis sein Gegner Murat Cevik der Bauernlawine schliesslich nicht mehr standhalten konnte.
So endete der Kampf mit einem überzeugenden 3,5:0,5 für Réti 6. Ein klarer Sieg, vor allem aber ein goldenes Ticket zum ersten Aufstiegsspiel! Es war ein Frühlingsnachmittag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.

Christoph
6. Runde
SV Wollishofen 5 1651 0.5:3.5 Réti 6 1756
Tim Von Flüe 1889 ½:½ Luca Valsecchi 1788
Teo Michlmayr 1546 0:1 Eric Kamm 1783
Elke Michlmayr 1517 0:1 Nils Miro Hoppe 1784
André Kalbermatter 0:1 Michael Klein 1668
5. Runde
Réti 6 1867 4-0 Seebach 4 1613  
Ben Kondzic 1836 1-0 Felix Müller  
Martin Herfort 1945 1-0 Fernando Giraudo 1575  
Gil Cotton 1876 1-0 Ruben Hernando  
Christoph Campora 1811 1-0 Matthias Lobmayer 1651  
4. Runde
Réti 6 1801 4:0 Schlieren 1 1732
Ben Kondzic 1864 1:0 Michel Grandjean 1825
Luca Valsecchi 1782 1:0 Christoph Schädeli 1724
Nils Miro Hoppe 1787 1:0 Grigorios Panteloglou 1688
Mark Shen 1770 1:0 Myriam Käppeli 1691
3. Runde
Baden-Brugg 4 1562 0:4 Réti 6 1860
René Bumbach 1673 0:1 Gil Cotton 1896
Johann Joss 1491 0:1 Christoph Campora 1893
Stefan Wey 1523 0:1 Ben Kondzic 1864
Pablo Hösli   0:1 Nils Miro Hoppe 1787
2. Runde
Olten 5 1487 0:4 Réti 6 1859
Boris Stokic 1501 0:1 Ben Kondzic 1864
Ibrahim Yaman   0:1 Gil Cotton 1896
André Aepli 1522 0:1 Christoph Campora 1893
Anton Rüegg 1438 0:1 Luca Valsecchi 1782
1. Runde
Réti 6 1832 3:1 Chessflyers 3 1578
Ben Kondzic 1864 1:0 Bruno Fässler 1457
Luca Valsecchi 1782 1:0 Kevin Bachmann 1610
Christoph Campora 1893 1:0 Werner Hagmann 1667
Nils Miro Hoppe 1787 0:1 Charles Kuster  

Réti feiert 3:1-Erfolg gegen Chessflyers

Am 1. November 2025 traf unser Réti 6 auf Chessflyers 3 – und lieferte eine beeindruckende Vorstellung ab.
Am Brett 2 sorgte Luca Valsecchi früh für klare Verhältnisse: Mit den schwarzen Steinen setzte er Kevin Bachmann schon nach wenigen Zügen derart unter Druck, dass die Partie praktisch entschieden war. Damit konnten wir einen souveränen Punkt sichern.
Kurz darauf musste am Brett 4 Nils Miró Hoppe seinem Gegner Charles Kuster gratulieren – eine fiese taktische Wendung besiegelte hier die Niederlage. Damit stand es 1:1, und alles hing von den beiden verbleibenden Partien ab.
Am Brett 3 gelang mir, Christoph Campora, die erneute Führung. Glücklicherweise entstand eine Stellung, die Ben und ich bereits an der SEM stundenlang analysiert hatten. Mit präzisem Positionsspiel konnte ich den Druck stetig erhöhen, bis mein Gegner schliesslich einsehen musste, dass kein Halten mehr war.
Nun lag es an Ben Kondzic am Brett 1, den Sack endgültig zuzumachen – und das tat er in beeindruckender Manier. In einer spannenden, brillanten Angriffspartie überspielte er seinen Gegner taktisch und vollendete den 3:1-Mannschaftssieg für Réti.
Ein starker Auftritt, der Lust auf mehr macht!

