Ein paar Armleuchter in der Leuchtenstadt
10 Rétianer spielten beim Luzerner Open 2026 mit. Unser Abschlussbericht.
Réti stellte am diesjährigen Luzerner Open, das zugleich auch die Innerschweizerische Einzelmeisterschaft ist, eine Grosssektion. In der Kategorie A spielten gleich 8 Rétianer mit: Eric Kamm, Raphael Mathyer, Daniel Donauer, Ben Kondzic, Gil Cotton, Lukas Oestmann, Christoph Schmid und Anselm Schönbächler. Dadurch stellte Réti über einen Fünftel des Startfeldes in dieser Kategorie. Zudem waren wir durch Herbert Meier und Jürg Hess auch in den Kategorien B (bis 1800) und C (bis 1600) vertreten.
Bei einem so hohen Réti-Anteil in der Kategorie A war es unausweichlich, dass es zur einen oder anderen Réti-Paarung kommen musste. So kam es z.B. gleich in der Startrunde zu den Duellen Raphael – Anselm und Christoph – Eric. Im weiteren Turnierverlauf ergaben sich ausserdem die Paarungen Lukas – Eric, Lukas – Raphael, Ben – Raphael, Daniel – Anselm und Daniel – Eric. Einzig Gil konnte einem Réti-Duell aus dem Weg gehen.
Am Ende erreichten alle Réti-Kämpfer solide Schlussresultate. Lukas wurde mit 4½ Punkten starker Zehnter und damit bester Rétianer; Nach einem enttäuschenden Turnierstart (zwei Niederlagen in den ersten beiden Runden) legte er ein beeindruckendes Comeback hin und konnte in der Folge, abgesehen von einem Remis gegen seinen Kollegen Raphael, alle seine Partien gewinnen. Gleich dahinter, auf Rang 11, klassierte sich unser Wunderknabe Ben, mit 4 Punkten. Hätte er in der Schlussrunde gegen Agim Agushi gewonnen, hätte er einen Preisrang erreicht. Ebenfalls 4 Punkte, wenn auch mit deutlich weniger Buchholz, erreichte Anselm (Schlussrang 14). Allesamt 3 Punkte erreichten Raphael (20.), Gil (22.), Daniel (24.), Eric (25.) und Christoph (26.); Dabei muss man erwähnen, dass Christoph aufgrund einer Verletzung zwei Runden nicht spielen konnte, und bei Raphael mehr dringelegen wäre, hätte er am Schlusstag nicht beide Runden verloren.
In der Kategorie B klassierte sich Herbert mit 2½ Punkten auf Rang 27 (drei Niederlagen in den letzten drei Runden kosteten ihn ein besseres Ergebnis), und in der Kategorie C erreichte Jürg, dem es nach eigener Aussage nicht ums Resultat sondern um die Spielerfahrung ging, mit 2 Punkten den 28. Rang.
Das Turnier war vom Innerschweizerischen Schachverband perfekt organisiert, und die Stimmung unter den Rétianern war grösstenteils gesellig. Es spricht nichts dagegen, dass wir auch nächstes Jahr mit einer grossen Fraktion vertreten sein werden.
– Anselm
Hier geht's zu den Resultaten des Luzerner Open 2026.
PS: In den nächsten Tagen folgt ein Artikel mit Analysen zu Christophs interessantem Läuferendspiel in Runde 4...