Christoph

Réti 7

Rangliste

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Liga
Datum Heimteam   Gastteam Liga
01.11.2025 Réti 7 - Réti 8 3. Regionalliga Zone O
22.11.2025 Réti 7 - Seebach 2  
13.12.2025 DSSP 2 - Réti 7 Teamleiter
24.01.2026 Réti 7 - Chessflyers 2 Jörg W. Lauber
07.02.2026 Baden-Brugg 6 - Réti 7 jw_lauber@bluewin.ch
21.02.2026 Nimzowitsch 5 - Réti 7  
07.03.2026 Réti 7 - SV Wollishofen 6  
7. Runde
Réti 7 1609 1:3 SV Wollishofen 6 1501
Jörg W. Lauber 1658 0:1 Patrick Weber 1635
Urs Benz 1626 0:1 Irina Galiash 1534
Ruedi Nievergelt 1588 1:0 Mikhail Galiash 1435
David Schäfer 1562 0:1 Aedyn Kuan-Chih Ni 1400
6. Runde
Nimzowitsch 5 1603 1.5:2.5 Réti 7 1646
Jürg Buob 1769 ½:½ Jörg W. Lauber 1658
Fred Damberger 1626 0:1 Urs Benz 1626
Thomas Gerber 1415 0:1 Ruedi Nievergelt 1588
Denis Vucina 1:0 Philipp Kaufmann 1713
5. Runde
Baden-Brugg 6 1729 3-1 Réti 7 1616  
Yannick Raschle 1844 ½-½ Jörg W. Lauber 1639  
Leo Marty 1660 1-0 Urs Benz 1756  
Heinz Härdi 1755 ½-½ Ruedi Nievergelt 1579  
Sunil Kumar Nagannagowda 1656 1-0 Marianne Ort 1491  
4. Runde
Réti 7 1638 0.5:3.5 Chessflyers 2 1741
Jörg W. Lauber 1667 0:1 Heinz Iseli 1820
Philipp Kaufmann 1713 ½:½ Ciril Trcek 1807
Danuel Jörger 1601 0:1 Beat Benninger 1722
David Schäfer 1570 0:1 Jonas Lüscher 1615
3. Runde
DSSP 2 1655 3:1 Réti 7 1600
Brian Lin 1720 1:0 Jörg W. Lauber 1667
Rose Baisse 1791 1:0 Franco Keller 1658
Lily Anna Podleisek 1508 1:0 Ruedi Nievergelt 1583
Leonardo Monteiro 1601 0:1 Marianne Ort 1493
2. Runde
Réti 7 1570 0:4 Seebach 2 1736
Franco Keller 1658 0:1 Armando Sferrazzo 1805
Urs Benz 1634 0:1 Rodrigo Sobrino 1735
Danuel Jörger 1601 0:1 Sebastian Guggisberg 1719
Alex Polyméris 1385 0:1 Sebastian Dück 1686
1. Runde
Réti 7 1543 2:2 Réti 8 1572
Urs Benz 1634 1:0 Andrei Kravets  
Ruedi Nievergelt 1583 1:0 Diana Begdullayeva 1616
David Schäfer 1570 0:1 Mark Shen  
Alex Polyméris 1385 0:1 Karina Begdullayeva 1527

Réti 8

Rangliste

Noch kein Eintrag.

Liga
Rd Datum Heimteam   Gastteam Liga
1 01.11.2025 Réti 7 - Réti 8 3. Regionalliga Zone O
2 22.11.2025 Chessflyers 2 - Réti 8  
3 13.12.2025 SV Wollishofen 6 - Réti 8 Teamleiter
4 24.01.2026 Réti 8 - Nimzowitsch 5 Efe Özsoy
5 07.02.2026 Seebach 2 - Réti 8 efe.oezsoy252@gmail.com
6 21.02.2026 Réti 8 - Baden-Brugg 6  
7 07.03.2026 Réti 8 - DSSP 2  
7. Runde
Réti 8 1514 0:4 DSSP 2 1684
Nikolaos Matsokis Arroyo 1471 0:1 Rose Baisse 1748
Diana Begdullayeva 1553 0:1 Brian Lin 1788
Karina Begdullayeva 1519 0:1 Elia Michel Zimmerli 1660
Andrei Kravets   0:1 Andres Clermont 1538
6. Runde
Réti 8 1572 2:2 Baden-Brugg 6 1756
Nikolaos Matsokis Arroyo 1471 ½:½ Yannick Raschle 1883
Karina Begdullayeva 1519 0:1 Sunil Kumar Nagannagowda 1753
Diana Begdullayeva 1553 1:0 Leo Marty 1744
Luigi Bassini 1746 ½:½ Ruedi Farner 1642
5. Runde
Seebach 2 1732 0.5-3.5 Réti 8 1762  
Jonas Sterk 0-1 Mark Shen  
Armando Sferrazzo 1741 0-1 Nils Miro Hoppe 1668  
Rodrigo Sobrino 1783 0-1 Luca Valsecchi 1801  
Sebastian Guggisberg 1673 ½-½ Daniel Donauer 1816  
4. Runde
Réti 8 1625 3:1 Nimzowitsch 5 1617
Luigi Bassini 1746 1:0 René Rüegg 1776
Karina Begdullayeva 1527 0:1 Fredy Gächter 1647
Diana Begdullayeva 1616 1:0 Thomas Gerber 1412
Yigal Duppen 1609 1:0 Fred Damberger 1631
3. Runde
Wollishofen 6 1149 1.5:2.5 Réti 8 1616
Arkadii Galiash 1598 0:1 Thomas Strupat 1710
Irina Galiash 1524 1:0 Diana Begdullayeva 1616
Michael Kulabukhov 1472 0:1 Yigal Duppen 1609
Aedyn Kuan-Chih Ni 0 ½:½ Karina Begdullayeva 1527
2. Runde
Chessflyers 2 1757 3:1 Réti 8 1575
Ciril Trcek 1805 1:0 Nikolaos Matsokis Arroyo 1502
Heinz Iseli 1831 0:1 Yigal Duppen 1609
Beat Benninger 1724 1:0 Thomas Strupat 1710
Werner Hagmann 1666 1:0 Efe Özsoy 1477
1. Runde
Réti 7 1543 2:2 Réti 8 1572
Urs Benz 1634 1:0 Andrei Kravets  
Ruedi Nievergelt 1583 1:0 Diana Begdullayeva 1616
David Schäfer 1570 0:1 Mark Shen  
Alex Polyméris 1385 0:1 Karina Begdullayeva 1527